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Ich werde twichteln – Ein Erfahrungsbericht (Teil: 1)

Wichteln ist ja nun nicht so nach jedermanns Geschmack. Zumindest nicht nach meinem. Vor allem nicht in Zusammenhang mit Weihnachten. Nur kann man sich, findet dieses Wichteln im Kollegenkreis oder im Verein statt, selbigem nur schwer entziehen. Mit etwas Glück läuft das ganze komplett anonym, das heißt, man deponiert sein Geschenk auf dem Gabentisch oder im großen Wichtelsack, wählt später ein Anderes und alles ist gut. Mit weniger Glück erfährt man im Vorfeld, wen man zu beschenken hat (oft ausgelost) und kann dann bei der Geschenkebeschaffung etwas persönlicher werden; oder, wenn der Schenkende anonym bleibt, allzu persönlich. Dann gehört es zu den besonderen Herausforderungen auf den Weihnachtsfeiern, herauszubekommen, wer einem das äußerst geschmackvolle Wichtelgeschenk verpasst hat. Sollten Sie noch nie Zeuge einer solchen Weihnachtsfeier gewesen sein, dann finden Sie hier eine eindrucksvolle Schilderung, die Ihnen sicher viel Appetit auf solche Festivitäten macht… oder auch nicht. Trotz aller Vorbehalte werde ich dieses Jahr wichteln. Obwohl ich das Ganze eigentlich nicht mag. Aber dieses Wichteln ist anders. Es findet digital statt: Auf Twitter. Folglich heißt es auch nicht wichteln sondern twichteln. Zufällig entdecke ich einen Tag vor Anmeldeschluss einen Account, über den ein twitterliches Weihnachtswichteln organisiert wird. Das macht mich neugierig: Screenshot_2014-11-07-17-52-22 Da meine Neugier geweckt ist, schaue ich mir die Teilnahmebedingungen vom Vorjahr an, die bis auf das Datum übernommen wurden. Spontan melde ich mich an. Weiterlesen

Steuer-Paranoia

Die Steuerbehörden mißtrauen den Bürgern grundsätzlich. Sind diese Bürger Unternehmer, Freiberufler, Gewerbetreibende, wächst das Mißtrauen in den Himmel. Andererseits will der Staat etwas von seinen Bürgern, hauptsächlich natürlich Geld. Aber eben nicht nur: Es werden gerne auch Frondienste delegiert. Neben der soeben ausgesetzten Wehrpflicht gibt es noch viel subtileres. Für die Steuererklärung sind jedes Jahr heftige Anstrengungen nötig, weil es dem Staat egal ist, wie kompliziert das Steuerrecht ist – er verdient an den Faulen, denen es zu mühsam ist, ihr Geld zu verlangen und akribisch Belege zu sammeln. Und die meisten Steuern kassiert der Staat nicht einmal selbst. Vielmehr spannt er Geschäftsleute und andere Unternehmer für diese Aufgabe ein.

Andererseits (oder vielleicht deshalb?) kann sich der Staat nicht vorstellen, daß nicht jeder den lieben langen Tag nachdenkt, wie er ihn über’s Ohr hauen könnte. Weiterlesen