Henkel zu Gast bei Czyslansky: Das System Schirrmacher

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Der Täter und sein Opfer? Hans-Olaf Henkel (li.)

geht mit Frank Schirrmacher hart ins Gericht

Journalisten betrachten sich gerne als Aufseher, als Kontrollinstanz, als neutrale Schiedsrichter bei gesellschaftlichen Auseinandersetzungen. „Unabhängig, überparteiisch „: Die Worte prangen explizit  vom Titelblatt der „BILD-Zeitung“, und implizit umweht dieses Motto jede Ausgabe beispielsweise der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ und insbesondere des dortigen Feuilletons. Auch der oberste FAZ-Feuilletonist Frank Schirrmacher sieht sich als Ober-Aufseher, wobei er seine Wortgewalt nach gusto auch über Dinge ausgießt, die strenggenommen nicht dem deutschen Literaturgeschehen, seinem eigentlichen Kompetenzfeld, zuzuordnen sind. Dabei ist er in der Wahl seiner Medthoden nicht besonders zimperlich. Wer ihm in die Quere kommt, der kann sein blaues Wunder erleben.

Czyslansky.net hat sich zu einer Art zentraler Anlaufstelle für die Kritik an Schirrmacher und seinen Methoden entwickelt, seitdem dieser sich angemaßt hat, ein Buch über die digitale Zukunft zu schreiben, obwohl er vom Digitalen völlig überfordert ist, wie er selber schreibt. Dass er Millionen von Menschen mit kulturpessimistischen Floskeln wie „Multitasking ist Köprerverletzung“verängstigt und damit beschädigt, dass er die Akzeptanz des Digitalen insbesondere in der deutschen Wirtschaft um Jahre zurückwirft, ficht ihn nicht an, den „wilden Mann von Main“, wie ihn Hans-Olaf Henkel nennt.

Henkel ist einer von vielen Opfern Schirrmachers und seines Systems, das auf Vereinfachung, Veriwirrung und Angstmachen beruht. Er, einer der geachtesten Manager Deutschlands, langjähriger Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI) und der Leibnitz-Gesellschaft, Träger des Internationalen Buchpreises Corine für sein Buch „Die Ethik des Erfolgs“, ausgerechnet ihn stellte Schirrmacher an den Pranger als einer derjenigen, die ein „Zeitalter des Unglücks“ über Deutschland hereinbrechen ließen, indem sie uns sehenden Auges in die größte Wirtschaftskrise der Nachkriegszeit manöverierten.

Die meisten Opfer Schirrmachers halten sich bedeckt. Zu groß ist die Macht des FAZ-Chefs und seiner Schranzen, als dass man sich trauen würde, offen über die Methoden zu reden, mit denen er seinen Anspruch auf die intellektuelle Lufthohheit in Deutland verteidigt. Hans-Olaf Henkel gehört nicht zu den Ängstlichen. Er hat eine bislang unveröffentlichte Abrechnung mit dem „System Schirrmacher“ verfasst, die er uns zur Verfügung gestellt hat und die wir gerne in unserer losen Reihe „Zu Gast bei Czyslansky“ wiedergeben.

Denunziation ist eine unheimliche, schleichende, bisweilen tödliche Waffe. Kafka hat sie in seinen Romanen beklemmend beschrieben. In der Geschichtswissenschaft gilt Verdächtigung und Verleumdung als Spezialität der Presse in totalitären Systemen. Bevor man seine Gegner „erledigt“, zerstört man via Medien ihren Ruf. Dass dies auch in einer moderne Demokratie geschehen kann, habe ich selbst – sozusagen am eigenen Leib – am 18. September 2008 erlebt. Unter dem Titel „Das Zeitalter des Unglücks“ behandelte der Herausgeber der FAZ, Frank Schirrmacher, die globale Wirtschafts- und Finanzkrise aus der Sicht des Feuilletonisten. Es ging Schirrmacher, einem der einflussreichsten deutschen Journalisten, nicht um Ursachenforschung, die man auch eher aus seinem Wirtschaftsressort erwartete, sondern um Namhaftmachung der Schuldigen. Unter diesen fand ich meinen Namen an prominenter Stelle wieder.

