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Bayerisch, bissig – blöd?

A Moß Apfelschorle, bittschön! (Bild: BR)

Helmut Markwort gibt gerne den Bayern, obwohl er, wie alle Welt weiß, im hessischen Darmstadt geboren wurde. Aber als langjähriger Chef von Burdas „Focus“, deren Redaktion in München sitzt, ist er natürlich entsprechend bayerisch sozialisiert, und so nimmt ihm auch keiner übel, dass er in der Sendung „Sonntags-Stammtisch“ den Oberbayer raushängt und zwischendurch auch mal kräftig an der Maß zieht. Darin befindet sich, so denkt man als Fernsehzuschauer, natürlich auch richtig gescheites bayerisches Bier, gebraut nach dem Reinheitsgebot, dass unser guter Herzog Wilhelm IV. 1516 auf dem Bayerische Landständetag zu Ingolstadt verkünden ließ. Und so erklärt es sich, dass es in den Diskussionen am Fernseh-Stammtisch (Motto: „bayerisch, bissig, bunt!“) manchmal genauso hoch hergeht wie in einem oberbayerischen Wirtshaus, was der Sendung im Übrigen offenbar sehr gut tut, denn zur großen Überraschung selbst der Fernsehmacher ist die Sendung mittlerweile zu einem echten Quoten-Renner geworden. Man munkelt etwas von 14 Prozent, was einem solchen Nischensender wie dem Bayerischen Fernsehen auch nicht alle Tage gelingt.

Man könnte also eigentlich ganz schön stolz sein auf sich und Herrn Markwort. Tatsächlich aber macht sich zumindest ein Teil der Redaktion Sorgen um den Ruf des Senders, der sich ja schließlich „öffentlich-rechtlich“ nennt und daraus auch einen so genannten „Programmauftrag“ ableitet. Was der genau ist, weiß niemand, denn der Begriff ist recht schwammig. Klar ist nur, dass darin eine Verpflichtung zur Ausgewogenheit der Berichterstattung (was immer man darunter verstehen mag) sowie die Achtung der Menschenwürde zu subsummieren ist.

Manche legen den Programmauftrag aber auch sehr viel weiter aus und sehen es deshalb als Aufgabe eines öffentlich-rechtlichen Senders an, die Zuschauervor sich selbst zu schützen und sich zur moralischen Instanz aufzumanderln. Und so berichten zuverlässige Quellen, dass es in der letzten Redaktionskonferenz des Bayerischen Fernsehens ähnlich hoch herging wie an einem Wirtshaus- oder einem Fernseh-Stammtisch. Weiterlesen

Trinken statt Flattern


Das mit dem Micropayment für Blogger / Podcaster ist ja immer noch irgendwie quatsch und funktioniert nicht wirklich. Dieses Geflatter( Flattr ) kapiert niemand wirklich, die Gebühren sind hoch und der Zwitscher/Flatter Bezug schon die Spitze der Lustichkeit.

Alle Umfragen ergeben dass User eigentlich bereit sind für Inhalte zu bezahlen, per Paypal einen Betrag in den virtuellen Hut zu werfen ist nicht wirklich stilvoll, aber jetzt endlich gibt es eine angemessene Art seinen Lieblingsblogger für dessen Arbeit, sprich seine Inhalte, zu vergüten. – Man gibt ihm ein Bier aus! und

zwar bei Buddy Beers, einem kleinen Startup aus Berlin.

Man registriert sich bei BuddyBeers http://buddybeers.com  (geht auch über Facebook) wählt eine Stadt/Eine Kneipe und die Anzahl der Biere, die man ausgeben möchte – fertig! Der beschenkte bekommt eine Nachricht und beim nächsten Besuch in der ausgewählten Kneipe gibts ein Bier.

Noch Fragen? Nein? oder … vielleicht nur noch eine: Wie kann ich den Czyslansky-Brüdern ein Bier ausgeben, wo ist der Buddy Beer – Button?