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Manchmal ist es nur erbärmlich…

Eine Frage:erbaermlich

Finden Sie das witzig?
Falls Sie darüber lachen können, dann sind Sie in der Facebook-Gruppe Mein Niveau ist tiefer als der Marianengraben 8.0. richtig. Hier aber vielleicht nicht.

Falls Sie das auch nicht witzig finden, vielleicht sogar nicht nur niveau-, sondern auch geschmacklos,  dann treten Sie dieser Gruppe besser nicht bei. Denn in dieser Gruppe erwartet Sie nur solch „Humor“… und rechtes Gedankengut.
Falls Sie darüber hinaus der Meinung sind, das verstößt gegen die guten Sitten und Gebräuche, sei vielleicht sogar rassistisch, fremdenfeindlich, menschenverachtend… dann sind sie in bester Gsellschaft.
Viele sehen das so, nur einer nicht: Weiterlesen

… und raus bist Du!

Ob das Rote Kreuz, der Arbeitersamariterbund oder Porsche in Wels/Österreich: Die Fälle mehren sich, in denen Unternehmen ihre Mitarbeiter vor die Tür setzen, wenn diese in der Öffentlichkeit Hassbotschaften verbreiten.
Der Mechanismus ist dabei meist der Selbe. Zunächst postet ein Mensch unverhohlen seine meist gegen Flüchtlinge und Asylsuchende seine Hassbotschaften.
Bei Facebook gepostet…und raus bist du

Der Arbeitgeber war not amused:
hass2 Im Fall des Lehrlings von Porsche in Österreich war es ein Kommentar unter einem Bericht über die Feldkirchener Feuerwehr. Als diese nämlich angesichts der großen Hitze mit einem Löschfahrzeug für eine gehörige Abkühlung sorgte, war die Freude der Kinder groß.
Besagter Lehrling aber empfahl, so war es in der Presse zu lesen, statt Wasserdusche den Flammenwerfer zu nehmen. Weiterlesen

Ich habe ein schlechtes Gefühl…

… und lache trotzdem – gemeinsam mit etwa 13.000 anderen Menschen. So viele Fans hat nämlich die Facebook-Seite Auslenda nehmn uns der Bildunk weg. Wir haben unseren Spaß, auch wenn uns das Lachen manchmal im Halse stecken bleibt. Manchmal lachen wir über Axel:

gefuhl1

Oder über Conny und Manfred Ulrich: Weiterlesen

Keiner versteht mich

Freund Hans Dieter macht mich via Facebook über eine Peinlichkeit in der Sächsischen Zeitung aufmerksam. Unter der Überschrift Schwere Echsen ziehen durch den Zoo berichtet die Zeitung über den Einzug von Riesenschildkröten in den Dresdner Zoo:
sachsen
Nun weiß jeder Vollblut-Klugscheißer, dass Leguane, Warane, Anoles, Gürtelschweife, Agamen, Eidechsen, Schleichen, Geckos, Skinke usw. zwar Echsen sind, Schildkröten aber eben nicht. Entsprechend amüsieren sich Reptilienliebhaber, Herpetologen und Terrarianer auf Facebook über diese Meldung… allen voran natürlich die Schilkrötenfreaks. Für alle anderen hier ein Crash-Kurs:

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Hagen… wo sonst?

Hagen – das ist eine Stadt mit knapp 200.000 Einwohnern. Eingeklemmt zwischen Dortmund im Norden und dem Sauerland im Süden, einst irgendwie ein wenig zum Ruhrgebiet gehörend und irgendwie dann doch wieder nicht.
Diese Stadt muss man nicht kennen, wenn man nur weit genug weg wohnt. Ich kenne sie trotzdem, ich bin da geboren. Das macht das Tor zum Sauerland, wie Hagen sich gern selbst bezeichnet, nicht besser oder schlechter.
In Hagen geht’s zu wie überall in vergleichbaren Städten, hier eine Schlägerei, dort eine Randale mit Betrunken im Ortsteil Altenhagen. Ein toter Hundewelpe, der vom Dach fällt, ein 17Jähriger, der mit einem Baseballschläger ein Auto zertrümmert, Dachstuhlbrände, Diebstahl und Blitzmarathon.

