1. FC Saarbrücken wird Nationalmannschaft

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Afrika in den Grenzen der Fifa?

Das saarländische Fußballelend hat ein Ende. Die Fifa akzeptiert das Saarland wieder als unabhängig und damit nationalmannschaftsreif. Laut BILD-Zeitung („Dahinter steckt immer ein kruder Kopf“) können sich Journalisten bei der Akkreditierung zur Fußballweltmeisterschaft folgenden deutschen Herkunftsländern zuordnen: BRD – DDR – Saarland.

Damit nicht genug: Israelische Journalisten sind nicht eingeladen, es sei denn sie geben als Herkunftsland „Britisch Palästina“ an. Im globalen Angebot sind ferner längst verblichene Staaten wie die Tschechoslowakei, Jugoslawien, Ober-Volta und die ruhmreiche Sowjetunion. Ausgerechnet in Südafrika lebt auch das rassengetrennte Rhodesien wieder auf. Und speziell für unseren Freund irischer Cottages Christoph Witte gibt es „Irland in den Grenzen vor 1921“.

Arbeitet Lothar Matthäus jetzt als Berater für die Fifa? 

Ein Tipp der PR-Macher.

4 Gedanken zu „1. FC Saarbrücken wird Nationalmannschaft“

  1. Na, dann empfehle ich mal den Vertreterbesuch von Reinhard Mey zu lesen (oder es sich gleich anzuhören, sorry, kein Link).

    Das erklärt alles. Die FIFA macht halt nicht jede Modetorheit gleich mit, sondern setzt auf Bewährtes 🙂

    Reinhard Mey hat übrigens seinen Text teilweise abgeschrieben, aus dem Vorwort zum „Immerwährenden Weltatlas“, den der große Czyslansky herausgegeben hat, aus einer Grille, wie er sagte. Wir erinnern uns: Alle Namen und Grenzen waren mit Bleistift eingezeichnet, die Seen und Gletscher mit Tinte (Königsblau, Tintenkiller anbei) und nur die Gebirge mit Tusche.

  2. Wenn wir es hier mit einer – wie von der FIFA bezeichneten – „veralteten“ Datenbank zu tun haben, so können wir diese Datensätze circa auf das Jahr 1921 datieren.

    Mir fällt nur ein Einziger ein, der in diesem Jahr so visionär hätte sein können, eine Datenbank zu erstellen. Eine Frage, die ab sofort die Czyslansky-Gesellschaft beschäftigen sollte.

  3. Die Landkarte für Leute mit Durchblick
    Landkarte aus
    Czyslansky in Ehren, aber der wahre Meister dieses Fachs ist und bleibt Lewis Caroll, der in „The Hunting of the Snark“ die vielseitigste Landkarte aller Zeiten entwarf, begleitet von folgendem Text:

    He had bought a large map representing the sea,
    Without the least vestige of land:
    And the crew were much pleased when they found it to be
    A map they could all understand.

    „What’s the good of Mercator’s North Poles and Equators,
    Tropics, Zones, and Meridian Lines?“
    So the Bellman would cry: and the crew would reply
    „They are merely conventional signs!

    „Other maps are such shapes, with their islands and capes!
    But we’ve got our brave Captain to thank:“
    (So the crew would protest) „that he’s bought us the best—
    A perfect and absolute blank!“

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