Nun muss man wissen, dass ich seit vielen Jahrzehnten in meinen Funktionen als IBM-Verantwortlicher, als BDI-Präsident, als Präsident der Leibniz-Gemeinschaft und als Wirtschaftsprofessor in Mannheim die Überzeugung vertreten habe, dass die freie Wirtschaft ohne ein verbindliches Regelwerk nicht auskommt. Insofern sah ich mich ich immer als Verteidiger einer Sozialen Marktwirtschaft in der Tradition Ludwig Erhards, was sich in meinen Büchern nachlesen lässt. Die genannte Wirtschafts- und Finanzkrise gehörte für mich zu den Auswüchsen einer politisch fehlgeleiteten und dadurch für kriminelle Machenschaften offenen Wirtschaft, die ich schärfstens ablehne.

Dies vorausgeschickt, wird man nachempfinden können, wie mich Frank Schirrmachers Artikel, gleichsam als Blitz aus heiterem Himmel, getroffen hat. Von Anfang bis Ende bediente er sich darin einer denunziatorischen Argumentationsweise, die nicht eigentlich argumentiert, sondern verdächtigt und das Gemeinte insinuiert. Schon der erste Satz des Untertitels gibt suggestiv vor, worum es geht: „Die Verantwortlichen wollen es nicht gewesen sein“. Der Leser weiß also a) dass ein Unglück über die Welt gekommen ist und b) dass die Verursacher sich aus der Verantwortung zu stehlen suchen – was ihnen, dank Frank Schirrmacher, aber nicht gelingen wird. Deshalb also der Artikel. Er macht namhaft, er enthüllt die verborgenen Täter und benennt am Ende die Schuld als metaphysische Kategorie.

Wer sind diese Täter? Schirrmacher nennt sie die eigentlichen „Massenvernichtungswaffen auf den Finanzmärkten“. Sie haben zuerst das Unglück angerichtet, und nun suchen sie das Desaster zu vertuschen, in seinen Worten: ihm „sprachlich die Luft abzudrehen“. Die Schuldigen also, mit denen sich sein Artikel beschäftigen wird, zeichnen sich durch die grausame Neigung aus, die Wahrheit zu erwürgen. Diese offenbar zum Lügen prädestinierten Menschen sieht Schirrmacher dadurch charakterisiert, dass sie „wie Verrückte herumlaufen“, ohne eingesperrt zu werden, weil eben „ihr Wahn identisch war mit der Logik des etablierten Systems“. Das Wort „System“ ist verräterisch. Ich erinnere daran, dass nach 1933 die Weimarer Republik als „Systemzeit“ bezeichnet wurde.

Das System des ungezügelten Kapitalismus, das Schirrmachers Wahnsinnige etabliert haben, „vernichtet Vermögen, die ganzen Staatshaushalten entsprechen“, also Milliardenwerte. Trotzdem versteht es dieses System, seine Opfer zu umgarnen, indem es sie „in seinen Wahn zieht“ und glauben macht, alles sei in bester Ordnung. Dieser fatale Wahn, so Schirrmacher, hat uns bereits „zu infizieren begonnen“, und zwar „in unheimlicher Schnelligkeit, und das Sonderbare ist, dass wir es akzeptieren“. Auch die Metapher der ansteckenden Krankheit erinnert an totalitäre Propaganda, die den Volkskörper von Infektionen bedroht sah, gegen die nur radikale Maßnahmen halfen.

Laut Schirrmacher hat diese Infektion schon um sich gegriffen und eine Gesellschaft geschwächt, die auch deshalb eine „verheerende Vernichtung ihrer Ideale erlebt hat“. Der Leser darf rätseln, welche Ideale er meint; gewiß aber ist, dass der empörte Hinweis auf den Niedergang von Idealen zum Standardrepertoire jedes Totalitarismus gehört. Auch was die Notwendigkeit einer Radikalkur betrifft, sieht sich Schirrmacher mit seinen stilistischen Vorbildern einig: Er möchte sie allerdings nicht beim System direkt ansetzen, was Revolution bedeutete, sondern bei dessen Agenten. „In Talkshows“, so sagt er, würden diese Agenten das ansteckende System der Milliardenvernichtung verteidigen und als reinste Vernunft und Ausbund von „Rationalität“ darstellen. Er bezeichnet – man könnte auch sagen: enttarnt – diese Agenten der Volksverdummung als „Sozialingenieursklone“.

