Schlagwort-Archive: BND

Informationelle Selbstbestimmung, aber bitte richtig!

Wem gehören eigentlich meine Daten? Ganz sicher nicht dem NSA. Aber wie ist es mit den vielen Firmen, die sich anschicken, im Zeitalter von „Big Data“ möglichst viele Informationen über mich und meine Kaufgewohnheiten zu sammeln, um sie meistbietend an die werbetreibende Wirtschaft zu verhökern? Viele in Deutschland sind beunruhigt von der grassierenden Sammelwut der Datenindustrie. Dabei sagt uns aber doch der Hausverstand: Firmen wollen nur unser Bestes – und davon so viel wie möglich. Firmen machen mit uns Geschäfte, und wenn sie unsere Daten gegen uns missbrauchen würden, dann wären wir als Kunden ganz schnell weg. Das Ergebnis ist ein autonomes, also ein selbstregulierendes Datenschutzsystem, das dafür sorgt, dass unsere Informationen zumindest von Wirtschaftsunternehmen wahrscheinlich nur in unserem Sinne eingesetzt werden. Marktwirtschaft wäre demnach also eigentlich der beste Garant für Datenschutz!

Ganz anders verhält es sich natürlich mit dem NSA und anderen so genannten Staatsschutzorganen. Bei denen weiß niemand, was mit seinen Daten passiert, aber wir ahnen, dass es nichts Gutes sein wird. Kann sein, dass wir eines Tages nicht mehr ins Flugzeug steigen dürfen, weil wir auf irgendeiner Liste stehen, ohne dass wir wissen, wie wir da draufgekommen sind oder wir wir uns wieder aus der Liste löschen lassen können. Schlimmstenfalls könnte eines Tages das mobile Einsatzkommando vor unserer Tür stehen und in Putativnotwehr losballern. „Oh, tut uns leid, Sie waren wohl der Falsche…“ Weiterlesen

Datensammler will Teil der Lösung sein

Ist das dr Anfang oder das Ende von Big Data?

Ist das dr Anfang oder das Ende von Big Data?

Wem gehören eigentlich meine Daten? Ganz sicher nicht dem NSA. Aber wie ist es mit den vielen Firmen, die sich anschicken, im Zeitalter von „Big Data“ möglichst viele Informationen über mich und meine Kaufgewohnheiten zu sammeln, um sie meistbietend an die werbetreibende Wirtschaft zu verhökern?

Ich wurde neulich in einem Interview gefragt, was ich von der grassierenden Sammelwut der Datenindustrie halte und ob es mich nicht beunruhige. Nein, habe ich gesagt, so lange eine Firma Informationen über mich sammelt und vorhält, finde ich das prinzipiell in Ordnung. Die Dame, die die Frage gestellt hatte, schaute mich ungläubig an, als ob sie gedacht hätte, bei mir sei eine Schraube locker. Ich habe meine Antwort daraufhin präzisiert: Firmen wollen ja nur mein bestes – und davon so viel wie möglich. Sie sammeln Informationen über mich, um mich besser bedienen zu können. Sie haben nur ein Ziel: Mich möglichst mit Dingen zu erfreuen, die ich haben will oder die mich interessieren. Gleichzeitig wollen sie mich von Dingen verschonen, die ich nicht haben will oder die ich nicht mag. Für mich bedeutet das weniger Belästigung und ab und zu sogar eine richtig tolle Entdeckung. Wenn die Firmen das gut machen, dann „erwischen“ sie mich immer genau in dem Moment, wo  bei mir ohnehin gerade ein Bedürfnis entstanden ist. Wenn sie mir eine Woche vor dem Geburtstag meiner Frau eine Mail schicken, in der drin steht, dass das Lieblingsparfüm meiner Herzdame gerade um 20 Prozent herabgesetzt worden ist, finde ich das gut, genauso wenn sie mir mittags eine gute Pizzeria um die Ecke empfehlen, wo ich sowieso gerade Hunger habe. Weiterlesen