Schlagwort-Archive: eReputation

Ehrenmann 2.0

Nachdem sich so ziemlich jeder zur Causa Hoeneß zu Wort gemeldet hat, bin ich wohl jetzt dran. Für mich ist klar: Der Mann ist ein Verbrecher und wandert zu Recht für dreieinhalb Jahre hinter Gittern.

Aber andererseits: Der Mann ist ein Vorbild für uns alle, vor allem aber für die Jugend. Oder er war es jedenfalls mal, bis ihn der Spieltrieb packte. Der Rest ist bekannt.

Die Frage, die mich beschäftigt ist aber eine andere, nämlich: Warum hat er auf Rechtsmittel verzichtet und sich sozusagen in vorauseilendem Gehorsam zum Strafantritt angemeldet? Ich bin ja Berufszyniker, und ich unterstelle Menschen wie ihm, die sich bis an die Spitze von Politik, Wirtschaft oder eben auch von Sport emporgewurschtelt haben, dass sie es vor allem mit den Ellenbogen geschafft haben, also über eine gehörige Portion Rücksichtslosigkeit und Eigennutz verfügen. Da passt eine solche Geste so gar nicht ins Bild, oder? Weiterlesen

Zehn Werkzeuge für Online-Monitoring und Reputationsmanagement

keinermagmich

Online Monitoring kann und sollte heute jedes Unternehmen und jeder Manager betreiben. Wer sich selbst die Arbeit nicht antun will, der kann hier auch auf Agenturen wie vibrio zurückgreifen, die mit kommerziellen und professionellen Werkzeugen auch Deep Web-Analysen und komplexe Reportings anbieten. Zahlreiche einfach zu bedienende Werkzeuge für das Online Monitoring sind aber auch kostenlos im Web erhältlich. Es spricht also nichts dagegen, hier erste eigene Erfahrungen zu sammeln. Im Folgenden habe ich zehn Tools, die ich selbst guten Gewissens empfehlen kann, in einer kleinen Übersicht zusammengestellt:

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Willkommen Dr. Meg, oder: Brauchen Kids eine Web-Aufsicht?

Im Social Web gibt es bekanntlich kaum noch echte Tabus. Da fallen bei Facebook oder MySpace auch die letzten Hüllen, brüsten sich Jugendliche ihrer letzten Saufgelagen oder outen sich schon fast nebenbei als Schwul, Bi, Hetero oder Autoerotiker. Das ist alles ganz lustig und beweist angeblich, dass es im Internet-Zeitalter aufgeklärter und neurosenfreier zugeht als früher. Oder auch nicht, aber das wäre vielleicht Thema eines anderen Blogbeitrags.

Hier geht es um die vielleicht etwas moralinsaure Frage: Dürfen Eltern und andere Aufsichtspersonen wie Lehrer oder Erzieher eigentlich die Profile ihrer minderjährigen Schutzbefohlenen in den verschiedenen sozialen Netzwerken überwachen und notfalls korrigierend eingereifen? Müssen sie das nicht vielleicht sogar tun, wenn sie sich nicht dem Vorwurf der Verletzung der Aufsichtspflicht aussetzen wollen?

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