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Leib und Seele

Es ist nicht das erste Mal, dass ich mich über die skurrilen Werbeanzeigen, die Facebook mir auf die Pinwand setzt, wundere. Nach wie vor unerreicht ist das Angebot für Fichtensalbe für eingewachsene Fußnägel. Damals, im vergangenen Oktober, fühlte ich mich veranlasst, auf dieser Seite etwas dazu zu veröffentlichen.

Ich fand diese Werbung einigermaßen daneben, wie auch die Werbung für die Best Ager Plattform Genderbook.

Natürlich weiß ich, wie Facebook diese SponsorAds platziert, um diese möglichst zielgruppenaffin an den Mann zu bringen. Zum Einen sind es meine eigenen Aktivitäten und Interessen sowie meine persönlichen Angaben, die den Facebook-Rechnern sagen, welche Werbung bei mir eingespielt werden soll. Aber nicht nur: Auch das, was meine Freunde tun (vor allem die, mit denen ich interagiere), trägt dazu bei, mich mit dem zu umwerben, was mein soziales Umfeld tut, interessiert oder konsumiert. Weiterlesen

Dummheit hilft… anderen.

Erinnern Sie sich?
Im Frühjahr 1979 stand ein lockenköpfiger, bis dahin völlig unbekannter französischer Sänger mit dem Namen Patrick Hernandez auf der Bühne oder flimnmerte über die heimischen Fernsehschirme. Er hatte ein chaplinartiges Spazierstöckchen, trug einen gepflegten Anzug. Doch dann legte er los: Born to be alive. Es war DER Hit des Jahres, noch Jahrzehnte später eine der Hymnen der legendären Disco-Ära.
Das ist lange her. Aber „Born to be alive“ ist seitdem eines der Schlagworte, wenn es um die unbändige Sucht nach Leben und Erleben geht. Diese Lebenssucht thematisierte 2010 der unheilige Graf mit der etwas plumpen eingedeutschen Variante „Geboren um zu leben“. Auch das ist wieder ein Weilchen her.
Die Lebenslust und Lebenssucht aber bleibt. Vor allem bei denen, deren Leben auf der Kippe steht. Entsprechend suchen Gesundheitsverbände händerringend nach Organspendern, um Schwerkranken oder Unfallopfern lebensnotwendige Körperteile implantieren zu können.
Eine belgische Organspendeorganisation hat sich dazu einen ganz besonderen Namen gegeben Re-born to be alive. Und auf ihrer Website hat sie eine fulminante Kampagne aufgesetzt: Weiterlesen