In Memoriam Hans Pfitzinger (1945-2010)

hans-in-memoriam1

Leben!
Einzeln und frei wie ein Baum
und brüderlich wie ein Wald –
das ist unsere Sehnsucht.

(Nazim Hikmet)

Unser Freund Hans ist eingeschlafen. Er hat die letzten Wochen an einem Ort verbringen dürfen, den es eigentlich gar nicht mehr gibt: einem Ort der Ruhe, nämlich das Johannes-Hospiz des Ordens der Barmherzigen Brüder in München-Nymphenburg. Für jemanden, der die „Stillen Winkel in München“ wie kein anderer kannte und beschreiben konnte, ist das irgendwie passend gewesen. Obwohl er kein besonders religöser Mensch war, hat er vor allem die Gespräche mit Bruder Karl, dem dort tätigen Pater, ebenso wie die aufopferungsvolle Pflege der Schwestern bis zuletzt genossen. „Das sind so wunderbare Menschen hier“, sagte er mir beim allerletzten Besuch.

Diese fast schon einzigartige Einrichtung wurde 2004 eröffnet und ermöglicht gleichzeitig bis zu acht todkranken Menschen ein Sterben in Würde. Das Krankenhaus der Barmherzigen Brüder wurde 1750 gegründet und betrieb bis 1803 am Sendlinger Tor das Hospital St. Maximilian  sowie eine angeschlossene Ärzteschule, die aber beide der Säkularisation zum Opfer fielen. 1916 kaufte der Orden die ehemalige Gaststätte „Zum Controlor“ am Südlichen Nymphenburger Schlossrondell und machten daraus ein freigemeinnützige Krankenhaus, das heute mit seinen 372 Betten rund 12.000 Patienten im Jahr betreut.

Das Sterbehospiz ist auf Spenden angewiesen. Wer unserem Freund Hans ein würdiges Andenken geben möchte, sollte einen bleibigen Betrag auf folgendes Konto überweisen:

Verein zur Förderung des Johannes-Hospizes
HypoVereinsbank München
Kto.-Nr. 3 960 091 670
BLZ 700 202 70

2 Gedanken zu „In Memoriam Hans Pfitzinger (1945-2010)“

  1. lieber hans,

    falls du jetzt runterschaust von deiner wolke, dann hilf mir ein wenig, mich in den kommenden wochen hier zurechtzufinden. ich habe mir fest vorgenommen die letzten „stillen winkel in münchen“, die du in deinem gleichnamigen buch beschreibst, zu besuchen. und manche sind ja ein wenig schwer zu finden. aber die wirklich schönen dinge drängen sich einem selten auf.

    und grüß die anderen großen schreiber da oben, kurt, nazim, die ganze bande. man trifft sich …

  2. my friend,
    whereever you went
    now by and by
    thanks for the visit
    yesterday
    ‚twas sunny with
    grateful clouds
    today a silver lining
    in the sky and why
    always & forever
    yr deadhead friend,
    etienne

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.