Schlagwort-Archive: Informationsfreiheit

Das Loch im Eimer namens Datenschutz

Zuerst war noch die Rede von einigen Tausend Datensätzen: Personen- wie auch Konto-Daten, die auf einer CD in Umlauf gebracht wurden. Dann sollten es, nach einem „Scheinkauf“ durch Datenschützer schon Millionen sein, und nun melden FTD wie Spiegel Online in fast gleich lautenden Artikeln und unter Berufung auf die Süddeutsche Zeitung, dass die Daten der gesamten Bevölkerung Deutschlands, genauer die von ca. „20 Millionen Haushalten“ in Deutschland im Umlauf und käuflich für Marketing- und andere Zwecke zu erwerben seien. Weiterlesen

Böse! Olympia, China und das Internet …

(c) Ammer in Wiener Zeitung / CWS/Cartoon Arts International

(c) Ammer in Wiener Zeitung / CWS/Cartoon Arts International

Chinas Weigerung die „Great Chinese Firewall“ wenn schon nicht einzureißen, dann doch wenigstens für die (Olympischen) Spiele(r) ein wenig zu öffnen, beherrschte den wochenendlichen Blätterwald wie das TV-Programm und so gut wie alle medienaffinen Websites und Blogs. Daher stellvertretend hier nur ein Link auf den entsprechenden Artikel bei Spiegel Online. Und angesichts der globalen Aufregung fragt man sich unwillkürlich: Ja, was habt Ihr denn gedacht, wehrte Kollegen?
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Steve Jobs und das Recht auf Information

Okay, für einen, dessen Verhältnis zu Apple erklärtermaßen zerrüttet ist (siehe meinen Kommentar auf den Czyslansky-Blog von Christoph Witte vom 8. Juli („Springer kauft Apple-Geist„), beschäftigt mich die causa Steve Jobs im Moment vielleicht etwas übermäßig, aber was da gerade abgeht ist einfach zu faszinierend, als dass ich stillhalten könnte.

Vorgestern habe ich („Wie ein Arschloch Apples Börsenkurs runterzieht„) über Steves langes Schweigen zum Thema Krebs und die Folgen für Apples Marktwert gebloggt. Mein Punkt war, dass der Gesundheitszustand eines so exponierten Menschen wie Jobs keineswegs seine Privatsache ist, weil es unmittelbaren Einfluss auf den Aktienkurs des Unternehmens hat. Das glaubt auch der berühmte Wirtschaftskolumnist Joe Nocera, der das Thema heute in der New York Times noch mal aufgreift („Apple’s Cult of Secrecy„). „Jobs hat mehr Wert geschaffen und mehr Innovation angetrieben als irgendein anderer in der Branche“, sagt Nocera. Seiner Meinung nach wäre Apple sogar börsenrechtlich verpflichtet, den Anlegern eine Verschlechterung im Gesundheitszustand des CEOs zu melden, und zwar gleich aus drei Gründen:
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