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Ein Spionagethriller als Tatsachenroman

Gänsehaut gratis

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Spätestens seit Edward Snowdon und seinen NSA-Enthüllungen dürfte auch dem Letzten klar sein, dass in der vernetzten Welt neuartige Gefahren lauern. Dass man unsere Handys abhört oder uns beim Surfen über die Schulter schaut, wussten wir eigentlich schon vorher. Aber getan haben wir nichts, außer den Kopf in den Sand setzen.

Ich habe an anderer Stelle schon meine Sicht der Dinge in Sachen Big Data dargestellt: Solange ein Wirtschaftsunternehmen Informationen über mich sammelt, um mich besser bedienen zu können, finde ich das in Ordnung. Mit Dingen erfreut werden, die ich sowieso will und mich nicht mehr mit Angeboten zu belästigen, die ich nicht haben will, ist prinzipiell in Ordnung. Das ist nicht Big Brother, das ist allenfalls Little Brother, wie der „Economist“ unlängst schrieb. Oder anders ausgedrückt: Es ist das, was ein Tante Emma-Laden früher so erfolgreich machte: Die Ladenbesitzerin kannte mich und wusste, wann ich was will. Sie konnte mir aber auch sagen: „Lieber Herr Cole, wir haben etwas Neues hereinbekommen, und das wird Ihnen schmecken!“

Marktwirtschaft ist die beste Form des Datenschutzes, denn wenn ein Unternehmen meine Daten so verwendet, dass mir ein Schaden daraus entsteht, habe ich als Kunde ein Machtmittel in der Hand: Der Entzug der Kundenbeziehung. Und das tut richtig weh… Weiterlesen