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Vom Gondeln und Glotzen

rr4Wer ganz oben ist, hat den beste Überblick!

Diese Binsenweisheit gilt noch immer, von Ausnahmen einmal abgesehen. Eine dieser Ausnahmen mag der eine oder andere aus dem Arbeitsleben kennen: Ganz oben in der Firmenhierarchie zu stehen bedeutet noch lange nicht, den besten Überblick über alles zu haben. Aber das ist ein anderes Thema, das in unserem Zusammenhang nicht weiter relevant ist.

Aber so mancher Benutzer des „Real Life“ weiß auch, wie schön es ist, von oben über Stadt, Land, Fluss zu schauen.
München hat in Sachen Skyline eher wenig zu bieten. Aber sofern die Witterung mitspielt, verzaubert die Stadt mit einem betörenden Blick bis weit hinein in die Alpen; vorausgesetzt man ist hoch genug. Ansonsten ist das Münchner Panorama weniger beeindruckend als zum Beispiel das Frankfurter. Dafür hat München andere Qualitäten.
Eine davon ist das Oktoberfest. Das zieht reichlich Besucher an, so viele, dass – wie mir eine Bedienung aus einem Festzelt glaubhaft versichert, zeitweilig WhatsApp nicht mehr geht. Zu hoch ist der Datenverkehr der bierseligen Besucher. Da kann es schon mal eine halbe Stunde dauern, bis eine WA-Nachricht von einem Bierzelt zum nächsten flattert.
Auch wir haben zur Wiesn Besuch, gemeinsam flanieren wir zwischen Zelten und Schaustellerbuden, Fahrgeschäften, Biergärten und Fressständen umher und steuern irgendwann auf das Riesenrad zu. Und wie war das noch?
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Meins, deins, seins – oder dem Zuckerberg seins?

Wenn stimmt, und daran besteht wohl kein Zweifel mehr, was am Wochenende erst die Netzgemeinde in Aufregung und dann durch die Nachrichtenkanäle gerauscht ist, dann werden die Nutzer von Whatsapp schon bald zu spüren bekommen, wer der neue Herr im Haus ist: Nämlich Facebook.
Whatsapp – so vermeldet unter anderem N24 – erschleicht sich Text- und Bildrechte, indem der Kommunikationskanal seine Allgemeinen Geschäftsbedingungen geändert hat. In denen ist nachzulesen:
In connection with Status Submissions, you affirm, represent, and/or warrant that: (i) you own or have the necessary licenses, rights, consents, and permissions to use and authorize Whatsapp to use all patent, trademark, trade secret, copyright or other proprietary rights in and to any and all Status Submissions to enable inclusion and use of the Status Submissions in the manner contemplated by the Service and these Terms of Service (AGB 5 B (i)).
Was nichts anderes bedeutet als, dass die Nutzer von Whatsapp nicht nur bestätigen Rechteinhaber der über die Plattform verschickten Bilder zu sein, sondern Whatsapp zu autorisieren, all das Material ebenfalls zu benutzen. „Die Kunden stimmen jedenfalls in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen zu, dass Whatsapp alle Inhalte, Bilder und ähnliches ohne Einschränkung und in allen Medienformaten und über alle Kanäle weiterverbreiten kann“, zitiert das Handelsblatt, das das Thema in die Öffentlichkeit gebracht hat, auf seiner Website den Kölner Rechtsanwalt Rolf Becker.
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Rechnung mit mehreren Unbekannten

Sie erinnern sich an Ihre Schulzeit?

