Schlagwort-Archive: Focus Online

Unsa Mutta… imma korrekt

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Reden wie bei Muttan… Weil’s besser ist.

Unsa Mutta – imma korrekt. Muss ich getz aba ma sagen! Hättze nich gedacht, oda?

Falls Sie jetzt denken, der Autor redet wirr: Keineswegs, der schreibt eben ausnahmsweise mal so, wie man in seiner Heimat redet. So sprach damals im Ruhrpott und an dessen Peripherie, als ich Kind war. Und heute ist das wohl auch nicht anders.
„Ey! Hömma! Alta! Watt is’n daran voll korrekt. Und watt geht mich dat an?“
Es geht – und damit las sich mal die Katze aus dem Sack – um die Wortendung.  Das Schluss „-er“ vieler Wörter, so sieht man es im Beispiel oben –  wird in dieser Region Deutschlands durch ein „-a“ ersetzt. Einfach so. Das spricht sich einfacher, das spricht sich schneller – Entschuldigung: Is einfacha. Is schnella. Mutta statt Mutter, Vatta statt Vater, Alta statt Alter und so weiter.
Ergo hat man daheim Drucka und Computa, in der Küche Messa und Tella und einen  Wäschetrockna im Kella. Is klar, oda?
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Journalismus aus dem Automaten

…und immer an den Nutzer denken!

Ich habe die Zukunft des Journalismus gesehen, und mir graut vor ihr.

Jürgen Schlott ist ein netter, freundlicher Mann, der sich „Direktor Marketing“ bei Focus Online nennt, dem „führenden deutschsprachigen Nachrichten- und Nutzwertportal“, wie es auf der Impressumseite heißt. In Düsseldorf auf der „Conversion Conference“ hat er einen Vortrag gehalten mit dem Thema „userzentriertes Arbeiten bei Focus Online.“ Und ich habe ihn dort gefragt: „Sollte das nicht besser ‚leserzentriertes Arbeiten‘ heißen?“ Er hat den Kopf geschüttelt. „Leser gibt es bei uns nicht. Das Wort steht bei uns auf dem Index.“

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