Schlagwort-Archive: Tierschutz

„Die hard, Kendall Jones…“

Sie wünschen ihr den Tod an den Hals. Verrecken soll sie. Am besten langsam und qualvoll. Die hard.  Vielleicht – so schlägt ihr jemand vor – erschießt sie sich selbst, das ginge am schnellsten. Oder, so schlagen einige vor: In einer Arena sollen Löwen auf sie gehetzt werden, ganz wie bei den Gladiatorspielen. Andere hoffen auf einen schweren Autounfall mit ihrem Jeep, am besten von einem Nashorn gerammt. Wieder andere wünschen ihr eine tödliche Tropenkrankheit an den Hals. Ebola… Mindestens.
Kaum jemand hat in den vergangenen Wochen so viele unverholen brutale und aggressive Beschimpfungen und Verwünschungen über sich ergehen lassen müssen wie Kendall Jones.

Kendall wer?

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Peta – Nur lustig, lustig, tralalala? Mitnichten, die meinen das ernst…

Steffen Groth gegen Fleischesser. Foto: Melissa Töller für Peta

Schon immer hat PETA (People for the Ethical Treatment of Animals) durch spektakuläre Kampagnen auf sich aufmerksam gemacht. Regelmäßig gelingt es den militanten Tierschützern, prominente Models, Sänger, Sportler und Schauspieler in ihre öffentlichkeitswirksamen Aktionen einzubinden.
Dabei ist Peta in der Wahl der Bildsprache und Werbebotschaften nicht gerade zimperlich – im Gegenteil. Während die meisten Tier- und Umweltschutzaktivisten wie z.B. der WWF in erster Linie auf die Bedrohung der Tierwelt hinweisen, die Tiere für sich sprechen und um Sympathie werben lassen, geht Peta den umgekehrten Weg. Sie polarisieren und polemisieren, indem sie immer wieder die gleiche Botschaft kommunizieren: Es gibt eine Gruppe Menschen, die Tiere töten, Tiere quälen, Tiere ausbeuten. Diese Menschen sind durch und durch schlecht – dazu gehören Pelzträger ebenso wie Zirkusbesucher, sofern in den Zirkussen Tierdressuren gezeigt werden.
Letztlich zählt – und damit stößt sich Peta auch an der Massentierhaltung – jeder dazu, der nicht vegetarisch lebt. All diese Menschen – so der Subkontext – sind moralisch fragwürdig, wenn nicht sogar ganz und gar verkommen.
Schon allein diese Art der Kampagnen, die unverhohlen Aggressivität schürt und sich zu Nutze macht, ist fragwürdig, fußt sie doch komplett auf das gegenseitige Ausspielen von Menschen verschiedener Ansichten, auf die moralische Überlegenheit des Einen über den Anderen. Das zielt unter die Gürtellinie, und das ist vollkommen beabsichtigt.
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Wie sich die Bilder gleichen

dogfight

Der andere sieht aber noch schlimmer aus…

Seltsamerweise liest man in deutschen Zeitungen und Blogs so gar nichts über ein Thema, das in Amerika gerade für Furore sorgt, und dass auch in Deutschland Relevanz hat angesichts der Diskussion um Internet-Sperren für Kinderpornos. Gut, es geht vordergründig um ein ganz anderes Thema, nämlich um Videos von Hundekämpfen, aber das Prinzip ist das gleiche.

Das oberste Gericht der USA verhandelt gerade unter reger Anteilnahme der Öffentlichkeit den Fall eines gewissen Robert J. Stevens aus Virginia, der solche Filme unter dem Titel „Pit Bull Training“ übers Internet verkauft hat, worauf es natürlich ein paar besonders brutale Szenen auf YouTube geschafft haben. Der Kerl wurde daraufhin von Tierschützern angezeigt und aufgrund eines Bundesgesetzes aus dem Jahr 1999, das die Abbildung von Tierquälerei verbietet, verurteilt. Er ging in die Berufung und wurde freigesprochen, weil er sich auf die Meinungsfreiheit berief.

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