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eGovernment vor dem Aus?

Alle Räder stehen still, weil die Teetrinker-Partei das will
Alle Räder stehen still, weil die Teetrinker-Partei das will

Der fiskale Wahnsinn der „Teapotties“ in Amerika hat auch im Interet schon seinen Niederschlag gefunden. Da am vergangenen Dienstag der Regierung offiziell das Geld ausgegangen ist, müssen alle „nichtessentiellen“ Ämter schließen: Tausende von Nationalparkwärter sowie die Mitarbeiter der Nationalbibliothek wurden entweder nach Hause geschickt oder müssen für lau ihren Dienst schieben. Und der „shutdown“ betrifft auch die Webauftritte der als eher nachrangig eingestuften Regierungsstellen wie die NASA, auf deren Homepage seit gestern die Nachricht prangt: „Wegen des Entfallens von Mitteln der Bundesregierung ist diese Website nicht verfügbar. Wir bedauern diese Unannehmlichkeit“.

Ich denke, das alles sollte auch uns in Europa als Warnung dienen. Seit Jahren verlegen öffentliche Ämter immer mehr Dienstleistungen ins Netz, weil eGovernment billiger ist als richtiges Government und die Beamten weniger Arbeit haben, wenn der Bürger selbst die Formulare ausfüllt. In vielen Fällen ist es schon soweit, dass Firmen und Bürger überhaupt nur noch online mit dem Staat in Kontakt treten können, etwa bei öffentlichen Ausschreibungen oder dem Anfordern von Nachweisen über Kindergeldzahlungen, Elterngeld, Rentenansprüche oder Hundesteuer. Weiterlesen

Kein Blackberry für Obama

Die Nachricht des Tages trifft uns Techies hart: Obama („The Chosen One“) muss seinen Blackberry an der Eingangstür des Weißen Hauses abgeben!

Die Vorstellung war einfach zu schön, um wahr zu sein: Ein US-Präsident, der per E-Mail regiert, der regelmäßig surft! Das Oval Office als papierloses Büro! Das erste Staatsoberhaupt mit einem eigenen Profil auf Facebook. POTUS postet auf Twitter! Das wäre wirklich Politik 2.0 gewesen.

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Das Internet hat gewonnen!

Barack Obama / DC Examiner
Quelle: The DC Examiner

Der Sieg Barack Obamas ist auch ein Sieg des Internet.

Während Politologen und Wahlstrategen noch monate- oder jahrelang darüber debattieren werden, wie es der schlacksige Nobody mit den abstehenden Ohren geschafft hat, sich in kürzester Zeit bis zum wohl mächtigsten Mann der Welt empor zu boxen, ist eines klar: Ohne die Macht der Neuen Medien wäre er niemals so weit gekommen.

Obama und seine Berater sind vielleicht die ersten echten Vertreter einer ganz neuen Politikergeneration die verstanden hat, dass Politik in Zukunft nicht mehr von oben nach unten, sondern von unten nach oben funktionieren wird. Ja, es gab schon lange den Begriff „Graswurzelbewegung“, aber das war ungefähr so ehrlich gemeint wie die Floskel „König Kunde“. In Wahrheit haben die Politiker dem Bürger gesagt, was er zu wollen hat. Dafür bekommen ja bei uns jetzt insbesondere die SPD-Oberen ganz deutlich die Quittung. Man stelle sich vor, Frau Ypsilanti hätte ihre Parteibasis erst mal online diskutieren lassen, bevor sie sich auf das Abenteuer mit den Linken einließ…

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