Das alles und noch viel mehr beschäftigt und twittert die Hagener Polizei seit Februar 2015. Seit dieser Zeit ist die Dienststelle in den sozialen Netzen Twitter und Facebook unterwegs. Das schafft Bürgernähe und Transparenz. Immerhin knapp über 170 Follower haben die Beamten mittlerweile… Leute, die sich aus erster Hand über die Verbrechensbekämpfung und die Maßnahmen für Sicherheit und Ordnung zwischen Lenne und Volme informieren wollen. Und ich schau auch ganz gern mal in den Account, das gebe ich zu.
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Eine Granate namens Hitler wirkt immer – (Netiquette2015.beta #06)

keep-calm-and-follow-netiquetteDies ist der sechste Text unserer kleinen Serie zum Thema Nett im Netz. Weitere Beiträge folgen in loser Reihenfolge. Eine Übersicht über die erschienenen Beiträge finden Sie jeweils am Ende des Textes.

 

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So eine kleine Revolution ab und zu ist eine gesunde Sache, finden Sie nicht?
ramius1
Irgendwie erinnere ich mich an diese legendäre Erkenntnis des U-Boot-Kommnndanten Marko , als ich mit meinem Czyslansky-Freund Alex telefoniere. Ramius hat Recht. Alex allerdings auch. Der nämlich proklamiert, dass hin und wieder eine Handgranate in einer Forendiskussion oder Facebook-Gruppe auch eine gesunder Sache wäre: „Einfach mal eine Handgranate in die Diskussion werfen, Kaffee holen, sich zurücklehnen und schauen, was passiert.“ Dann erzählt er mir, dass er in einem Tabakforum eine solche Granate gezündet hat, als er sich über die dogmatisch-besserwisserische Klugscheißerei der Diskutanten aufgeregt hat. Beste Erfahrungen, so sein Post, hätte er damit gemacht, gebrauchte Pfeifenreiniger in der Spülmaschine zu säubern. Die Ironie hätte nicht jeder verstanden, es habe genug gegeben, die das für bare Münze genommen haben.

bombenstimmung2Auch ich kenne solche Diskussionen, die in Themenforen und mittlerweile auch zahlreichen Facebook-Foren geführt werden. Und überall verläuft es gleich. Es gibt die Empörungs- und Erregungsmaschinisten, die gefühlsduselig gleich („OMG“) stöhnen, vor allem in Tierforen, wenn eine gequälte Kreatur gezeigt wird. Es gibt die Rufer nach dem starken Staat („Warum tun Behörde/Stadt/Gemeinde/Staat… nichts. Man müsste die anzeigen…“), die aber selbst nie aktiv werden. Es gibt die, die niemals aufhören, die provozieren. Es gibt die Ironiker und Zyniker, die selten verstanden werden, die intellektuell Erhabenen, die sich auch so aufführen und es gibt die störrischen Dogmatiker, die Klugscheißer, die trotzigen Besserwisser, die immer aggressiver werden, je mehr man auf ihre Ratschläge und Empfehlungen nicht hören will. Da fallen dann Beschimpfungen wie „beratungsrestsitenter Anfänger“ bis hin zu „Ernährungsfaschist“, als es mal wieder ums Essen ging und ein überzeugter Vertreter der veganen Küche seinen feuer- und schwertmissionarischen Eifer nicht im Griff hatte. Und schon sind wir bei den „Radlnazis“, den „Tierschutzfaschos“  oder dem „Political-Correctness-Diktator“, den „Tugendterroristen“ oder, oder, oder… Von Netiquette keine Spur, von Beachtung der oft aufgestellten Foren- oder Facebookgruppenbenutzerregeln ebenfalls nicht. Es ist eine wahre Freude, zuzuschauen, wie sich erwachsene Menschen verbal an die Gurgel gehen, Tiefschläge austeilen, zutiefst beleidigen oder beleidigt werden. Oder auch nicht! Weiterlesen

Leib und Seele

Es ist nicht das erste Mal, dass ich mich über die skurrilen Werbeanzeigen, die Facebook mir auf die Pinwand setzt, wundere. Nach wie vor unerreicht ist das Angebot für Fichtensalbe für eingewachsene Fußnägel. Damals, im vergangenen Oktober, fühlte ich mich veranlasst, auf dieser Seite etwas dazu zu veröffentlichen.

Ich fand diese Werbung einigermaßen daneben, wie auch die Werbung für die Best Ager Plattform Genderbook.

