The Queen, you get what you pay for …

Zum heutigen 60. Thronjubiläum der Queen schliesst die TAZ ihren sehr lesenswerten Artikel mit folgendem Satz:

… Wenn die Briten über den Kanal blicken, sehen sie Nicolas Sarkozy und Christian Wulff – und schätzen sich glücklich.

Quelle: Wikipedia - Foto: NASA

Die Briten erleben seit 60 Jahren ein Staatsoberhaupt, das beständig und pflichtbewusst, überparteilich und diskret ihren Dienst tut. Eine Ikone der Verlässlichkeit und Stils – und was haben wir? Christian Wulff, ein profilloses Milchgesicht mit Kredit-, Immobilien-, Auto-, Flugupgrade und sogar Bobbycar-Affären.

Die Queen lässt sich in ihrem Rolls-Royce Phantom VI, der zu Ihrem 25 Thronjubiläum, extra für Sie entwickelt wurde, herumchauffieren.
Das zeigt mal wieder, dass wenn man sich ein vernünftiges Autos schenken lässt, man auch mindestens 35 Jahre Freude daran hat.

Phantom

Quelle: Wikipedia

Ich wage zu bezweifeln, dass irgend ein Q3-5 oder 7 aus Ingolstadt da mithalten kann. Ich weiss auch nicht, ob der PriStaatsoberhauptnce of Wales ein Bobbycar hatte, vermutlich war es eher ein Schaukelpferd auf dem er seine spärliche kindliche Freizeit verbrachte, eines auf dem schon sein Urgroßvater saß und irgendwann seine Urenkel reiten werden.

Fakt ist, dass jeder genau das Staatsoberhaupt hat, dass er verdient. Unsere Schnäppchen – Geiz ist geil – Mentalität beschert uns eben unseren Billig-Präsidenten – eine ordentliche Monarchie kostet ja SO VIEL GELD!!!! Schon allein die Hochzeiten …

You get what you pay for, GOD SAVE THE QUEEN!

 

5 Gedanken zu „The Queen, you get what you pay for …“

  1. Ich sag’s als Angelsachse ungern, aber unsere Lizzie ist leider wohl eher die Ausnahme unter den Royals, und zwar nicht nur die aktuellen. Man denke nur an ihren Großonkel Eddie, der 1936 wegen seiner unstandesgemäßen Zuneigung zu einer gewissen Frau Simpson abdanken musste. Oder an den verrückten König George III, der vermutlich überhaupt nicht verrückt war, sondern Hannoveraner; jedenfalls hielt er einen Obstbaum für den König von Preußen, was im Grunde sehr vernüftig ist.

    Eines meiner liebsten Geschichtsbücher heißt „1066 And All That“, erschien 1930 und trug den Untertitel: „A Memorable History of England, comprising all the parts you can remember, including 103 Good Things, 5 Bad Kings and 2 Genuine Dates.“ Zu den bösen Königen zählten: John (1166-1216), den Robin Hood immer an der Nase herumführte, Henry I (1068-1135), der sich angeblich an Neunaugen zu Tode aß, der „geteilte König“ (Heinrich II, Teil 1 und 2) sowie „Broody Mary“, die eigentlich Mary I hieß und eine Vorliebe für gegrillte Portestanten hatte.

    Ich denke, da habt Ihr Deutschen es mit Eurem Wulff ja noch vergleichsweise gut getroffen. (Ach ja, der ist ebenfalls Hannoveraner! Was für ein Zufall…)

  2. Ich halte es ja eher mit Lenin, von dem der schöne Satz überliefert ist „Jede Köchin muss lernen, den Staat zu regieren“. Er hätte sich wohl niemals träumen lassen, wir dieses postulat zynisch dereinst umgesetzt werden würde …
    Was macht eigentlich die Frau von Roland Koch ???

  3. @Tim vergiss bitte nicht, dass die beiden Edwards (VII und VIII) der westlichen Welt einige der größten Errungenschaften geschenkt haben. Der eine hat einen der wunderbarsten und nach ihm benannten Cocktail (Prince of Wales) kreiert und der andere hat gezeigt, dass dunkelblaue Anzüge mit braunen Full-Brogues auch Abends ganz famos aussehen. (Vorher hiess es: „No brown after six“ und „No brown in town“) (Anmerkung: Herr Wulff hingegen trägt Lloyd-Schuhe mit geklebter Gummisole.)

    Hier sei noch das Lieblingsrezept des verehrten Czyslansky für seinen „Czyslanskys Prince of Wales“ angehängt:

    4 cl Rye Whisky
    1 cl Benedictine
    1 dash Angustora
    4 cl Champagner
    dazu: Zitronen & Orangenscheibe viel Eiswürfel und das ganze natürlich immer im Silberbecher.

  4. @Tim Sowohl Jim Beam, als auch Wild-Turkey (auch mit e) gibt es im gut sortierten Spirituosenhandel.
    Czyslanskys Lieblings Rye, der „Templeton Rye Straight Rye Whiskey“ ist leider hier nicht so einfach zu bekommen – Die Geschichte, wie ihm sein alter Freund Al Capone einmal ein Fläschchen zum Geburtstag mitbrachte und ihn damit auf den Geschmack brachte, werde ich ein andermal erzählen.

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