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Verklickt und zugenäht

Verflixt und zugenäht.

So ähnlich sagte es meine Oma immer, wenn ihr irgendetwas misslungen war. Ein wunderbarer Fluch, dessen Herkunft zwar einigermaßen im Dunkeln liegt, aber dessen Fortbestand in das digitale Zeitalter längst gesichert ist: Verklickt und zugenäht. Auch das ist ein Fluch, und der dürfte den Computernutzern sicher so manches Mal über die Lippen oder durch den Kopf gegangen sein. Sei es, dass man eine Datei gelöscht hat, die man aufheben wollte, sei es, dass man ein Dokument geschlossen hat, ohne dass man rechtzeitig die Änderungen gespeichert hat. Dabei hat das System vorher schön brav gefragt, ob Sie das wirklich tun wollen. Sie kennen das. Beispiele gibt es zu Hunderten.
Manchmal, und darum geht es in diesem Beitrag, verklickt man sich aber auch beim Online-Shoppen. Man bestätigt bei ebay ein Gebot, in dem man das Komma falsch gesetzt hat und erklärt sich bereit, das Zehnfache zu bezahlen von dem, was man eigentlich maximal ausgeben wollte.
Oder man füllt seinen Warenkorb mit Dingen, die man nicht haben wollte und steht plötzlich an der digitalen Kasse. Wollen Sie das ganze Zeug wirklich kaufen? fragt der Rechner fürsorglich und hinterlistig zugleich. Schon ist das Bestellung abschließen bestätigt und man setzt eine nicht mehr zu stoppende Maschinerie in einem Hochregallager in Gang. Waren werden zusammengesucht, ein Paket wird gepackt, eine Rechnung geschrieben und eine Kreditkarte belastet.
Amazon-Käufer kennen das.

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Ein Clown ist ein Clown ist ein Clown…

Wenn einer Witze über Witzfiguren macht und selbige beim Namen nennt, muss das noch lange nicht für alle komisch sein.

Auch ein Chagall Clown ist ein Clown ist ein Clown.

Diese Erfahrung macht gerade der SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück, der in einem Interview gesagt hatte: „Bis zu einem gewissen Grad bin ich entsetzt, dass zwei Clowns gewonnen haben“. Damit bezog er sich auf den Ausgang der Wahlen in Italien und auf die beiden Wahlsieger Silvio Berlusconi und Beppe Grillo.
Prompt zog sich der Politiker nicht nur die Rüge der regierenden Koalitionäre aus CDU und FDP zu. Die nämlich nennen Steinbrück eine Axt im Walde. Und sie fürchten, dass der Kanzlerkandidat damit dem Ansehen des Landes bei seinen italienischen Nachbarn erheblich geschadet hat. Damit nicht genug. Verschnupft zeigt sich auch der italienische Präsident Girogio Napolitano, der kurzerhand ein Abendessen mit Steinbrück während seines Deutschlandbesuchs abgesagt hat. So zu lesen auf Spiegel Online .
Die Achse Berlin-Rom zeigt sich mal wieder von seiner glänzenden Seite – das gegenseitige Beleidigtsein hat schließlich beste Tradition. Erinnert Sie das an was? Weiterlesen