Schlagwort-Archive: WiFi

Und Sie sind?

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Nicht schwer zu erkennen, wie das WLAN des Autors wohl heißt…

Wer will schon eine Nummer sein?
Noch dazu eine, die man sich nicht merken kann und die vielleicht 0024FE416268 lautet. Oder WLAN-FEA02…
Oder wie auch immer.
Zahlreiche Firmen wie Privatpersonen bemühen sich, ihrem eigenen WiFi-Netzwerk einen passenden, zumindest aber identifizierbaren Namen zu geben. Oder eben einen originellen, wie die Süddeutsche Zeitung in ihrer Online-Ausgabe am 13.10.2013 berichtet hat.

Das Thema ist nicht neu, bereits 2012 stellten die Yahoo-Nachrichten einige witzige Namen zusammen. Ein Trend, dem sich offensichtlich immer mehr Personen anschließen, vor allem Privatleute nehmen bei der Namenswahl ihres WiFi den größtmöglichen Anlauf, um die Hürde zur grenzenlosen Witzigkeit zu überspringen. Das ist ähnlich wie bei Friseurgeschäften oder Twitteravataren und -nicknames. Vor allem bei Esteren ist der Bogen vom Humorvollen zum Lächerlichen, vom Skurrilen zum Idiotischen oft überspannt.
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Wie uns Google vom Internet aussperren will

Wo bin ich? Einfach Google fragen!

Wenn Tom Cruise in dem Film „Minority Report“ durch die Straßen läuft, tauchen in den Schaufenstern laufend Werbebotschaften auf, die an ihn ganz persönlich adressiert sind. So schön es wäre zu wissen, dass mein Käseladen am Eck meinen Lieblings-Stilton wieder rein bekommen hat, so fröstelt es mich dennoch bei dem Gedanken, irgendjemand (ein Ladenbesitzer, der Bundesnachrichtendienst, etc.) könnte theoretisch jederzeit wissen, wo ich mich gerade aufhalte.

In der Praxis finde ich Location-based Services dagegen ganz toll. Ich benutze sie ja ständig, um meinen Freunden über Foursquare zu sagen, in welchem Lokal ich gerade zu Mittag esse oder welches Museum in New York ich gerade besuche. Ich dachte allerdings bisher immer, dass dazu GPS-Empfang nötig sei, was in der Regel nur draußen funktioniert und auch da nicht immer. Was mir nicht klar war (und ich werde von manchen Leuten ja als „Internet-Experte“ bezeichnet) ist, dass „Minority Report“ ja längst Wirklichkeit ist, und zwar Dank Google.

Google hat eine Funktion für sein Kartensystem „Google Maps“ entwickelt, die den Standort des Benutzers über WLAN-Router feststellt und an Google meldet. Solche „Hotspots“ gibt es ja mittlerweile überall, und da die wenigstens von uns (ich zum Beispiel) wussten, dass wir damit lokalisierbar sind, hat sich keiner von uns darüber sonderlich aufgeregt. Im Gegensatz zu Jacob Kohnstamm, dem Chef der holländischen Datenschutzbehörde, der inzwischen erfolgreich bei Google interveniert hat. Ab sofort kann jeder von uns die Tracking-Funktion seines WLAN-Routers ausschalten. Ganz einfach: Ich muss nur die beiden Wörtchen „no map“ an die WiFi-Adresse meines Routers eingeben.

Es gibt nur ein kleines Problem. Vielleicht auch zwei.

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Drahtlos in Triest, oder: Die Erfindung des essbaren Internets

Er fand auch nie so richtig Anschluß in Trieste…

Wir leben ja bekanntlich im Zeitalter des „ubiquitous Internet“, in der Allgegenwart der Online-Kommunikation, vor der es kein Entrinnen gibt und die viele (vor allem FS/FAZ!) als Bedrohung empfinden. Man hat sich daran gewöhnt, überall und jederzeit ins Netz gehen zu können, und hat sein Leben und seine Geschäftsgewohnheiten daran ausgerichtet. Und das kann fatal sein, wie folgendes kleine Beispiel aus dem Alltag zeigt.

Vorausgeschickt sei, dass ich eigentlich seit drei Wochen im Urlaub bin, aber was ist heutzutage schon Urlaub, wenn man überall auf der Welt für Kunden und Kollegen erreichbar ist (oder sein muss), das Handy auch beim Abschlagen auf dem Golfplatz klingelt und einen E-Mails beim Kabriofahren an der Dalmatinischen Küste erreichen?

Also habe ich mir gar nichts dabei gedacht, mich für gestern um 13 Uhr für eine Telefonkonferenz per Skype anzumelden. Weiterlesen