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Die Beschleunigung der Wirklichkeit

Und jetzt schön festhalten!

Und jetzt schön festhalten!

Die nächste These aus dem Buch „Digitale Aufklärung von Ossi Urchs und mir zeigt, warum unser Buch ursprünglich „Die Adhoc Gesellschaft“ heißen sollte: Es geht um das Phänomen der Beschleunigung, wie es der französische Philosoph Paul Virillo bereits in den 80er Jahren beschrieben hat. Erst heute, im Zeichen von (mobilem) Internet und Social Media, wissen wir, was er meinte und wie recht er hatte.

These 6:
Digitalisierung und Vernetzung produzieren eine dramatische Beschleunigung und disruptive Entwicklung von Technologien und Medien. Diese gilt es nicht zu beherrschen, sondern zu verstehen – und zu genießen.

Digitalisierung und Vernetzung bedeuten mehr als nur ein technisch begründeter und wirtschaftlich folgenreicher Verfall der Preise. Beide zusammen produzieren auch eine dramatische Beschleunigung der Technologie- und Medienentwicklung. Dauerte es von Gutenberg bis zum Aufkommen der ersten gedruckten Massenmedien in Gestalt der Tageszeitungen am Anfang des 19. Jahrhunderts noch etwa 350 Jahre, so brauchte das World Wide Web von seiner Konzeption durch Tim Berners-Lee bis zu seiner massenhaften Nutzung Mitte der 90er Jahre des vorigen Jahrhunderts, gerade noch fünf Jahre. Und die Adaption des „mobilen“ Internets durch den Nutzer, nicht nur in den USA und Europa, sondern insbesondere in Asien und Lateinamerika, ging noch schneller, nämlich innerhalb von nur drei Jahren. Weiterlesen

Willkommen in der Welt hinter dem Bildschirm

Laufen, nur um auf der Stelle zu bleiben

Laufen, nur um auf der Stelle zu bleiben

Die Welt und wir selbst verändern uns unter dem Druck von Digitalisierung und Vernetzung. Immer mehr von uns verbringen immer mehr von unserer Zeit in einer „Welt hinter dem Bildschirm“, in dem es – wie in Lewis Carrolls „Alice im Wunderland“ zwar alles gibt, was es in der „richtigen“ Welt auch gibt, in der aber auch vieles anders ist und man manchmal auch nach anderen Spieregeln spieln muss. Aber welche Regeln sind das? In unserem neuen Buch „Digitale Aufklärung – Warum das Internet uns klüger macht“, das am 9. Oktober auf der Frankfurter Buchmesse vorgestellt wird, machen sich mein Freund Ossi Urchs und ich uns auf um nach den neuen Regeln zu suchen, die wir brauchen werden, wenn wir als Einzelne und als Gesellschaft in Zukunft zu Recht zu kommen. Es sind neue Denkkategorien gefragt, und die führen unweigerlich zu neuen Denkweisen, aber auch zu neuen Werten. Aber was ist mit den alten Kategorien und Werten? Welche davon taugen noch als Orientierungsmarken in einer Welt, die sich „im Internettempo“ verändert und sich noch verändern wird? Wir haben dazu 10 Thesen formuliert, die wir an den Anfang des Buches stellen, und die wir hier in loser Folge gerne zur Diskussion stellen wollen. Kommentare und Kritik, Zustimmung oder Widerspruch, Ablehnung oder gefälliges Kopfnicken sind ausdrücklich erwünscht.

These 1: Alles was sich digitalisieren lässt, wird digitalisiert. Alles, was sich vernetzen lässt, wird vernetzt. Und das verändert alles!

Der Mega-Trend zur Digitalisierung hat vor allem wirtschaftliche Gründe, die weltweit unter dem griffigen, wenn auch irreführenden Titel „Moore’s Law“ bekannt geworden sind. Denn eigentlich hat das, was Gordon E. Moore, einer der Gründer von Intel, schon 1965 erkannte, weniger den Charakter eines (Natur-)Gesetzes als den einer Hypothese, die sich allerdings bis heute als durchaus tragfähig erwiesen hat. Weiterlesen