Schlagwort-Archive: WLAN

Danke, Andreas Zwilling

Kennen Sie Andreas Zwilling?
Nein?

Ich auch nicht. Bevor Sie jetzt reflexartig den Namen googlen und auf irgendwelche Träger dieses Namens stoßen, kann ich Ihnen versichern: Ich habe diesen Namen für ebendiesen Beitrag frei erfunden. Das geschieht zum Schutz der Person, deren realen Namen ich natürlich kenne. Im Erfinden von Namen bin ich geübt, auch den Nick DanielschafftEuchAlle habe ich vor einiger Zeit für Czyslansky erfunden, um meinen Quizduell-Gegner eine gewisse Anonymität zu gönnen.
Überhaupt gibt es zwischen DanielschafftEuchAlle und Andreas Zwilling einige Gemeinsamkeiten.
Beide arbeiten offensichtlich nicht weit entfernt von unserer Firma, denn beide verkehren hin und wieder in dem gleichen Restaurant-Bistro, in dem auch ich öfters zu Mittag esse. Nun habe ich den alle schaffenden Daniel seit jenem denkwürdigen Tag, von dem ich hier berichtet habe, dort nicht mehr gesehen. Vielleicht ist es ihm nicht mehr ganz geheuer, seit ich seinen Quizduell-Nick aufgeschnappt habe, vielleicht übt er unentwegt, um sich das Mittagessen, um das ich gegen ihn spielen will, zu sparen.
Bei Andreas Zwilling ist der Fall anders.
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Der kurze Traum von einer Wasserlilien-Welt

WLANsAls ich und das Internet noch jünger waren, gab es keine WLANs. Man suchte sich eine Telefondose, fummelte mit diversen Kabeln und Adaptern rum, schloss sein Modem an und surfte – hoffentlich – los in einem Tempo, bei dem der heutigen Online-Jugend die Gesichtszüge vermutlich nach kurzer Zeit einschlafen würden.

Dann kamen die ersten WLANs auf. Es war eine unschuldigere Zeit, damals, und niemand wäre auf die Idee gekommen, sein WLAN per Passwort abzuschließen. Ich war damals gerade in New York, und die Leute setzten sich mit dem Laptop ins Café, suchten den nächstbesten privaten WLAN in der Nachbarschaft, loggten sich ein und surften los.

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Weltmännertag? So ein Unsinn, heute ist Welttoilettentag

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Liebe Jungs von Czyslansky (wobei Jungs die Sache nicht so ganz trifft),

Ihr seid echt nicht auf dem Laufenden. Der Weltmännertag ist echt überholt. Alles kalter Kaffee, was Ihr dort zusammengetextet habt. Heute ist nicht nur Männertag, heute ist auch Welttoilettentag. Kein Witz. Das ist seit 2001 so, wurde von der Welttoilettenorganisation ausgerufen und soll – so Wikipedia – die Verantwortlichen in Politik und Wirtschaft wachrütteln. Er will Tabus beseitigen, statt weiterhin zu verdrängen, dass das Toilettenproblem für einen Großteil der Menschheit nicht gelöst ist. Von den nationalen Regierungen wird gefordert, mindestens drei Prozent ihrer Ausgaben für Sanitär- und Wasserversorgung aufzuwenden, aber auch die Korruption im Wassersektor zu bekämpfen.

Jetzt wisst Ihr Bescheid. Das ist also ernst gemeint und verdient es, sich mit dieser Problemstellung auseinanderzusetzen. Wissen wir doch alle, dass auf dem Lokus gut denken, neuerdings auch gut twittern oder chatten ist – ein Ort der Kreativität, der Nachdenklich- und Besinnlichkeit, der es verdient hat, gewürdigt zu werden. Ist zum Beispiel die Latrine der Ort reformatorischer Erkenntnis, wie die Lutherforschung sinniert, um nur ein Beispiel zu nennen? Weiterlesen

Und Sie sind?

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Nicht schwer zu erkennen, wie das WLAN des Autors wohl heißt…

Wer will schon eine Nummer sein?
Noch dazu eine, die man sich nicht merken kann und die vielleicht 0024FE416268 lautet. Oder WLAN-FEA02…
Oder wie auch immer.
Zahlreiche Firmen wie Privatpersonen bemühen sich, ihrem eigenen WiFi-Netzwerk einen passenden, zumindest aber identifizierbaren Namen zu geben. Oder eben einen originellen, wie die Süddeutsche Zeitung in ihrer Online-Ausgabe am 13.10.2013 berichtet hat.

Das Thema ist nicht neu, bereits 2012 stellten die Yahoo-Nachrichten einige witzige Namen zusammen. Ein Trend, dem sich offensichtlich immer mehr Personen anschließen, vor allem Privatleute nehmen bei der Namenswahl ihres WiFi den größtmöglichen Anlauf, um die Hürde zur grenzenlosen Witzigkeit zu überspringen. Das ist ähnlich wie bei Friseurgeschäften oder Twitteravataren und -nicknames. Vor allem bei Esteren ist der Bogen vom Humorvollen zum Lächerlichen, vom Skurrilen zum Idiotischen oft überspannt.
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Digitaler Hotelkomfort

Das Hotelgeschäft ist ein hartes, und Hoteliers lassen sich eine Menge einfallen, um zahlungskräftige Gäste anzulocken. Das gilt vor allem für Geschäftsreisende, die bekanntlich ziemlich wählerisch sind bei der Auswahl ihrer Herbergen. Gerade die Luxusketten überbieten sich deshalb mit kleinen Geschenken, von einem kostenlosen Obstteller auf dem Zimmer bis zum Welcome-Drink an der Bar. Nur wenn es um den Internet-Anschluss geht, langen die Hotelbesitzer manchmal noch kräftig zu, wobei zumindest ich die Erfahrung gemacht habe: Je teurer das Zimmer, desto höher der Preis fürs Surfen! Weiterlesen

Wie uns Google vom Internet aussperren will

Wo bin ich? Einfach Google fragen!

