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Digitale Transformation und die Zukunft der Intelligenz

digital transformationVinton Cerf, einer der Erfinder des TCP/IP-Protokolls, spricht gerne von „Netzwerk-Intelligenz“ und meint damit technische Veränderung in Systemlandschaften, die von digitaler Vernetzung ausgelöst werden und zu einer direkten Veränderung im Verhalten ihrer menschlichen Benutzer führen.

Computerexperten sprechen in diesem Zusammenhang gerne von „digital transformation“, also von einer durch digitale Vernetzung induzierten Veränderung von Systemen und IT-Landschaften. Man kann den Begriff aber auch im Sinne Cerfs sehr viel weiter ausdehnen und damit auch Veränderungen im Verhalten von Menschen beschreiben, die mit diesen Systemen arbeiten oder durch sie kommunizieren.

Die digitale Vernetzung wird langfristig zu einer ganz neuen Form von Intelligenz führen, die wir „kommunikative Intelligenz“ nennen, und die wir aus der Beobachtung ableiten, dass der kollektive IQ eines großen Kommunikationsnetzwerks wie zum Beispiel Facebook höher ist als die Summe der Einzel-IQs der Mitglieder. Wahrscheinlich steigt der Gesamt-IQ, ähnlich wie bei dem von John Metcalfe 1993 postulierten „Netzwerk-Effekt“ sogar exponentiell zur Anzahl der Netzwerk-Teilnehmer. Weiterlesen

Ein Turing-Test für Menschen?

Wer testet hier wen?

Wer testet hier wen?

Computer werden dem Menschen immer ebenbürtiger. An dieser Stelle ist schon öfter die Rede von Watson und der Entwicklung so genannter „cognitive computer“ die Rede gewesen, also Rechnersysteme, die, wenn auch nicht denk-, so doch lernfähig sein werden. Doch wie werden wir eines Tages feststellen können, ob unser PC so schlau ist wie wir (oder ob er zumindest so tun kann)?

Den „Intelligenztest für Computer“ hat ja bekanntlich der britische Kryptologe Alan Turing bereits 1950 erfunden, also lange bevor es überhaupt einen „Computer“, so wie wir ihn heute verstehen, gegeben hat. Der „Turing-Test“ unterhält sich der Tester mittels eines beliebigen Telekommunikationsmittels mit zwei ihm unbekannte und für ihn unsichtbare Kandidaten; einer ist ein Mensch, der andere der Computer. Wenn der Tester nicht in der Lage ist fstzustellen, wer von beiden das Elektronenhinr ist, muss davon ausgegangen werden, das der Computer über kognitive Fähigkeiten verfügt, die von denen eines Menschen nicht unterscheidbar und deshalb als ebenbürtig angesehen werden müssen („to generate performance indistinguishable from that of a human being“). Eine schön gedrechselte Formulierung, wie sie vermutlich nur einem Briten einfallen könnte. Weiterlesen