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Kick it & Klick it (Teil 13): Die Rechte sind sicher

19. Juli 2013 – München, Stuttgart, Hamburg

Über Grundrechte ist in den vergangenen Wochen viel diskutiert worden in unserem Lande. Auslöser ist natürlich der NSA-Skandal und die eklanten Verstöße gegen Grundrechte, allen voran natürlich das Recht auf informationelle Selbstbestimmung. Viele Medien sehen in der Reise des Bundesinnenministers Hans-Peter Friedrich nach Washington nur die Spitze des Eisbergs, was die fehlende Sicherstellung der Rechte deutscher Bürger angeht. Noch schärfer formulierten es die Politblogger, wie die Frankfurter Rundschau in einem Überblick zusammenstellte.
Bemerkenswert dabei ist, was als Grundrecht angesehen wird, wie dieses Schlagwort genutzt wird ohne sich über eine Definition, was ein Grundrecht eigentlich ist, zu verständigen. Weiterlesen

Die Mondlandung war echt – aber vielleicht ist ja die Fußball-EM ein Fake?

Die Holländer kamen mir ja gleich so seltsam unecht vor. Aber nun, da bewiesen ist, dass die UEFA die Fernsehbilder von der EM fälscht, ist alles möglich …

Was ist geschehen?

Während des EM-Spiels der Oranjes gegen die deutsche Fußballnationalmannschaft wurde in der Fernsehübertragung eine hübsche Szene eingeblendet, die die Lockerheit des deutschen Trainers während des Spiels demonstrieren sollte:

Das Problem an dieser hübschen Szene: sie wurde in die Live-Reportage eingeblendet. Aufgezeichnet wurde sie bereits eine viertel Stunde vor Anpfiff. Das ist Bildmanipulation, das ist Betrug, und das ist ernst zu nehmen.

Die Bilder kamen nicht vom ZDF, sondern von der UEFA. Alle Bilder während des Spiels müssen von den übertragenden Anstalten von Partnern der UEFA übernommen werden. Wo kämen wir schließlich hin, wenn jeder senden dürfte, was er will. Demokratie und Offenheit haben mit Spitzensport wenig zu tun. Es sollen schließlich die Werbebanner ins rechte Licht gerückt werden, nicht für die ukrainische Opposition demonstrierende grüne Bundestagsabgeordnete. Die Bilder von Rebecca Harms und Werner Schulz, die während des Spiels mit einem Plakat gegen Menschenrechtsverletzungen in der Ukraine protestierten, durften nicht gesendet werden.

Und was sagt der DFB dazu? “Harald Stenger, Pressesprecher der Nationalmannschaft, will die Vorfälle im ukrainischen Charkow auf Nachfrage nicht kommentieren.” (Stern) Maul halten und durch ist einmal mehr die Devise. Ich erwarte von den ukrainischen Offiziellen eigentlich nicht gerade mustergültiges Verhalten in Sachen Offenheit, Presserecht und fairen professionellen Journalismus. Aber dass der DFB die Sache nicht zum Anlass nimmt, sich kritisch mit Medienmanipulationen durch die EM-Macher auseinanderzusetzen, empört mich.