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Eine tragbare Lösung für das Wall Street-Dilemma

So sehen Sieger aus!

Der Amerikaner Thomas Friedman hat eine so herzerfrischende Art, es auf den Punkt zu bringen, egal worüber er schreibt. Sein Buch, „The World is Flat“, hat das Gespenst der Globalisierung auf handliche Haushaltsgröße reduziert, und in seinen Kolumnen für die „New York Times“ heilt er mit leichter Hand die dringendsten Probleme der Gegenwart mit simplen, auf gesunden Menschenverstand gründenden Lösungen, die nur den einen kleinen Nachteil haben, dass sie keine Chance haben, jemals umgesetzt zu werden.

Nehmen Sie seinen jüngsten Beitrag über die moralische Sumpflandschaft, die sich heute „internationales Investmentbanking“ nennt und gegen die täglich mehr junge – und einige nicht mehr ganz so junge – Menschen an der Wall Street und anderswo auf die Barrikaden gehen. Friedmans absolut korrekte Analyse: Die Investmentbanker nicht nur, aber ganz besonders in den Vereinigten Staaten sind inzwischen so übermächtig und gleichzeitig so maßlos geworden, dass sie die Korruption auf unsere politischen Institutionen übertragen haben. Kein Abgeordneter in Amerika kann sich ernsthaft um Bankenreform bemühen, weil er von der Banker-Lobby sofort mundtot gemacht werden würde. Ein sanfter Hinweis an seinen Fraktionschef mit der leisen Drohung, die Parteispenden könnten aufhören zu sprudeln, und schon ist das Thema vom Tisch.

Friedman hat eine ganz einfache und elegante Idee sowie drei außerordentlich schlüssige und ernstgemeinte Vorschläge, mit denen man sich Banker ganz schnell auf Normalmaß zurückstutzen könnte:

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trojaner hacken geldautomaten unter windows

banktroja

bank von troja

einerseits: das war mir neu, dass sogar geldautomaten inzwischen unter windows laufen.

andererseits: das überrascht dann auch nicht mehr, dass inzwischen trojaner entdeckt wurden, die in geldautomaten die PINs von bankkunden ausspionieren.

laut sophoslabs wurde nun erstmals in moskau elektronische spyware entdeckt, die in geldautomaten des herstellers diebold implantiert wurden. gleichzeitig weisen die sophosleute darauf hin, dass es auch in westlichen ländern, darunter  deutschland, windows-bankautomaten gäbe, die grundsätzlich als ziel von trojaner-angriffen in betracht kommen.

knapp 50 billionen us-dollar wurden angeblich in der jüngsten finananzkrise „vernichtet“. da kommt einem doch der verdacht, dass das schöne geld vielleicht gar nicht vernichtet wurde, sondern auf einer bank in troja liegt?

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Die Finanzkrise herrscht inzwischen überall. Die Vergleiche mit der letzten großen Weltwirtschaftskrise häufen sich und sind immer öfter mit dem Hinweis versehen – dieses Mal ist alles noch viel schlimmer. Es geht um mehr Geld, es sind mehr Länder betroffen und sowieso schlage die Misere der Finanzwirtschaft viel schneller auf die Realwirtschaft durch als damals . (Wenn die Finanzwirtschaft nicht real wäre, hätten wir sicher jetzt keine Schwierigkeiten.)

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Das Internet ist schuld an der Finanzkrise

Was wir im Augenblick durchleben ist die erste echte Finanzkrise im Zeitalter des Internet. Vergessen Sie die Dotcom-Blase – das war, um Alan Greenspan zu zitieren, nichts als „irrationaler Überschwang“. Heute ist das Internet ein Teil des Problems. Vielleicht ist es auch ein Teil der Lösung.

Auslöser der Finanzkrise (nicht der möglicherweise daraus entstehenden Wirtschaftskrise) sind zwei Dinge: Einmal immer kompliziertere und selbst für Fachleute nicht mehr zu überblickende Finanzprodukte wie Derivate, Credit Swaps, Subprime-Hypothekenfonds und „asset-backed securities“, und zum anderen die immer raffinierteren elektronischen Trading-Systeme, über die Kapitalflüsse in Milliardenhöhe völlig unreguliert um den Globus gelenkt werden können. Sie möchten einen Credit Swap von $100 Millionen aufsetzen? Ein Instant Message an einen Hedge Fund auf den Caymans genügt.

Derivate sind heute, wie Paul Kedreosky in „Newsweek“ treffend schreibt, heute „eine Art Kreuzung zwischen Dorfklatsch und Videospiel“: Triviale Konversationen über Blackberry mutieren plötzlich zu Transaktionen, unbeaufsichtigt, unkontrolliert, aber am Schluss mit einem Smiley signiert.

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