Dann lösen Sie diese Formel bitte durch Umstellen so lange auf, bis Sie wissen, was Y is. Wie lautet das Ergebnis dessen, dass Facebook gestern WhatsApp gekauft hat? Eine vernachlässigbare Größe ist, dass sich die Presseberichte nicht einigen können, ob der Verkaufswert 16 Milliarden US Dollar betrug, oder ob es 19 Milliarden waren. Das hat auf das Gesamtergebnis wenig Einfluss.

fb-w Kopie

Eine kleine Lösungshilfe:

Bitte beziehen Sie in Ihre Kalkulation mit ein, dass Mark Zuckerberg schon immer gierig nach Handynummern der Facebook-Nutz war und die Plattform selbst oft genug die registrierten User gebeten hat, diese zu hinterlegen. Dieser Aufforderung sind offensichtlich nicht gerade viele Nutzer nachgekommen. Kalkulieren Sie ebenfalls mit ein, dass WhatsApp ohne Handynummer-Hinterlegung nicht funktioniert.
Bitte rechnen Sie hinzu, dass nach Selbstbekundung WhatsApp täglich etwa 1 Millionen neue Nutzer generiert, die zwar nur einen Kleinbetrag dafür zahlen, aber sie zahlen. Und Kleinvieh macht am Ende auch Mist. Sehr viel sogar.

Beziehen Sie in Ihre Kalkulatonen ebenfalls ein, dass folgende Daten gelten:

  • 10,5 Mio. Facebook Nutzer in Deutschland, die die mobile Anwendung mindestens einmal im Monat nutzen. Global sind es etwa 449 Mio. Im Vergleich der Quartale 1/2013 und 1/2014 verzeichnet Deutschland einen Zuwachs von +161,9%, global sind es 147,2%
  • 11,9 Mio WhatsApp Nutzer in Deutschland, die die mobile Anwendung mindestens einmal im Monat nutzen. Global sind es etwa 205 Mio. Im Vergleich der Quartale 1/2013 und 1/2014 verzeichnet Deutschland einen Zuwachs von +205,9%, global sind es 174,5%

(Zahlen nach w&v 8/2014)

Wenn Sie die Lösung gefunden haben, dann schicken Sie sie uns bitte per WhatsApp. Oder posten Sie sie in Ihrem Profil auf Facebook. Am Ende kommt es wahrscheinlich auf das Gleiche raus…

Wozu Smartphones?

piktogramme-rund-symbol-handy-erlaubtCzyslansky Leser wissen mehr. Sie wissen zum Beispiel, dass

  • man sein Smartphone trotz S.M.T.H. nicht einfach in die Luft werfen sollte…
  • man sein iPhone (denn nur für die gilt das) trotz einschlägiger Werbeanzeigen nicht ins Wasser werfen sollte…
  • man auch nach 20 Jahren unfallfreiem Telefonieren sein Handy schrotten kann…
  • man mit der richtigen App sogar Toiletten bedienen kann…

Davon war in den vergangenen Wochen auf Czyslansky zu lesen. Was aber kann man noch mit dem Handy machen?
Richtig: Telefonieren. Allerdings tun das die Wenigsten. Nicht mal 10 Prozent der Zeit, die junge Menschen aus der Altersgruppe 18 bis 25 Jahre mit dem Smartphone verbringen, wird für die Uridee des Geräts genutzt. Von den mehr als drei Stunden, die diese äußerst digital affineBevölkerungsgruppe täglich ihre Smartphones benutzt, entfallen nur noch Bruchteile auf das Telefonieren. So melden es unter anderem Klassik Radio in den Medianews und auch die Seite www.digitalesfernsehen.de unter Berufung des Focus, der sich wiederum auf eine Umfrage der Akademie der Media in Stuttgart und der Agentur Mindshare Marketing beruft:
Demnach verwenden diese Menschen mehr als eine Stunde am Tag Kommunikationsdienste wie WhatsApp. Weitere 44 Minuten entfallen auf soziale Netzwerke wie Facebook. Danach folgen die mobile Nutzung des World Wide Web und Spiele… Zwei Drittel der Befragten prüfen spätestens alle zehn Minuten, ob neue Nachrichten eingegangen sind: Jeder Fünfte tut dies sogar 15 Mal oder häufiger in einer Stunde. An der Umfrage nahmen 2500 Menschen teil, die meisten von ihnen waren Studenten.
Dass WhatsApp dabei die Nase längst vorn hat, das wussten Czyslansky-Leser allerdings auch schon.

