Schlagwort-Archive: Mobilmensch

Alle reden von Chrome …

… nur hier herrscht großes Schweigen im Wald. Ich glaube es nicht. Tim, hat es Dir die Sprache verschlagen? Auch ich habe mich auf meinem Blog bereits dazu geäußert,  möchte aber hier die Diskussion darüber entfachen. Deshalb einige (vorläufige) Thesen zu Chrome:

1. Chrome ist ein „moderner“ Browser wie viele andere auch, der mehr kann als nur Webseiten darstellen. Chrome ist vielmehr eine Software zur Verarbeitung von in Webseiten enthaltenen Applikationen – und damit ein weiterer Schritt zu einem webbasierten „Betriebssystem“ …

2. Chrome zeigt damit, dass das Zeitalter der verschiedenen (PC-) Betriebssysteme sich langsam dem Ende zuneigt, das OS jedenfalls kein marktrelevantes „Differenzierungsmerkmal“ mehr darstellt.

3. Chrome zeigt (einmal mehr), dass Google keine Design-Company, nicht einmal design-orientiert ist und niemals einen Design-Preis gewinnen wird, sondern ein immer noch technologiegetriebenes Software-Unternehmen darstellt.

4. Chrome zeigt auch, dass Google weder die Welt- noch die Webherrschaft zu übernehmen droht, sondern den Wettbewerb im Web befördert: Die Nutzer haben die Wahl.

5. Chrome liefert das „Blueprint“ für das Web-Interface von „Android“, Googles offenes Betriebssystem für mobile Endgeräte, wird also für noch mehr Wettbewerb im „Mobilen Web“ sorgen.

Wir, die Techno-Beduinen

Wireless-Technologie und „always on“ Internet werden die Art und Weise verändern, wie wir arbeiten, leben, lieben und uns selber sehen: 10 Thesen zum Thema „Der Mobilmensch“

1. Der „Road Warrior“ von gestern war wie ein Astronaut, der seinen eigenen Sauerstoff mit sich führen musste. Statt ihn zu befreien, hat ihn das Gewicht seiner mitgeschleppten „Gadgets“ – Laptop, PDA, Mobiltelefon – gefesselt. Der Techno-Beduine trägt sein Wasser nicht mit, weil er weiß, wo er eine Oase findet.

2. Diese neue Freiheit verändert alles: Der Online-Nomade findet immer eine Möglichkeit, sich einzuwählen. Als echter Mobilmensch hat ein anderes Verhältnis zu Zeit, Ort und zu anderen Menschen als sein stationärer Zeitgenosse. Mobilität verändert nicht nur unser Verhalten, es verändert auch unsere Sprache – und damit unser Denken.

3. Während stationäre Menschen immer mehr Papier produzieren, reist der Techno-Beduine stets mit leichtem Gepäck. Er druckt nichts mehr aus, sondern speichert wichtige Dokumente entweder auf seinem mobilen Gerät oder auf einem Server daheim oder in der Firma. Für ihn ist das papierlose Büro heute schon längst selbstverständlich.
Weiterlesen