Schlagwort-Archive: suchmaschinenoptimierung

Google-Ranking ist der neue Porsche

Früher brauchte man einen italienischen oder Stuttgarter Sportwagen, Breitreifen, Niederquerschnittfelgen, oder wenigstens einen Manta mit Ralleystreifen und Spoiler, um andere zu beeindrucken und sich so richtig wichtig zu machen. Eine Harley, ein Porsche, ein Rivaboot, das waren noch richtige Schwanzverlängerungen. (Notiz an mich: Schwanzverlängerung sagt man nicht mehr, das heisst jetzt Penis Enlargement)

… Aber heute?

„Du, mich findest übrigens auf Google Platz 1, wenn du suchst unter [Beliebige Branche einfügen]!“, heisst es heute in Angeberkreisen.

Eine Top-Platzierung in der Suchmaschine ist der neue Porsche. Sagte man früher Porschefahrern neiderfüllt nach, sie hätten bestimmt einen kleinen Penis, so ist das vielleicht eine Logik, die auch bei den Günstlingen von Google Anwendung finden könnte, ich weiss es aber nicht.

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der google-hupf des augenblicks

augen

holger schmidt berichtet in der aktuellen ausgabe seines f.a.z.-blogs als netzökonom (immer lesenswert!) über eine aktuelle rezeptionsstudie von google. dabei hat google die augenbewegungen von google-usern analysiert. viel überraschendes ist nicht dabei herausgekommen: das hauptaugenmerk der user fällt auf die oberen drei fundstellen. die anzeigen fallen kaum auf, was aber regelmäßige GoogleAds-kunden auch schon wissen. bei meiner eigenen anzeige haben bislang über 8 millionen impressions zu gerade einmal 300 klicks geführt. und 2/3 dieser klicks kommen aus content-bezogener werbung, nicht aus google selbst.

googlead 

der augenblick hüpft erst nach durchschnittlich 10 sekunden auf die rechte anzeigenspalte und erst nach 15 sekunden auch auf die unteren fundstellen.

interessant vielleicht: wer "sich informieren möchte, schaut bevorzugt auf die oberen suchtreffer. wer eine transaktion ausführen möchte, lässt den Blick stärker auf die unteren suchtreffer und die rechte anzeigenspalte schweifen." wers genauer wissen möchte, der gucke hier.

kleindatenhaltung – hätte czyslansky doch nur rechtzeitig das patent angemeldet …

in deutschen blogs machen derzeit zahlreiche unsinnige und obskure blogger namens „kleindatenhaltung“ auf sich aufmerksam. gleichzeitig erscheinen aufschlussreiche geschichten rund um die offenbar allgemein angesagte kleindatenhaltung. wer wissen will, was man unter einer „kleindatenhaltung“ eigentlich  versteht, der findet bei goggle aktuell 2.960 fundstellen. seltsam nur, dass bis vor zehn tagen der begriff „kleindatenhaltung“ noch gar nicht zu googeln war …

des rätsels lösung: ein wettbewerb zur suchmaschinenoptimierung von webmasterpark.net. gesucht wird im rahmen dieses virtuellen rennens die website, die es schafft, am stichtag (17.11.2008) bei der suche nach dem begriff „kleindatenhaltung“ durch suchmaschinenoptimierung in google ganz oben zu stehen.

auf http://kleindatenhaltung.mit-oder-ohne.de/ werden inzwischen tools zur kleindatenhaltung vorgestellt und die österreicher (!) haben sogar eine kleindatenhaltungsfarm aus dem steirischen boden gestampft.

ein irrsinn mit methode. die ganze sache erinnert heftig an die alte c’t-aktion um die „hommingberger gepardenforelle„. im jahr 2005 hat das magazin c’t eigentlich genau das gleiche gemacht, nur dass der damalige suchbegriff eben die besagt hommingberger gepardenforelle war.

eigentlich könnte mir die ganze kleindatenhalterei am a… vorbei gehen, wenn da nicht unser guter alter czyslansky wäre:

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