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Kick it & Klick it (Teil 16): Sie geben einfach alles

Juni 2014 – weltweit

Sie geben einfach alles… und damit ein Stück zuviel. Denn was der Sportartikelhersteller Adidas sich als Kampagne zur bald startenden Fußballweltmeisterschaft ausgedacht hat, erregt – schon wieder – die Gemüter der Welt. Es ist nicht das erste Mal, dass die Franken zum Ziel eines Shitstorms wurden. 2012 waren es die „Sklavenshuhe„, die zu vor allem in Amerika ein derart heftiges Empörungsgewitter provozierte, dass die Shuhe gar nicht erst in die Vermarktung gelangten.
Jetztzur WM posieren die Fußballer Lukas Podolski, Arjen Robben, Dani Alves, Diego Costa, Nani, Daniele de Rossi und Steven Gerrard. In den Händen der Kicker liegt nicht etwa die Lederkugel. In ihren ausgestreckten Händen bieten sie ein blutendes Herz an: “All In Or Nothing”. Sie wollen und werden – so versrechen sie – alles geben. Sogar ihr Herz
Nur ist das natürlich nicht ihr eigenes sondern „nur“ das eines geschlachteten Rindes.
Kunststück, dass das Ärger verursacht…

adidas-meedia

So titelt die Plattform Meedia ihren Beitrag zum Thema. Dass die Kamapgne Widerspruch und Ärger provozieren und würde, so spekuliert Meedia, sei gewollt. Dennoch sind die Reaktionen ganz schön heftig. Vor allem auf der Facebook-Seite von Adidas gibt es richtig Zunder ist zu lesen, was sich mit einem Klick überprüfen lässt:
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Keine Sklavenschuhe aus Herzogenaurach

Über Geschmack lässt sich bekanntlich recht gut streiten. Über Mode erst recht. Und findet sich für einen Streit nur genügend Publikum, dann ist es eine Frage der Zeit, bis die Medien aufmerksam werden. Jüngst geschehen im Fall der Firma Adidas. Die nämlich wollte in den USA einen neuen Schuh auf den Markt bringen, den Adidas JS Roundhouse Mid:

Facebook Screenshot

Und wie Unternehmen im Zeitalter des Web 2.0 gern agieren, hat Adidas diesen Schuh bei Facebook den potentiellen Käufern vorgestellt. Zielgruppenaffin, interaktiv und innoativ.

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Kick it & Klick it (Teil 2) – Drin oder nicht drin? Das ist hier die Frage

07. März 2011

Es war die 17. Minute im Spiel Hamburger SV gegen Mainz 05. Ein langer Ball von Torwart Frank Rost landete am rechten Flügel bei Mladen Petric. Der Kroate flankte in die Mitte, der Ball kam in hohem Bogen zu Marcell Jansen, der aus 12 Metern Volley abzog: Tor! Oder auch nicht.“

So leitete damals taz-Autor Christian Aichner seinen Bericht über eine mögliche elektronische Tormessung beim Fußball ein.
Schiedsrichter Babak Rafati, der zwei Wochen später in einem Kölner Hotel einen Selbstmordversuch unternahm (doch das ist eine andere Geschichte),  entschied bei diesem Spiel auf Tor – zu Unrecht, wie die TV-Auswertung unmittelbar darauf bewies.
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