Blowjobs – Ryanair wirbt mit Extraservice in der Businessclass …

Das nenne ich eine unterhaltsame und unkonventionelle Ansprache, die Michael O’Leary,  CEO von Ryanair auf dieser Pressekonferenz gehalten hat, aber sehen sie selbst.
Ein Horror für seine Pressereferentin, aber ein viraler Lacher … politisch nicht 100% korrekt, aber wer will das schon sein, wenn er fast eine Million Zuschauer verbuchen kann.

Einer der Themen auf dem letzten Czyslansky-Treffen war auch die Armut der deutschen Sprache, auch wir fanden kein wirklich deutsches Wort für „Blowjob“

5 Gedanken zu „Blowjobs – Ryanair wirbt mit Extraservice in der Businessclass …“

  1. Wir haben ein Wort für Blowjob: Blowjob. Die deutsche Sprache ist nicht arm, im Gegenteil, sie ist in der Lage, aus allen anderen Sprachen Wörter in einer Geschwindigkeit zu übernehmen, um die sie weltweit beneidet wird. Wer innerhalb von 50 Jahren aus Cakes Kekse machen kann, ist nie arm.

    Und andererseits: Wer braucht ausgerechnet dieses Wort? Ich stelle mir gerade vor, was passiert, wenn irgendein deutscher Dax-Vorstand in einer Pressekonferenz seine Dolmetscherin in diese Lage bringt …

    Natürlich habe ich auch gegrinst, ich geb’s ja zu 🙂

  2. Ich habe vor Jahren in Stuttgart an der Dolmetscherschule einen Kurs gegeben mit dem schönen Titel: „Word you must know but seldom use.“ Wir haben uns stundenlang mit diesen hauptsächlich aus 4 Buchstaben bestehenden Wörtern beschäftigt, sie in Kategorien eingeteilt („primäre Geschlechtsmerkmale“, „Analtrakt“, „sexuelle Abartigkeit“) und analysiert. Die Mädels – 90 Prozent der Studenten waren weiblich – haben sich darin überboten, möglichst schweinische Ausdrücke aufzutreiben und in unsere Sammlung einzufügen. Die Logik lautete dabei: Es darf dir als Übersetzer und vor allem als Übersetzerin niemals passieren, dass dich einer aufs Glatteis führt und du nicht weißt, was er gemeint hat. Englisch ist dafür ja wie geschaffen, aber wenn ich mich als Dolmetscher betätigen will, dann muss ich das wissen – und vorbereitet sein.

  3. ich versteh die ganze diskussion nicht. es gibt doch das schöne deutsche wort der „blasarbeit“. ich zitiere aus der kleinen feinen broschüre „Bergmannslos“ von willy skupin aus dem jahr 1986, der das problem der überschiebung beim blasen so trefflich schildert:

    „Mit der Blasarbeit hatte der Schichtsteiger den Blasmeister und drei weitere Männer beauftragt. Als der Blasmeister dem Mann an der Blasmaschine durchgegeben hatte, fünf Wagen zu verblasen, und das Blasen eben begonnen hatte, brach an dieser Stelle, durch die Überschiebung begünstigt, das Hangende herein.“

    hurra, der steiger kommt …

  4. Zum Glück fühlt man sich bei Ryanair ja überhaupt nicht gezwungen, irgendetwas zu übersetzen. Die Buchungsmasken findet man ja gerade noch auf Deutsch, aber die Bestätigung kommt dann direkt auf Englisch daher und wehe dem, der dann nicht versteht, wann er wo zu sein hat und was für Schritte er vorher noch unternehmen muss. Ich bin ja auch ein großer Anhänger des billigen Fliegens, aber bei Ryanair muss man da schon wirklich so einiges in Kauf nehmen, um wirklich günstig dabei wegzukommen.

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