Wenn Tom Cruise in dem Film „Minority Report“ durch die Straßen läuft, tauchen in den Schaufenstern laufend Werbebotschaften auf, die an ihn ganz persönlich adressiert sind. So schön es wäre zu wissen, dass mein Käseladen am Eck meinen Lieblings-Stilton wieder rein bekommen hat, so fröstelt es mich dennoch bei dem Gedanken, irgendjemand (ein Ladenbesitzer, der Bundesnachrichtendienst, etc.) könnte theoretisch jederzeit wissen, wo ich mich gerade aufhalte.

In der Praxis finde ich Location-based Services dagegen ganz toll. Ich benutze sie ja ständig, um meinen Freunden über Foursquare zu sagen, in welchem Lokal ich gerade zu Mittag esse oder welches Museum in New York ich gerade besuche. Ich dachte allerdings bisher immer, dass dazu GPS-Empfang nötig sei, was in der Regel nur draußen funktioniert und auch da nicht immer. Was mir nicht klar war (und ich werde von manchen Leuten ja als „Internet-Experte“ bezeichnet) ist, dass „Minority Report“ ja längst Wirklichkeit ist, und zwar Dank Google.

Google hat eine Funktion für sein Kartensystem „Google Maps“ entwickelt, die den Standort des Benutzers über WLAN-Router feststellt und an Google meldet. Solche „Hotspots“ gibt es ja mittlerweile überall, und da die wenigstens von uns (ich zum Beispiel) wussten, dass wir damit lokalisierbar sind, hat sich keiner von uns darüber sonderlich aufgeregt. Im Gegensatz zu Jacob Kohnstamm, dem Chef der holländischen Datenschutzbehörde, der inzwischen erfolgreich bei Google interveniert hat. Ab sofort kann jeder von uns die Tracking-Funktion seines WLAN-Routers ausschalten. Ganz einfach: Ich muss nur die beiden Wörtchen „no map“ an die WiFi-Adresse meines Routers eingeben.

Es gibt nur ein kleines Problem. Vielleicht auch zwei.

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Wien liegt am Pazifik

Während ich hier so sitze im Starbucks Cafe am Fishermanns Wharf in San Francisco und versuche, meinen Jetlag mit ein paar Tassen Cinnamon Dolce Latte zu vertreiben, muss ich ganz intensiv an Wien denken. Letzte Woche habe ich im Cafe Landtmann gefrühstückt, wo ich viele Stunden als Student vergeudet habe. Dort gab es genau die gleiche Mischung aus Enui und Katerstimmung, die gleichen etwas schludrigen Typen mit Zweitagesbart sassen dort vormittagelang herum, in ihre Tageszeitungen vertieft, die eine verständnisvolle Firmenleitung dort zum kostenlosen Verzehr anbot.

Hier sind es Laptops, iPhones oder iPads, in die man mit der gleichen verschlafenen Verbissenheit hineinstarrt, und die verständnisvolle Firmenleitung stellt lediglich die Konnektivität zur Verfügung. Ja, wir sind weit gekommen im Internetzeitalter. Und irgendwie doch auf der Stelle geblieben…

[geschrieben auf meinem Android-Smartphone]

Drahtlos in Triest, oder: Die Erfindung des essbaren Internets

Er fand auch nie so richtig Anschluß in Trieste…

Wir leben ja bekanntlich im Zeitalter des „ubiquitous Internet“, in der Allgegenwart der Online-Kommunikation, vor der es kein Entrinnen gibt und die viele (vor allem FS/FAZ!) als Bedrohung empfinden. Man hat sich daran gewöhnt, überall und jederzeit ins Netz gehen zu können, und hat sein Leben und seine Geschäftsgewohnheiten daran ausgerichtet. Und das kann fatal sein, wie folgendes kleine Beispiel aus dem Alltag zeigt.

Vorausgeschickt sei, dass ich eigentlich seit drei Wochen im Urlaub bin, aber was ist heutzutage schon Urlaub, wenn man überall auf der Welt für Kunden und Kollegen erreichbar ist (oder sein muss), das Handy auch beim Abschlagen auf dem Golfplatz klingelt und einen E-Mails beim Kabriofahren an der Dalmatinischen Küste erreichen?

Also habe ich mir gar nichts dabei gedacht, mich für gestern um 13 Uhr für eine Telefonkonferenz per Skype anzumelden. Weiterlesen

Frau Lüneburch und der BGH

Frau Lüneburch ist eine ganz Nette. Und eine Unerschrockene. Und sie heißt natürlich nicht so, aber sie braucht für diese Geschichte einen Namen. Wir haben bei ihr gewohnt, nette Pension. Ob sie denn WLAN hätte? „Ja“ strahlte sie. Login: Gast. Passwort: Lüneburch.

Oh mein Gott. Das kann nicht gehen, der Mac mag keine Umlaute bei Passwörtern und überhaupt, anderer Zeichensatz. Ganz abgesehen davon, daß sich die ISO27001-gestählte Seele schüttelt: Was für ein schlechtes Passwort. Ob sie das vielleicht ändern könnte? Frau Lüneburch strahlt immer noch. Klar könne sie das ändern. Das heißt, sie selbst könne das natürlich nicht. Das sei damals von diesem netten Jungen eingerichtet worden. Weiterlesen