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Aktion „Gelber Engel“ – Die geheimen Pläne der Bundesregierung

ADAC

„Das Volk trägt den gelben Engel“

Wie aus geheimen, mir heute zugespielten Unterlagen hervorgeht, plant die Bundesregierung eine finale Lösung der Skandale um den größten Verein Deutschlands. Wie aus einem Mitschnitt der Telefonate der Kanzlerin durch die NSA hervorgeht, soll der ADAC mittelfristig an China verkauft werden. Die unter dem Code „Gelber Engel“ laufende Planung wurde von Merkel in einem Telefonat mit dem chinesischen KP-Chef Xi Jinping festgehalten: „Lieber Genosse Xi, wir gehen davon aus, dass Ihre Regierung die Erfahrungen des ADAC bei der freisinnigen Interpretation von Wahlergebnissen zu schätzen weiß. Auch die Marke ‚Gelbe Engel‘  dürfte sich gerade in China bestens bewähren.“ Nach meinen Informationen plant China die Übernahme sämtlicher Immobilien und Mobilien, sowie von allen Vorstandsmitgliedern und sonstigen leitenden Verbandsmanagern. Der Kürzel ADAC bleibt erhalten, wobei das „C“ künftig für „China“ steht: „Allgemeiner Demokratischer Autoverband Chinas“.

Verklickt und zugenäht

Verflixt und zugenäht.

So ähnlich sagte es meine Oma immer, wenn ihr irgendetwas misslungen war. Ein wunderbarer Fluch, dessen Herkunft zwar einigermaßen im Dunkeln liegt, aber dessen Fortbestand in das digitale Zeitalter längst gesichert ist: Verklickt und zugenäht. Auch das ist ein Fluch, und der dürfte den Computernutzern sicher so manches Mal über die Lippen oder durch den Kopf gegangen sein. Sei es, dass man eine Datei gelöscht hat, die man aufheben wollte, sei es, dass man ein Dokument geschlossen hat, ohne dass man rechtzeitig die Änderungen gespeichert hat. Dabei hat das System vorher schön brav gefragt, ob Sie das wirklich tun wollen. Sie kennen das. Beispiele gibt es zu Hunderten.
Manchmal, und darum geht es in diesem Beitrag, verklickt man sich aber auch beim Online-Shoppen. Man bestätigt bei ebay ein Gebot, in dem man das Komma falsch gesetzt hat und erklärt sich bereit, das Zehnfache zu bezahlen von dem, was man eigentlich maximal ausgeben wollte.
Oder man füllt seinen Warenkorb mit Dingen, die man nicht haben wollte und steht plötzlich an der digitalen Kasse. Wollen Sie das ganze Zeug wirklich kaufen? fragt der Rechner fürsorglich und hinterlistig zugleich. Schon ist das Bestellung abschließen bestätigt und man setzt eine nicht mehr zu stoppende Maschinerie in einem Hochregallager in Gang. Waren werden zusammengesucht, ein Paket wird gepackt, eine Rechnung geschrieben und eine Kreditkarte belastet.
Amazon-Käufer kennen das.

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Aktion saubere Tweets

twitterdenied

Die nächste Sperre kommt bestimmt!

Gesperrte Websites, zensierte E-Mails: Die Machthaber in Peking haben schon eine Menge getan, um die Ausdrucks- und Meinungsfreiheit im Reich der Mitte zu zügeln. Jetzt haben sie eine weitere Lücke im staatlichen Überwachungsnetz entdeckt: Twitter.

Im Rahmen ihrer Kampagne gegen Pornografie, wie der Maulkorberlaß euphemistisch genannt wird, sollen die chineischen Telefongesellschaften in Zukunft alle gesendeten Text-Botschaften von Handys und Festnetztelefone routinemäßig nach verbotenen Begriffen scannen. Wird in einem Tweet oder einer SMS etwas gefunden, dass der  regierungsamtlichen Definition von „illegalem oder ungesundem Inhalt“ erfüllt, soll dem Besitzer die Leitung oder der Zugang zum Mobilfunknetz gekappt werden.

