Gibt es eigentlich Black Hat Pressearbeit?

Als alter Suchmaschinist habe ich oft, zum Verständnis bei Vorträgen, eine Analogie zwischen Suchmaschinenoptimierung und PR Arbeit  gezogen.

Grundsätzlich: Für mich gibt es zwischen Suchmaschinenoptimierung und PR viele Parallelen. Man definiert welches relevante Suchbegriffe sind (Auswahl der Zielmedien), bereitet gute und strukturierte Inhalte auf (Pressetexte und Hintergrundinformationen). Die Suchmaschinen (Redakteure) beurteilen wie relevant die Inhalte für Nutzer sind und definieren die Position innerhalb der Suchergebnisseiten (Die Top Position bei Google entspricht bei dieser Analogie der Titelseite einer Zielpublikation).

Zwar gib es im Unterschied zu Magazinen oder Zeitschriften bei Google, Yahoo und Co. keine Begrenzung der Ergebnisse (Heftumfang). Berücksichtigt man aber die Tatsache, das die wenigsten Nutzer über die ersten zwei Suchergebnisseiten hinausgehen zählt am Ende nur, ob man mit Suchmaschinenoptimierung (Pressearbeit) dauerhaft und relevant (Suchbegriffe) in den Ergebnisseiten (Zielmedien) vertreten ist.

Der große Unterschied zwischen Pressearbeit und Suchmaschinenoptimierung liegt letztlich in der Messbarkeit. Ist für viele Unternehmen Pressearbeit immer noch eine Glaubensfrage ( Wie viele neue Kunden haben wir über unsere PR Arbeit bekommen?), folgt Suchmaschinenoptimierung doch den Prinzipien des Performance Marketing ,messbare Reaktionen und/oder Transaktionen mit dem Nutzer zu erzielen. Eine Bewertung der Suchmaschinenoptimierung erfolgt also durch die Erreichung bestimmter Ziele mit einem gewissen Budget.

Nachdem gerade in den letzten Jahren Suchmaschinenoptimierung zu einem sehr lukrativen Markt geworden ist, gibt es gerade in diesem Markt Viele, die Methoden einsetzen, mit denen nicht alle einverstanden sind. Der Name, der sich hierfür entwickelt hat heisst “Black Hat SEO” – also die Männer bei der Suchmaschinenoptimierung mit den schwarzen Hüten.

Welcher “Black Hat” Methoden bedienen sich eigentlich Unternehmen und Presse Agenturen, um gute Platzierungen in Publikationen zu erreichen. Ist systematische Pressearbeit = Black Hat Pressearbeit? Dazu möchte ich das doch inzwischen sehr bekannte Interview mit Hans Jürgen Jakobs, geschäftsführer sueddeutsche.de, aus der horizont zum Suchmaschinenoptimierung von Anfang Juli zitieren:

Immer mehr Nachrichtenportale betreiben systematische SEO (Suchmaschinenoptimierung) als digitales Vertriebsinstrument, um die Reichweiten ihrer Websites zu pushen.

Doch noch gibt es Unterschiede: Experten schätzen den Anteil des Traffics, den einzelne Nachrichtenseiten über Google und Co generieren, auf 15 bis über 50 Prozent. Als besonders erfolgreich beim SEO gilt Welt Online – und erweckt damit Neid und Argwohn der Konkurrenz. “Der irrsinnig hohe Nutzeranteil von rund 50 Prozent, den allen Informationen nach Welt.de via Google und Google News erzielt, zeigt, was auf diesem Sektor technisch so alles möglich ist”, staunt Hans-Jürgen Jakobs

Apropos- Warum die welt-online aller Voraussicht nach kein “Black Hat SEO” betreibt habe ich in einem grundsätzlichen Artikel auf meinem Performance Marketing Blog beschrieben