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Der „Akademischen Titel zurückgebe Flashmob“

Auf das Phänomen des „Akademischen Titel zurückgebe Flashmobs“ bin ich durch einen Facebookeintrag eines Freundes aufmerksam geworden.

Peter Bockelbrink: Im Zuge der öffentlichen Guttenberg Diskussion habe ich mich entschlossen, meinen akademischen Grad des Dipl. Betriebswirt (FH) an die FH München zurück zu geben. Nicht dass ich etwa hier ein proaktives Schuldeingeständnis begehe, sondern ganz einfach nur, um nicht die komplette Arbeit redigieren zu müssen

Was bringt einen braven deutschen Akademiker dazu in einem selbstlosen Akt der Solidarität mit dem gescholtenen Verteidigungsminister, seine Titel freiwillig zurückzugeben? In einem eilig einberufenen Telefoninterview erklärte er mir seine Abscheu vor dieser Hexenjagd gegen Guttenberg und seinem Wunsch ein Zeichen zu setzen.

Ich wollte mich natürlich auch sofort anschliessen, habe aber blöderweise gar keine akademischen Titel …

Also was tun? Ich könnte zum Beispiel ungefähr 95% meiner Mathematik- und Latein-Vierer zurückgeben, die ich nur dadurch bekommen habe, weil ich meinen Banknachbarn nicht angemessen zitiert hatte. Genau genommen habe ich während meiner gesamte Schulzeit ausser in Sport und Kunst immer nur Plagiate fabriziert, ohne die Quelle ausreichend angegeben zu haben … Sollte ich mein Abitur zurück geben? Aber das will vermutlich gar keiner haben, so schlecht wie es war.

Ach ja und mein Seepferdchen, da hatte ich auch „vergessen“ den Beckenrand bei Meter 5 als Hilfsquelle anzugeben, das werde ich ab sofort auch nicht mehr im Namen führen.

Also liebe Akademiker, Abiturienten, Freischwimmer, Führerschein-Inhaber – Wer auch zu den Abschreibern und Schummlern zählt: Weg mit den Titeln und Scheinen, denn nur wer ohne Schuld ist, kann Steine werfen …

Die Twitter-Revolution

Twitter rief, und alle, alle kamen...

Der Volksaufstand in Moldawien, bei dem das Parlamentsgebäude angezündet wurde, war ein Flashmob, der per Twitter organisiert worden ist.

Laut New York Times hatten Vertreter zweier Jugendbewegungen, „Hyde Park“ und „ThinkMoldova“, einen eigenen Twitter-Tag eingerichtet und zu einer spontanen Demonstration „Ich bin kein Kommunist“ aufgerufen. Innerhalb weniger Stunden strömten daraufhin am Montag dieser Woche mehr als 15.000 Jugendliche im Zentrum der Hauptstadt Chisinau zusammen. Weiterlesen