Das Vorbild dieser unheimlichen Replikation aber bin ich oder vielmehr „das Phänomen Hans-Olaf Henkel“. Ich bin also kein Mensch, sondern ein Phänomen, und das wohl auch deshalb, weil sich gegen die Erledigung eines Menschen etwas einwenden läßt, nicht aber gegen die eines „Phänomens“. Zumal wenn dieses Phänomen Henkel die katastophalen Folgen des Kasinokapitalismus zum kleinen Betriebsunfall verniedlicht und, als Ingenieur, der er ist, einfach „bessere Betriebsanleitungen“ fordert – „ein Ohrwurm, der aus jeder Fernsehsendung und jedem Expertengespräch quäkt“. Abgesehen davon, dass dies meine allgeiein bekannte Position auf den Kopf stellt, läßt sich die gewählte Metapher wiederum einer bestimmten Art von Propaganda zuordnen, die sich der Erzeugung von Haß durch Ekel widmet.

Nachdem das „Phänomen“ dingfest gemacht ist, zieht Schirrmacher die Schraube weiter an. Er entwirft ein durch mich und meine Klone mitverschuldetes Katastrophenszenario, das den Menschen bevorsteht. „Unsere Gesellschaft bewegt sich in ein Zeitalter des Unglücks hinein“. Wieder verrät die Wortwahl die Tendenz: Es geht um kein einzelnes Unglück, das einzelne Personen trifft, sondern um das große Unglück, wie es jede totalitäre Ideologie an die Wand malt, um sich Spielraum für dessen Abwehr zu verschaffen. Der Spruch, diese oder jene Angehörigen einer Minderheit „sind unser Unglück“ dürfte älteren Mitbürgern noch im Ohr klingen.

Die nötige Radikalkur gegen das Unglück bezieht ihre Rechtfertigung nicht nur aus dem Krankheitsbild, das durch die Infektion ausgelöst wird, sondern vor allem auch daraus, dass es ein von bestimmten Menschen verursachtes, in Schirrmachers Worten: „fabriziertes Unglück“ ist. Die Not ist also gemacht, gewollt, künstlich ausgelöst. Ich erinnere daran, dass in einer bestimmten Epoche unserer Geschichte ein gewählter Reichskanzler sein totalitäres Verhalten mit der Not des Volkes gerechtfertigt hat, die er abzuwenden habe.

Aber es geht Schirrmacher nicht nur um die Warnung vor der unmittelbar bevorstehenden Not. Fast schlimmer noch findet er das Verhalten der Finanzjongleure und Sozialingenieursklone, die sie heraufbeschworen haben, und die sich dennoch selbstgefällig vor der Öffentlichkeit hinstellen, als wäre nichts geschehen. „Es ging in all den Talkshows und Reden“, so der FAZ-Herausgeber, hauptsächlich darum, „ein Triebverlangen abzureagieren, in dem Eitelkeit und messianische Sendung, hemmungslose Idealisierung der globalisierten Rationalität bei gleichzeitiger emotionaler Bevormundung einer ganzen Nation … eine Horror-Ehe eingingen.“ Auch der Vorwurf, das Volk sei von den Verursachern des allgemeinen Unglücks bevormundet worden, findet sich im Arsenal totalitärer Demagogie. Übrigens zählt Schirrmacher zu diesen eitelkeits- und triebgesteuerten Talkshow-Menschen und Unglücksbringern neben mir auch Guido Westerwelle, Friedrich Merz, Wolfgang Clement und Kanzlerin Angela Merkel.

Die Folgen dieser in Talkshows gestifteten „Horror-Ehe“ werden nun im Stil einer apokalyptischen Vision beschrieben: „Demoralisierung der nachwachsenden Generation, Zerstörung der Universitäten und Bildungsgänge, Zerstückelung von Biographien, Betrug über Alterssicherheit und Rente und so weiter – kurzum: Bedrohung oder Vernichtung des traditionellen Lebenszyklus in fast allen seinen Details“. Es handelt sich also, wenn Schirrmacher Recht haben sollte, in der Tat um ein furchtbares Unglück, dessen Konsequenzen existenzbedrohend für ein ganzes Volk sind, und zwar „in seinem traditionellen Lebenszyklus“. Ist es Zufall, dass gerade der „traditionelle Lebenszyklus“ zum mythischen Kernbestand totalitärer Ideologien gehört?