Aber warum nur Texte? Man könnte doch auch gleich die ganzen Gespräche abhören (geschieht whrscheinlich ohnehin schon) und ebenfalls nach verbotenen Wörtern durchsuchen lassen. Weiterlesen

Google China ist kein menschensrechtsfreier Raum mehr: Tiananmen-Bilder unzensiert!

google china 1

Gestern hat Google in gewohnter Manier – in einem Blogposting, nicht in einer Pressemeldung – bekanntgegeben, dass man sich künftig den Zensurvorgaben der chinesischen Regierung nicht mehr unterwerfen wolle. Die Internet World Business berichtet eben, dass Google heute konsequenten Mut beweise: Auf die Suchanfrage Tiananmen würden nun auch in China Bilder mit Panzern auf dem Platz gezeigt.

Ich kann das bestätigen:

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heute ist eh alles gleich … oder: wie die faz einmal von homer simpson abschrieb

äquinoktium

heute ist also das äquinoktium. und wenn sie nicht wissen, was das ist, dann gucken sie doch in der wikipedia nach. oder sie lassen’s auch bleiben. ist ja eh alles gleich heute.

denn heute ist alles im ausgleich: der tag und die nacht, das yin und das yang. die krise und die chance sowieso. und irgendwie und sowieso auch.

ich weiß ja nicht, wie’s ihnen geht, aber wenn alles im ausgleich zu sein scheint, wird mir immer irgendwie chinesisch, sind doch die asiaten die großen ganzheitler in unserer einen welt. das ist wie mit der alten geschichte von dem einen chinesischen zeichen, das angeblich für „krise“ und für „chance“ gleichermaßen steht. dabei handelt es sich hier um eine der großen mythen aller vortragskünster, die den inhalt ihrer powerpointfolien gerne anderen vorträgen entleihen. ist ist so falsch, wie vieles, was uns chinesisch daher kommt.

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Zensur in Deutschland

Der Computer Chaos Club hat wohl ein brisantes Stück Papier zugespielt bekommen, welches er sofort veröffentlich hat: Einen Vertrag, dem sich „die Provider“ in Deutschland „freiwillig“ unterwerfen sollen – und dies angeblich auch tun. Darin verpflichten sich diese Provider, dem BKA eine Schnittstelle zu geben, wo Internetadressen zentral für ganz Deutschland gesperrt werden können. Man startet mit Kinderpornographie. Was infam ist, denn jeder, der protestiert, sieht sich hochgezogenen Augenbrauen ausgesetzt. Aber schon wird nachgelegt, Antisemitismus, ganz allgemein Fremdenfeindlichkeit, ja wir sind bereits bei illegalem Glücksspiel und Verletzungen des Urheberschutzes angelangt.

Daß so etwas als Gesetz niemals durchsetzbar wäre, bevor nicht tiefgreifende Änderungen unserer Verfassung vorangegangen wären, wird so etwas eben – Pfui Teufel – im Hinterzimmer, weitgehend ohne Öffentlichkeit mit allen Providern in Deutschland vertraglich vereinbart, also außerhalb parlamentarischer Kontrolle. Von allen Providern? Nein, da wird es einige kleine gallische Dörfer geben. Nicht nur eines, wie in Asterix.

Erschreckend, daß nicht wirklich über die Auswirkungen auf unser Leben, unsere Gesellschaft diskutiert wird. Nein, fast immer geht es um die technische Umsetzung bzw. deren Unmöglichkeit. Aber das liegt daran, daß hauptsächlich technisch versierte Menschen verstehen, was hier überhaupt vor sich geht. Und für einen Techniker ist ein „geht nicht“ immer eine Herausforderung.

