Der Einkaufswagen der Presseausweisinhaber – so also sieht er aus!

Die Nachfrage nach vergünstigten Pressekonditionen scheint ungebrochen. Der Online-Informationsdienst http://www.pressekonditionen.de veröffentlichte jüngst seine Hitliste der Zugriffe auf entsprechende Angebote. Und das Ergebnis ist recht merk- bis denkwürdig …

Quelle: http://www.pressekonditionen.de/top-presserabatte-2012/

BMW, Audi und VW führen die Hitliste der Wunschautos deutscher Journalisten mit klarem Vorsprung vor Mercedes  an. Das muss nicht überraschen. Überraschend ist aber dann doch, dass sich mehr Journalisten für Porsche, als für Opel und Ford interessieren, ganz zu schweigen von Citroen und Volvo. Lauter gut bezahlte Edelfedern? Oder Polizeireporter, die auf schnelle Fahrzeuge angewiesen sind?

Auch unter den Mietwagenanbietern liegen Billiganbieter wie Holiday Auto  abgeschlagen auf den hinteren Rängen.

Wie haben wir uns den rabattverwöhnten Träger eines deutschen Journalistenausweises vorzustellen?

Etwa so:

Der Presseausweisträger reist gerne um die Welt, hat einen Audi oder BMW in der Garage stehen, nutzt gerne auch mal einen Mietwagen, den er vorzugsweise mit einem elektronischen Helferlein der Marke Apple bucht, seine Freizeit verbringt er mit Familie im Cinemaxx-Kino – wenn er nicht gerade eine vergünstigte Eintrittskarte im Europapark oder Phantasialand gelöst hat und abends, da legt er sich auf eine Kuschelmatratze von “Matratzen Factory Outlet” im Bettgestell von “Möbel Schmidt”. Und dort fällt ihm dann auch sicherlich ein wirklich harter Beitrag über unsere politischen Rabattstreuner aus Bundes- und Landtagen ein. Wetten dass?

3 Gedanken zu „Der Einkaufswagen der Presseausweisinhaber – so also sieht er aus!“

  1. Oder der Journalist lässt sich von einer Firma wie Congstar für blöd verkaufen, die ihm auf ihrer Homepage einen iPhone 43 16 GB „ab 99 €“ bewerben, der in Wirklichkeit 579,99 € kostet, weil die 99 Euro nur die Anzahlung sind und zwei Jahre lang noch Raten zu zahlen sind. In sofern sind Presserabatt-Angebote sehr nützlich, denn sie bringen den Journalisten auf die Fährte von Betreibern unlauterer Werbung, und dem kann man dann in schönen Artikeln nachgehen. Presserabatt = Recherechehilfe, kapiert!

  2. Haha Tim Cole made my day – witzigerweise ist einem ungeliebten Bekannten von mir (der erfüllt wirklich das Klischee arroganter Pressefritze) in etwa genau das passiert. Man siehe sich auch mal die zugehörige Seite an:
    https://mgm.congstar.de/ma/lp/presse

    Es ist gar nicht so einfach hier den eigentlichen Rabatt und worauf der genau gegeben wird zu sehen. (man bekommt einen „Gutschein“ – doch wann und worauf soll man den jetzt einlösen?) Da hat man sich schnell durchgeklickt und flugs ein Handy online dazu bestellt … als wäre man bei einem Anbieter wie https://www.typhone.de gelandet. Da übrigens bieten sie die Presse-Verträge gar nicht erst an …

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