Noch einmal, bevor Schirrmacher zum (dicken) Ende kommt, beschwört er, damit keiner es vergesse, das „Unglück“ des Volkes: Es ist „ein Unglück, von dem man reden muss, … ein hergestelltes, ein produziertes, ein vor unseren Augen zusammengeschraubtes Unglück – ein Unglück, das mit Fleiß in die Welt gesetzt wird“. Damit auch nicht vergessen wird, wer zu den „Anstiftern, Tätern, Mittätern“ zu zählen ist, erwähnt er noch einmal „Henkel und Co“, diesmal in einem Atemzug mit dem notorischen Steuerhinterzieher Zumwinkel und von Pierer, Letzterem dabei noch etwas unterstellend, was nicht einmal die fleißigen Münchner Staatswanwälte ihm unterstellt hatten, – und überlässt die weiteren Konsequenzen den Opfern, dem ins Unglück gestürzten Volk. Dabei versäumt er es nicht, ihnen den Wink mit auf den Weg zu geben, dass die ganze Finanzkrise samt ihrer Talkshow-Apologeten auf einem einzigen Tatbestand basiere: der Lüge. Die ganze finanzielle „Vernichtungsorgie … ist Lüge.“ Auch dies, fast überflüssig zu betonen, entstammt dem Wortschatz des Totalitären.

Als Schlußpointe vertieft Schirrmacher diesen Gedanken, indem er ihm eine metaphysische Wendung gibt. Man habe nicht „viele Optionen“, um auf die Vernichtungsorgie und die Schuldigen „zu reagieren“, meint er. „Aber das, womit alle Geschichte begann, können wir: sagen, was Lüge ist.“ Ein lapidarer Satz, der, bei aller Dunkelheit, dem Autor die Rolle des Propheten zuteilt, seinen Gegnern, den Unglücksbringern und Sozialingenieursklonen, die der Lügner und Wahrheitsvertuscher. Vermutlich ist die Szene im Schöpfungsbericht gemeint, wo mit der Lüge Satans die Menschheitsgeschichte begann. Lügen, so das mythische Orakel, sind des Satans.

Dieser Meinung war übrigens der bereits erwähnte deutsche Reichskanzler auch. In seinem programmatischen Werk „Mein Kampf“ teilte er dem von ihm gehassten Volk als Hauptattribut die Lüge zu, womit bekanntlich die Geschichte des Nationalsozialismus begann.

8 Gedanken zu „Henkel zu Gast bei Czyslansky: Das System Schirrmacher“

  1. Danke für den Hinweis! Schirrmachers Artikel muss grossartig sein. Kannte ich gar nicht. Henkel kommt leider zu gut weg.

  2. Rache ist ein Gericht, das am besten kalt genossen wird. Das kann man hier schön sehen. Herrn Schirrmachers Attacke hat Herrn Henkel, wie man sieht, stärker zu schaffen gemacht als es die Sache wert gewesen wäre. 2008 ist der Artikel schon erschienen, nun kommt eine kräftige Replik bei uns auf Czyslansly – vielen Dank!

    Allerding rate ich, wenn ich mir das erlauben darf, zur Mäßigung bei den Vergleichen. Wir alle wissen ja aus unserer näheren Umgebung, dass Herr Schirrmacher nur einen Bruchteil dessen einstecken kann, was er austeilt. Dann landet man schnell vor Gericht. Und das nur, weil bereits ein Vergleich mit den Nationalsozialisten in Deutschland zur blanken Hysterie führt.

