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R2-D2s böser Bruder

    „R2 ist ein guter Droide“      — Anakin Solo über R2-D2

„R2 ist ein guter Droide“
(Anakin Solo über R2-D2)

R2-D2 (sprich: err-zwo deh-zwo), oft auch nur R2 genannt, war ein Astromechdroide der R2-Serie. Wie uns die Autoren von Jedipedia freundlicherweise erinnern war er gemeinsam mit seinem Partner C-3PO einer der Stars von Star Wars und als solcher in zahlreiche bedeutende Ereignisse der galaktischen Geschichte von den letzten Tagen der Alten Republik bis zur Zeit der Galaktischen Allianz involviert.

R2-D2 war, wie der Jedi-Ritter Anakin Solo, der Enkel von Anakin Skywalker, einmal sagte, ein „guter Droide“. Ich weiß nicht, ob man dereinst das gleiche sagen wird über K5, das neue Geisteskind von Santana Li und Stacy Dean Stephens, die Gründer von Knightscope, einem Silicon-Valley-Startup, wo man heute Nachmittag einen „autonomen Datensammler“ vorstellen will, der die Nachtwächter dieser Welt überflüssig machen könnte.

K5 sieht seinem Vetter R2 verdammt ähnlich, aber das ist eigentlich nur Zufall. Wahrscheinlich waren die Designer von Star Wars einfach ihrer Zeit voraus, denn tatsächlich ist ein kleiner, runder Roboter, der aussieht wie ein Papierkorb auf Rädern, ideal geeignet, um Wachdienst zu schieben, beispielsweise in einer Fabrikanlage. Und dafür ist er auch gedacht: Er soll unermüdlich Tag und Nacht durch die Räume wandern, und zwar selbstgesteuert, so ähnlich wie der Staubsauger-Roboter RBC 003, das fleißige elektronische Lieschen von Hoover, den meine Frau so gerne zu Weihnachten hätte. Weiterlesen

Wie uns Google vom Internet aussperren will

Wo bin ich? Einfach Google fragen!

Wenn Tom Cruise in dem Film „Minority Report“ durch die Straßen läuft, tauchen in den Schaufenstern laufend Werbebotschaften auf, die an ihn ganz persönlich adressiert sind. So schön es wäre zu wissen, dass mein Käseladen am Eck meinen Lieblings-Stilton wieder rein bekommen hat, so fröstelt es mich dennoch bei dem Gedanken, irgendjemand (ein Ladenbesitzer, der Bundesnachrichtendienst, etc.) könnte theoretisch jederzeit wissen, wo ich mich gerade aufhalte.

In der Praxis finde ich Location-based Services dagegen ganz toll. Ich benutze sie ja ständig, um meinen Freunden über Foursquare zu sagen, in welchem Lokal ich gerade zu Mittag esse oder welches Museum in New York ich gerade besuche. Ich dachte allerdings bisher immer, dass dazu GPS-Empfang nötig sei, was in der Regel nur draußen funktioniert und auch da nicht immer. Was mir nicht klar war (und ich werde von manchen Leuten ja als „Internet-Experte“ bezeichnet) ist, dass „Minority Report“ ja längst Wirklichkeit ist, und zwar Dank Google.

Google hat eine Funktion für sein Kartensystem „Google Maps“ entwickelt, die den Standort des Benutzers über WLAN-Router feststellt und an Google meldet. Solche „Hotspots“ gibt es ja mittlerweile überall, und da die wenigstens von uns (ich zum Beispiel) wussten, dass wir damit lokalisierbar sind, hat sich keiner von uns darüber sonderlich aufgeregt. Im Gegensatz zu Jacob Kohnstamm, dem Chef der holländischen Datenschutzbehörde, der inzwischen erfolgreich bei Google interveniert hat. Ab sofort kann jeder von uns die Tracking-Funktion seines WLAN-Routers ausschalten. Ganz einfach: Ich muss nur die beiden Wörtchen „no map“ an die WiFi-Adresse meines Routers eingeben.

Es gibt nur ein kleines Problem. Vielleicht auch zwei.

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