WhatsApp hat die Nase vorn

SC20130826-124319Brandneu ist eine Statistik des Focus, aus der hervorgeht, dass WhatsApp mit mittlerweile knapp 20 Millionen Nutzern die meistgenutzte Handy-App in Deutschland ist. Jeder vierte Deutsche benutzt mittlerweise dieses Kommunikationstool.  Im Zeitraum März/April lag die Zahl noch bei etwas über 16 Millionen Nutzern.  Das bedeudet, dass WhatsApp im vergangenen Quartal eine Steigerung von rund 20% erzielen konnte und fast vier Millionen weitere Handy-Nutzer überzeugen konnte, sich die App zu kaufen.  Zwar sind die Gebühren für WhatsApp vergleichweise gering, aber es dürfte bei diesem rasanten Zuwachszahlen doch ein erkleckliches Sümmchen dabei herauskommen.
Spannend ist, dass damit der ewige App-Klassenbeste Facebook überholt wurde – ob auch abgehängt, wird die Zeit zeigen.  Facebook konnte es im gleichen Zeitraum nur um eine Steigerung von runf 17 auf rund 18 Millionen Nutzern bringen, ob auch hier eine gewisse Facebook-Müdigkeit ihren Ausdruck findet, wie sie in zahlreichen anderen sozialen Netzwerken, vor allem bei Twitter immer wieder thematisiert wird, sei dahingestellt. Weiterlesen

Der Zeit voraus oder hinterher?

Noch immer wird eine Vielzahl moderner Kommunikation per E-Mail abgewickelt, obwohl sich Plattformen we WhatsApp und Co anschicken, die Mails zumindest im Privaten mehr und mehr zurückzudrängen. Kommunikation per Mail funktioniert bestens, alle machen das, auch wenn viele nicht wissen, wie man das eigentlich korrekt schreibt. Nach wie vor werden E-Mail, e-Mail, eMail und EMail als Schreibweise nebeneinander her genutzt, obwohl längst E-Mail als die richtige Form gilt.
Spannenderweise aber stellt sich die Frage, warum sich bisher noch kein Verb für die Kommunikation via WhatsApp durchgesetzt hat, obwohl diese und vergleichbare Plattformen längst SMS abgelöst haben. Man twittert, man chattet, man mailt, man smst (mit unterdrücktem i ausgesprochen). Aber whatsappt man schon? Und was verschickt man eigentlich? Tweets, Mails, Posts, SMS – ok. Das kennen wir. Aber bei WhatsApp? Wo bleibt das griffige WA-spezifische Kurzwort?
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WM-Nachrichten

sms vs joyn

Volltreffer oder Rohrkrepierer?

Die Deutschen sind bekanntlich Weltmeister in vielen Dingen, nur leider schon länger nicht mehr im Fußball. Sie sind aber Export-Weltmeister, Urlaubs-Weltmeister und, ja, auch SMS-Weltmeister. Kein anderes Volk schickt so viele Kurznachrichten vom Handy wie wir. Das ist für die Telefongesellschaften ein Milliardengeschäft.

Da war nicht immer so. Der damalige Telekom-Chef Helmut Ricke nannte SMS 1992 bei der Vorstellung des ersten GSM-Netzwerks ein „unerwartetes Nebenprodukt“. Aber irgendwann kam jemand auf die Idee, Geld dafür zu verlangen, obwohl es den Betreiber ja eigentlich gar nichts kostet. Und wir „SMSen“ trotzdem fleißig: 41 Milliarden solcher Mini-Nachrichten  waren es 2011, so der IT-Branchenverband BITKOM.

Dass es auch heute immer noch kostenlos  geht, beweisen aber solche „Messenger Apps“ wie „Whatsapp“, Pinger, Viber und natürlich auch die Kurztext-Funktion von Skype, die sich zunehmender Beliebtheit erfreuen. Das ist den Telefonkonzernen ein Dorn im Auge, also haben sie „Joyn“ erfunden. Weiterlesen