Schlagwort-Archive: Peter Sloterdijk

Ein Clown ist ein Clown ist ein Clown…

Wenn einer Witze über Witzfiguren macht und selbige beim Namen nennt, muss das noch lange nicht für alle komisch sein.

Auch ein Chagall Clown ist ein Clown ist ein Clown.

Diese Erfahrung macht gerade der SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück, der in einem Interview gesagt hatte: „Bis zu einem gewissen Grad bin ich entsetzt, dass zwei Clowns gewonnen haben“. Damit bezog er sich auf den Ausgang der Wahlen in Italien und auf die beiden Wahlsieger Silvio Berlusconi und Beppe Grillo.
Prompt zog sich der Politiker nicht nur die Rüge der regierenden Koalitionäre aus CDU und FDP zu. Die nämlich nennen Steinbrück eine Axt im Walde. Und sie fürchten, dass der Kanzlerkandidat damit dem Ansehen des Landes bei seinen italienischen Nachbarn erheblich geschadet hat. Damit nicht genug. Verschnupft zeigt sich auch der italienische Präsident Girogio Napolitano, der kurzerhand ein Abendessen mit Steinbrück während seines Deutschlandbesuchs abgesagt hat. So zu lesen auf Spiegel Online .
Die Achse Berlin-Rom zeigt sich mal wieder von seiner glänzenden Seite – das gegenseitige Beleidigtsein hat schließlich beste Tradition. Erinnert Sie das an was? Weiterlesen

Zwischen Bhagwan und Autowahn

Das Elend des Philosophen

Friedrich Nietzsche hatte sein Leben lang ein gesundes Misstrauen gegen fest angestellte Philosophen, vom Staat bezahlte Denker, Professoren, die sich den Luxus von Wortspielereien und ein materiell sorgloses Leben auf unkündbaren Lehrstühlen leisten konnten. Einer von diesen heißt in der Gegenwart Peter Sloterdijk. Er hat sich zu einer Art philosophischem Popstar entwickelt, mit eigener Fernsehsendung und alle Jahre wieder einer mehr oder minder umfangreichen Buchveröffentlichung. Früher hing er mal dem Bhagwan an und reiste ins indische Poona, um den Ashram in Augenschein zu nehmen und die sexuelle Befreiung zu begutachten (oder zu erfahren). Nietzsche hat er auch gelesen und darüber geschrieben. Naja, spricht wirklich nicht gegen ihn, und wenn Universitäten für folgenloses Wörterjonglieren auch noch Geld ausgeben … Wer wollte es ihm verdenken, wenn er es sich überweisen lässt und sich heimlich ins Fäustchen lacht.

Nun hat er also ein neues Werk herausgebracht, und ich nehme es zum Anlass, wie der Igel dem Hasen zuzurufen: Ich war zuerst da. Weiterlesen