Natürlich weiß ich, wie Facebook diese SponsorAds platziert, um diese möglichst zielgruppenaffin an den Mann zu bringen. Zum Einen sind es meine eigenen Aktivitäten und Interessen sowie meine persönlichen Angaben, die den Facebook-Rechnern sagen, welche Werbung bei mir eingespielt werden soll. Aber nicht nur: Auch das, was meine Freunde tun (vor allem die, mit denen ich interagiere), trägt dazu bei, mich mit dem zu umwerben, was mein soziales Umfeld tut, interessiert oder konsumiert. Weiterlesen

Sogar bei alten Omas…

Es ist immer gut, jemanden im Bekanntenkreis zu haben, der fließend schwedisch spricht – nicht nur, wenn manbei Ikea Möbel kauft.Kollegin Marie schätze ich sehr. Heute aber ist sie mir als gebürtige Schwedin eine besondere Stütze. Denn sie verrät mir, dass Snoppen der Pimmel und Snippan die Scheide ist.

Nicht, dass es mich besonders interessieren würde, was diese beiden Genitalwörter auf schwedisch bedeuten. Es ist eher andersherum. Ein schwedisches Video macht seit einigen Tagen Furore im Netz. Es zeigt einen tanzenden Snoppen und eine tanzende Snippan.


Der Clip gehörte zur TV Show Bacillakuten auf dem schwedischen öffentlichen-rechtlichen Sender SVT Brankanalen, einem Kinderkanal. Weiterlesen

Macht das Internet wieder auf!

Geschlossene Gesellschaft

Geschlossene Gesellschaft

Das Internet hat die Welt verändert, aber Apps verändern das Internet. Mehr als die Hälfte aller Internet-User geht heute mit Hilfe eines Smartphones oder eines Tablets online, und sie benutzen dazu Apps, also kleine Mini-Programme, die nur für einen ganz bestimmten Zweck geschaffen worden sind, beispielsweise ein Flugticket zu buchen, ein Spiel zu spielen oder sich ins Social Web einzuloggen.

Aus dem offenen, kreuz und quer verlinkten World Wide Web, das sich sein Erfinder Tim Berners-Lee als ein „semantisches“ Netzwerk vorgestellt hat, also eines, das sich jedem erschließt und Kontext schafft, ist längst eine Ansammlung kontrollierter Biotope geworden. Wenn das Web ein Dschungel ist, dann sind Apps kleine, spießige Schrebergärten mit hohen Zäunen drum herum, damit ja keiner von außen reinschauen kann. Das entspricht ganz den Interessen der Anbieter, die sich schon immer daran gestört haben, dass Kunden im Internet ganz schnell weg sind, wenn ihnen irgendwas nicht passt. Ein App-User ist ein Gefangener, und die App ist seine Einzelzelle.

Insofern ist die „App Economy“, wie sie der Offenbacher Prof. Wolfgang Henseler beschreibt, kulturell und gesellschaftlich ein klarer Rückschritt. Weiterlesen

Gedankenhehlerei Teil 3 – es ist noch nicht vorbei

So schnell kann es gehen. Das Buch „Ich brauche einen neuen Wecker. Meiner klingelt immer, während ich schlafe: Sprüche, die dir den Tag retten“ ist, kaum veröffentlicht, schon wieder vom Markt verschwunden.
Es geht – Sie erinnern sich – um 140 Tweets, die die Plattform MadeMyDay zunächst von Twiter zusamengeklaubt und dann im Riva-Verlag als amüsantes Büchlein veröffentlicht hat. Unter Nichtbeachtung irgendeines Urheberrechts, denn – so der Anwalt des Autoren – bei Tweets gelte selbiges nicht, hier sei keine Schöpfungshöhe erreicht. Twitter-Deutschland war stinkwütend und empört.
6 Tage später, unzählige unter dem Hashtag #madebytwitter veröffentlichte Tweets und mehrere Dutzend Blogeinträge später, hat der Verlag nun die Ausgaben vom Markt genommen. Auch auf Czyslansky war zu dem Thema zu lesen: Unter dem Titel Klauen… umbauen.. verkaufen. Hehlerei? habe ich zum Wochenanfang einen erste Artikel veröffentlicht, am 17.12. folgte die Fortsetzung Gedankenhehlerei Teil 2. Es darf spekulierr werden. Weiterlesen