Schlagwort-Archive: PR

„Heute ist Weltmilchtag“ – Aus dem Tagebuch eines kleinen PR-Mannes am Rande des Wahnsinns

Geitenmelk

Heute ist Weltmilchtag. Das muss man nicht wissen. Oder aber doch, wenn man sich als PR-Handwerker darauf spezialisiert hat Anlässe zu finden, um Menschen und Unternehmen ins medial vermittelte Gespräch zu bringen. Und inzwischen funktionieren Statements nach dem Vorbild “Peter Mustermann zum heutigen Tag des Schlafes” so hervorragend im Sinne der nachhaltigen und zuverlässigen Clipping-Produktion, dass dieses Instrument in der modernen PR-Maschinerie nur noch von der Veröffentlichung selbstgemachter Umfragen getoppt wird. Ich weiß, von was ich rede.

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Was dürfen PR-Agenturen in der PR 2.0?

pr 20 begriffs cloud

Der Streit ist so alt, wie das Internet: was dürfen PR-Agenturen in der Online-PR?

Bislang haben wir von vibrio uns da immer extrem zurückgehalten: wir haben uns noch nicht mal als Ghostwriter für unsere Kunden betätigt. Während es gang und gäbe ist, dass wir für die Geschäftsführer unserer Kunden Vorträge und Namensartikel für große Tageszeitungen schreiben, haben wir für die Blogs unserer Kunden bislang ausschließlich Themenrecherche angeboten. Bloggen mussten die Leute dann schon selbst – abgesehen von einigen wenigen Postings, die ich unter eigenem Namen ab und an in den virtuellen Raum meiner Kunden stelle. Das wird sich ändern:

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Storytelling – Was ist das eigentlich? Eine Geschichte über das Geschichtenerzählen!

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Inzwischen behauptet wohl jede zweite PR-Agentur, sie betreibe „Storytelling“. Und keiner weiß, was eigentlich gemeint ist, mit dieser Wortsau, die da gerade durchs Dorf getrieben wird. Ich will hier einmal versuchen Storytelling als Ansatz in der Unternehmenskommunikation ganz im Stil des Storytellings zu erklären: mit einer kleinen Geschichte, die auch noch den Vorteil hat, fast ganz wahr zu sein …

Nehmen wir einmal an, es ist Donnerstagabend. Ein Journalist eines bekannten deutschen Nachrichtenmagazins konfrontiert den freundlichen PR-Mann aus der kleinen Agentur am Rande der Stadt [Sorry Herr Knüwer, aber das Bild ist einfach zu schön, um nicht geklaut zu werden …] mit der Frage:

„Sagen Sie mal: der Herr „B“, der ist doch jetzt Geschäftsführer bei Ihrem Kunden „F“. Wir oft hat der eigentlich schon bei anderen Unternehmen Insolvenz anmelden müssen?“

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In jeder sechsten PR-Agentur wird getwittert – dabei ist Twitter eigentlich v.a. ein persönliches Medium

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Laut aktuellem PR-Trendmonitor von news aktuell wird inzwischen in jeder sechsten PR-Agentur getwittert. Das sind immerhin 16,2 Prozent, während nur 10,8 Prozent der Unternehmenspressestellen zwitschern. Immerhin 35 Prozent der Agenturen halten Twitter als eine „für die PR ernstzunehmende neue Kommunikationsform“. Ob es sich bei den hier aufgezählten Twitter-Accounts um Corporate Accounts oder um persönliche Accounts von Mitarbeitern handelt, lässt die Studie leider offen.

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Ist systematische Pressearbeit verwerflich?

Gibt es eigentlich Black Hat Pressearbeit?

Als alter Suchmaschinist habe ich oft, zum Verständnis bei Vorträgen, eine Analogie zwischen Suchmaschinenoptimierung und PR Arbeit  gezogen.

Grundsätzlich: Für mich gibt es zwischen Suchmaschinenoptimierung und PR viele Parallelen. Man definiert welches relevante Suchbegriffe sind (Auswahl der Zielmedien), bereitet gute und strukturierte Inhalte auf (Pressetexte und Hintergrundinformationen). Die Suchmaschinen (Redakteure) beurteilen wie relevant die Inhalte für Nutzer sind und definieren die Position innerhalb der Suchergebnisseiten (Die Top Position bei Google entspricht bei dieser Analogie der Titelseite einer Zielpublikation).

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angie allein im web?

der jugend- und online-ableger der süddeutschen zeitung jetzt.de bringt ein interview mit markus beckedahl von re-publica zu dessen studie über politiker im web 2.0.  die ergebnisse der untersuchung sind nicht überraschend: deutsche politiker scheuen das soziale netz wie  ministranten katholische priester.

„In den USA hat Barack Obama über eine Million Unterstützer bei Facebook. In Deutschland haben wir von Angela Merkel ein Profil bei Facebook gefunden, sonst aber von so gut wie keinem Politiker in einem sozialen Netzwerk“  (beckedahl). deutsche parteien investierten noch zu wenig in online-wahlkämpfe, so der deutsche online-politik-papst.

aber liegt das nur an der unfähigkeit der pr- und marketingprofis hinter unseren politikern? daran, dass die moritz hunzingers ihren kunden zwar die anzüge kaufen, aber kein blog einrichten?
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