Handgemachte digitale Musik

Bevor ich die Kategorie HiFi – die es hier im Blog im übrigen gar nicht gibt – kampflos Michael Kausch überlasse, mische ich mich mal mit einem Tipp ein.
Anders als die mundgeblasenen Reussenzehn-Röhren von Herrn Kausch werden die Meinen zu 90% digital gespeist. Zwar kann ich die Faszination Vinyl durchaus verstehen, allerdings ist es für mich weitaus bequemer vom iPhone – natürlich verlustfreie – Digitale Daten durch’s Netz in die HiFi Anlage zu schicken. Klingt genauso warm und hochauflösend, allerdings ganz ohne Knistern oder Waschen.

Die Bezugsquellen von unkomprimierten Daten hier in Deutschland sind allerdings sehr begrenzt. Viele Downloadportale bei denen man FLAC (Free Lossless Audio Codec ) oder ALAC (Apple Lossless Audio Codec) Dateien gegen Bezahlung herunterladen kann, sind für deutsche User meist gesperrt. Wir kennen das ja: „Diese Inhalte sind in deinem Land nicht verfügbar“

Eine Alternative ist die SACD (Super Audio CD). Die wehrt sich allerdings beharrlich gegen das Übertragen auf Festplatten (außer man nennt eine gehackte Playstation sein Eigen). Leider ist das Angebot dieser wirklich grossartig klingenden Scheiben zudem nicht so gross.

Da freut man sich, auf seiner Suche nach unverfälschter, handgemachter, digitaler Musik; über Musiker, die ohne Musikindustrie, GEMA und sonstige Verbrecher Blödbacken Partner auskommen und ihre Musik selbst vertreiben.


Über Youtube bin ich auf die beiden großartigen Musiker der Formation Pomplamoose gestoßen, habe sie angemailt, einen Downloadlink bekommen, über PayPal bezahlt und freue mich über tolle Musik, die ohne Umschweife bei mir gelandet ist.

Interessant ist das Grundkonzept, welches den Musikvideos der Beiden zugrunde liegt. Alles, was man hört, sieht man auch. Das bedeutet im Umkehrschluss, dass es keine versteckten Effekte gibt. Singt Natalie ihren Chorus drei mal ein, sieht man sie auch dreimal im Bild.

 

 

2 Gedanken zu „Handgemachte digitale Musik“

  1. Breitbandige Downloads sind in der Tat die Zukunft. Da hab ich nix gegen einzuwenden. Man kann die ja zur Archivierung dann im 3D-Drucker als Schallplatte pressen. Da gibt’s zwar noch ein wenig an Feinarbeit zu leisten (noch arbeiten die Drucker nicht fein auflösend genug; guckst du hier: http://www.amandaghassaei.com/), aber ich bin mir sicher, eines nicht zu fernen Tages pressen wir unsere Platten selbst vom digitalen Master Tape 😉

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