Und ja, klar geht es nicht, das kann der Bundestag schön selber nachlesen, er hat das Gutachten schließlich bezahlt. Das ist das schöne am Internet. Egal, welche Art der Sperrung von Seiten man einführt, rein technisch ist alles zu umgehen. Auch die fabelhaften Filter der Chinesen funktionieren nicht deshalb so zuverlässig, weil sie nicht zu umgehen wären, sondern weil die, die sie umgehen, mit der Todesstrafe bedroht werden. So weit sind wir hier noch nicht. Gottseidank.

Digitale Gefangene

Eigentlich sollte das Internet befreiend wirken. Als ich vor einigen Jahren mein erstes Buch über dieses Thema schrieb, „Erfolgsfaktor Internet“, habe ich das Internet mit den Volksempfängern im Dritten Reich verglichen, mit denen die Menschen in Deutschland heimlich BBC-Nachrichten gehört haben –  ein Fenster alternativer Informationen. Weil die Machtbasis totalitärer Regime in der Vergangenheit nur durch Gleichschaltung aller Medien und die möglichst lückenlose Überwachung ihrer Bürger zu erreichen war (siehe Orwells „Gedankenpolizei“), müsse die grenzenlose Freiheit der Online-Kommunikation zwangsläufig zu einem Abbau totalitärer Strukturen in Ländern wie China, Saudi-Arabien, Iran oder Irak (wo damals noch Saddam Hussein herrschte) führen.

Nun, gerade China hat gezeigt, dass es auch anders geht. Und nicht nur ich frage mich warum. Evgeny Morozov vom Open Society Institute in New York hat neulich in einem Meinungsbeitrag für die International Herald Tribune eine mögliche Antwort geliefert.

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Achtung: Bloggen kann die Freiheit gefährden

Ist es nicht fahrlässig Thesen wie: “ Weil der Journalist sich ändern muss“ in die Welt zu Posaunen, wenn man doch weiß, wie leicht einen Bloggen und Online-Berichterstatten im weitesten Sinne, in den Knast bringen kann.
Laut einer Studie des Komitee zum Schutz von Journalisten befinden sich gerade 125 Journalisten hinter Gittern. 56 davon sind Onliner. In chinesischen Gefängnissen ist das Verhältnis 24 Blogger zu 4 klassischen Qualitätsjournalisten, von dieser Quote träumt so manch einer hier in unserem Land.
Jetzt hat der chinesische Journalist sich geändert, wie Thomas Knüver es ja fordert, und was hat er davon? Wäre er brav bei den öffentlich rechtlichen geblieben und hätte geschrieben, was der Regierung gefällt … Nein, er musste ja Staatsgeheimnisse ausplauderntwittern und in seinem Blog nationale Interessen verletzen. (Das sind die Hauptanklagepunkte, so die Sudie)

Man sollte auf jeden Fall zuerst eine Whitelist der Länder bekanntgeben, in denen man gefahrlos Bloggen darf, bevor man die Kollegen fahrlässig gefährdet.

"einfach reden" und "einfach einsperren" – wie skype (nicht nur) kritische chinesen hinter gitter bringen kann

wie die „open net initiative“ herausgefunden hat, belauschen chinesische regierungsstellen seit monaten skype-nutzer. während die ebay-tochter skype selbst noch vor zwei jahren behauptet hat, dass weltweit alle inhalte von skype komplett verschlüsselt übertragen würden und die vertraulichkeit jederzeit gewährleistet sei, stellt sich nun heraus, dass der chinesische partner von skype „TOM“ skype-telefonate systematisch nach „verdächtigen“ begriffen wie „falungong“, „unabhängigkeit taiwans“ und neuerdings „milchpulver“ durchsucht und computernamen und ip-adressen an chinesische behörden weitergibt.

nart villeneuve, der autor der oni-studie , erklärte im newsdienst france24, wie er dieser zusammenarbeit von skype und chinesischen behörden auf die spur kam, und dass er befürchtet, dass skype auch von amerikanischen behörden missbraucht werde:

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