    „Schirrmacher verwendet in seiner Rhetorik oft dieselben Methoden wie die Nationalsozialisten“ heißt ja nicht „Schirrmacher ist Nazi“, auch wenn er es so versteht. Nur wird andererseits schnell etwas zur Beleidigung, was inhaltlich harmlos ist, aber von dem man weiss, dass die Gegenseite schäumen wird und man es deshalb sagt. Das weiß Herr Henkel sicher auch. Aber Herr Schirrmacher hat ja auch, wie es aussieht, angefangen mit dem Antesten der Gürtellinie…

  3. Frank Schirrmacher ist kein Nazi. Das sicherlich nicht. Aber Hans-Olaf Henkel weist – in einer aus meiner Sicht brillanten Replik – darauf hin, dass ein „großer Verallgemeinerer“ den Boden für die Ausbreitung autoritärer Gesinnung bereitet. In allem Populismus steckt der Keim der Denunziation. Und eine Warnung vor diesem Übel tut gerade dann not, wenn sich Populismus hinter der Maske des Bildungsbürgers verbirgt. Das gilt schon für Schirrmachers Auseinandersetzung mit der IT. Auch hier ruft er die dunklen Mächte an und verzerrt die Computerpioniere zu wohlfeil dummen Untergangsgeistern. Ich wiederhole mal: „So dämonisiert Schirrmacher den Computer-Pionier Alan Turing zum “Raketentreibsatz der Evolution”, der unfreiwillig [immerhin!] “die Denkpunkte im menschlichen Hirn schwächte” (Seite 25). Google wird zum “Hirn, das die Bibliothek von Babel steuert” und unter Hinweis auf das bunte Bauklötzchen-Design des Suchmaschinen-Giganten wird sogleich die geheime Kraft aus dem Kinderzimmer aufgebauscht.“ (http://www.czyslansky.net/?p=2331). Wer zum Narren öffentlich erklärt wird, wird der Vernichtung zumindest in der öffentlichen Debatte preisgegeben.
    Dass Schirrmacher Hans-Olaf Henkel beleidigt, ist für sich genommen das geringste aller Probleme. Der Mann weiß sich doch zu wehren. Dass Schirrmacher als Mysterienmaler des Bildungsbürgertums nicht nur die Starken unserer Gesellschaft denunziert, sondern sich dem rationalen Diskurs entzieht, ist die Schweinerei. Mal so gesagt.

  4. Den Text von Schirrmacher kannte ich gar nicht, konnte mich aber dank der Verlinkung davon überzeugen, wie heftig der streitbare Feuilletonist den Nagel auf den Kopf trifft. Und wie Kommentator Notker feststellt, so bin ich ebenfalls der Meinung, dass Henkel zu gut dabei weg kommt. Ganz ehrlich, es tut ganz gut, wenn die ganzen INSM-Mietmäuler und sogenannte Arbeitgeberinteressenvertreter, die sich viel zu oft und vor allem unkritisiert in warme Talkshowsessel kuscheln, von der Mainstreampresse (bitte nicht als negative Beschreibung empfinden, im Gegenteil) attackiert werden. Diese selbsternannten Debattenanstoßenwoller und angebliche Simmen einer „schweigenden Mehrheit“ zündeln, meiner Meinung nach, viel zu oft am sozialen Leben und Miteinander in Deutschland, ganz zu schweigen von den völlig entarteten Sichtweisen zu Finanzmarkt und Wirtschaftspolitik. Mist, jetzt habe ich „entartet“ geschrieben, könnte ja den ein oder anderen daran erinnern, dass sich solch Wort „im Arsenal totalitärer Demagogie“ befindet, da muss ne Replik her!

    Übrigens, mittlerweile haben sich auch us-amerkanische Ökonome
    und Rechtswissenschaftler zu Henkel geäußert. Sehr klare Ansagen, die ich mir in Deutschland schon seit langer Zeit wünsche, scheinbar aber die 2008er von Schirrmacher verpasst hatte. Danke, Frank.

    Linktipp

    Freundliche Grüße

  5. „Markus“ zitiert Artikel, wo Herrn Henkel etwas sehr interessantes vorgeworfen wird: Es sei Rassist, weil er für richtig hält, Leuten in schlechten Wohnvierteln allein wegen ihrer Adresse keinen Kredit zu geben. Das sei rassistisch, weil dort weniger Weiße wohnten, eher Farbige.

    Oh mein Gott. Wer ist denn da der Rassist? Man muß vermutlich Amerikaner sein, um das zu verstehen. Und man sollte Deutscher sein, um den Quatschabsatz zum Thema Talkshows und Mietmäuler zu verstehen, der wohl nur geschrieben wurde, um das „böse Wort“ zu sagen. Entartet… Aber auf so einen Schmarrn steige ich nicht weiter ein.

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