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Hagen… wo sonst?

Hagen – das ist eine Stadt mit knapp 200.000 Einwohnern. Eingeklemmt zwischen Dortmund im Norden und dem Sauerland im Süden, einst irgendwie ein wenig zum Ruhrgebiet gehörend und irgendwie dann doch wieder nicht.
Diese Stadt muss man nicht kennen, wenn man nur weit genug weg wohnt. Ich kenne sie trotzdem, ich bin da geboren. Das macht das Tor zum Sauerland, wie Hagen sich gern selbst bezeichnet, nicht besser oder schlechter.
In Hagen geht’s zu wie überall in vergleichbaren Städten, hier eine Schlägerei, dort eine Randale mit Betrunken im Ortsteil Altenhagen. Ein toter Hundewelpe, der vom Dach fällt, ein 17Jähriger, der mit einem Baseballschläger ein Auto zertrümmert, Dachstuhlbrände, Diebstahl und Blitzmarathon.

Das alles und noch viel mehr beschäftigt und twittert die Hagener Polizei seit Februar 2015. Seit dieser Zeit ist die Dienststelle in den sozialen Netzen Twitter und Facebook unterwegs. Das schafft Bürgernähe und Transparenz. Immerhin knapp über 170 Follower haben die Beamten mittlerweile… Leute, die sich aus erster Hand über die Verbrechensbekämpfung und die Maßnahmen für Sicherheit und Ordnung zwischen Lenne und Volme informieren wollen. Und ich schau auch ganz gern mal in den Account, das gebe ich zu.
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Digitale Zwickmühle

Neulich habe ich mir wieder den wunderbar skurrilen Film „Catch 22“ von Mike Nichols angeschaut, in dem ein amerikanischer Armeeflieger im Zweiten Weltkrieg in die Zwickmühle der Militärbürokratie gerät und schließlich auch ihr Opfer wird. Er hat bei jedem neuen immer größere Todesangst und möchte nach Hause. Der Truppenarzt hält ihn inzwischen für verrückt, was ein Grund wäre, ihn fluguntauglich zu schreiben. Dazu müsste er aber einen Antrag einreichen. Wer gesund genug ist, einen Antrag zu schreiben, kann aber nicht verrückt sein und muss weiterfliegen.

Daran musste ich heute Morgen denken, als mir eine Schreiben in die Mehlbox flatterte, in dem ich aufgefordert werde, die Petition „Handelsgesetzbuch – Festsetzung von Ordnungsgeld“ zu unterstützen, die gerade im Bundestag anhängig ist. Online-Petitionen können seit September 2005 auf der Website des Bundestags eingereicht und in einem Forum öffentlich diskutiert werden. Wenn mindestens 50.000 Bürgerinnen und Bürger die Bitte oder Beschwerde innerhalb von drei Wochen elektronisch unterzeichnet haben, gilt sie als angenommen und wird an den Petitionsausschuss des Bundestags zur Behandlung weitergeleitet. Die öffentlichen Sitzungen des Petitionsausschusses werden im Parlamentsfernsehen übertragen und können im Internet als Video-on-Demand auf der Webseite des Bundestages abgerufen werden.

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