Schlagwort-Archive: Rassismus

… und raus bist Du!

Ob das Rote Kreuz, der Arbeitersamariterbund oder Porsche in Wels/Österreich: Die Fälle mehren sich, in denen Unternehmen ihre Mitarbeiter vor die Tür setzen, wenn diese in der Öffentlichkeit Hassbotschaften verbreiten.
Der Mechanismus ist dabei meist der Selbe. Zunächst postet ein Mensch unverhohlen seine meist gegen Flüchtlinge und Asylsuchende seine Hassbotschaften.
Bei Facebook gepostet…und raus bist du

Der Arbeitgeber war not amused:
hass2 Im Fall des Lehrlings von Porsche in Österreich war es ein Kommentar unter einem Bericht über die Feldkirchener Feuerwehr. Als diese nämlich angesichts der großen Hitze mit einem Löschfahrzeug für eine gehörige Abkühlung sorgte, war die Freude der Kinder groß.
Besagter Lehrling aber empfahl, so war es in der Presse zu lesen, statt Wasserdusche den Flammenwerfer zu nehmen. Weiterlesen

Was der vorhautlose Eselficker will…

lookismus2

Wenn zwei das Gleiche tun ist es noch lange nicht das Gleiche. Sollte man meinen… Denn das, was dem einen recht ist, das muss dem anderen billig sein. Das gilt unabhängig von den eigenen moralischen, gesellschaftlichen, politischen und sonstigen Ansichten; auch wenn es schwerfällt.

Seit Jahr und Tag beobachte ich und kommentiere hier auf dem Czyslansky-Blog, wenn Personen digital an den Pranger gestellt werden: Sei es, dass sie Verkehrssünder in Abensberg waren, als Ladendieb in Regensburg in die Videoüberwachung gestolpert sind oder in Louisiana als Sexualstraftäter verurteilt worden sind. Auch Autor und Freund Tim Cole hat sich ausführlich mit dieser Frage auseinandergesetzt, als Hochspringerin Ariane Friedrich einen Stalker digital angeprangert hat. Seine Sicht, wie auch meine ist kritisch, enorm kritisch. Es geht um Stigmatisierung, um (Vor-)verurteilung, um Personenschutz und informationelles Selbstbestimmungsrecht der betroffenen Personen. Und es geht um den Wahrheitsgehalt, nämlich darum, ob der so Angeprangerte tatsächlich sich hat irgendetwas zu Schulden kommen lassen oder nicht.
Jetzt aber werde ich zum „Opfer“ meiner eigenen sehr kritischen Haltung zur digitalen Anprangerung.

Unter der Überschrift „Blog entlarvt Nazis im Internet“ hat die Huffington Post diese Woche einen Beitrag veröffentlicht, in dem sie das Tumblr-Blog Lookismus gegen Rechts vorstellt.  Der Blog „Lookismus gegen Rechts“ hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Urheber rassistischer oder faschistischer Kommentare auf sozialen Netzwerken wie Facebook bloßzustellen. Auf dem Blog werden die Äußerungen dokumentiert – mitsamt eines Fotos der Person, von der sie stammen. – so beschreibt es die Huffington Post.
Das klingt doch zunächst mal gut. Weiterlesen

Der Mohr hat seine Schuldigkeit noch lange nicht getan… er kann noch nicht gehen.

Das neue Jahr beginnt genauso absurd, wie das vorangegange endete.
Zumindest gilt das, verfolgt man mehr oder weniger freiwillig die Posts und Tweets der selbsternannten Gralshüter der Political Correctness im Netz. Das Stichwort ist blackfacing.
Sie erinnern sich?
Bei der letzten Sendung „Wetten Dass“ im Jahr 2013 war das ZDF in Augsburg zu Gast.  Nun fand es der Sender einigermaßen gelungen, als Saalwette die Augsburger aufzufordern, als Jim Knopf und Lukas, der Lokomotivführer verkleidet in die Messehalle und damit auf die Bühne zu kommen.
Die beiden Figuren sind die Stars der Augsburger Puppenkiste und damit so etwas wie Lokalheilige. Autor Michael Ende, der Erfinder von Jun Knopf, hat in seiner Buchvorlage geschrieben, dass Jim schwarz ist. Konsequent also forderten die „Wetten Dass“ Gastgeber die Augsburger auf, sich das Gesicht schwarz zu schminken – mit Kohle, Schuhcreme oder was auch immer. Und schwupps! Da war sie, die Rassismusdebatte, die zunächst über soziale Medien und später die einschlägigen Nachrichtenseiten wie Spiegel online im Netz verbreitet wurde. Weiterlesen

Jetzt ist es raus: Deutschland wählt weiß

Es ist uns ein wichtiges Anliegen, ausdrücklich zu betonen, dass wir strikt gegen jegliche Form von Fremdenfeindlichkeit, Rechtsextremismus oder Rassismus sind“, zitierte gestern der Werbe-Branchendienst W&V eine Stellungnahme des italienischen Süßwarenherstellers Ferrero. Und weiter heißt es: „Ferrero distanziert sich klar von derartigen Vorwürfen. Bei der aktuellen Werbung handelt es sich um die Darstellung einer Produktvariation von Ferrero Küsschen mit weißer Schokolade. Alle Aussagen beziehen sich demnach einzig auf die weiße Schokolade – selbstverständlich ohne fremdenfeindlichen Hintergedanken…
Wir bedauern, wenn es bei dieser Werbung zu Missverständnissen gekommen ist und die Produktbotschaft anders aufgefasst wurde.“

Was hat der Schokoladen-Konzern, der ja nicht das erste Mal in das Fettnäpfchen politischer Unkorrektheit  getreten ist, denn nun wieder angestellt?

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