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WhatsApp hat die Nase vorn

SC20130826-124319Brandneu ist eine Statistik des Focus, aus der hervorgeht, dass WhatsApp mit mittlerweile knapp 20 Millionen Nutzern die meistgenutzte Handy-App in Deutschland ist. Jeder vierte Deutsche benutzt mittlerweise dieses Kommunikationstool.  Im Zeitraum März/April lag die Zahl noch bei etwas über 16 Millionen Nutzern.  Das bedeudet, dass WhatsApp im vergangenen Quartal eine Steigerung von rund 20% erzielen konnte und fast vier Millionen weitere Handy-Nutzer überzeugen konnte, sich die App zu kaufen.  Zwar sind die Gebühren für WhatsApp vergleichweise gering, aber es dürfte bei diesem rasanten Zuwachszahlen doch ein erkleckliches Sümmchen dabei herauskommen.
Spannend ist, dass damit der ewige App-Klassenbeste Facebook überholt wurde – ob auch abgehängt, wird die Zeit zeigen.  Facebook konnte es im gleichen Zeitraum nur um eine Steigerung von runf 17 auf rund 18 Millionen Nutzern bringen, ob auch hier eine gewisse Facebook-Müdigkeit ihren Ausdruck findet, wie sie in zahlreichen anderen sozialen Netzwerken, vor allem bei Twitter immer wieder thematisiert wird, sei dahingestellt. Weiterlesen

Leben mit Le Corbusier

Vor dem Büro des Architekten im Maison Clarté steht eine Art "Schrein", der dem großen Architekten Le Corbusier geweiht ist.

Der Architekt ist ein eigenartiger Mensch: halb Künstler, halb Handwerksmeister, oft exzentrisch, manchmal genial. Manchmal wirken sie im  Verborgenen oder sind in Vergessenheit geraten. Wer entwarf die Pyramiden von Gizeh? Welcher babylonische Baumeister schuf die Hängenden Gärten der Semiramis? Andererseits ist die Geschichte der Baukunst zumindest in der Neuzeit untrennbar mit oft kantigen Charakterköpfen verbunden; Typen wie Sir Norman Foster, Ieoh Ming Pei oder Frank Gehry verbunden. Louis Sullivan (1856 – 1924) wird bis heute als der „Vater der modernen Architektur“ verehrt, weil er nach dem Großen Feuer von Chicago 1871 begann, Gebäude mit selbsttragenden Stahlgitterrahmen zu bauen, die man zu Wolkenkratzern stapeln konnte. In den USA wird Frank Lloyd Wright (1867 – 1959) immer noch wie ein Heiliger verehrt, weil er dem Land  mit seiner Vision von „Usonia“ ein Gesicht gab und es ihm den „amerikanische Traum“ vom suburbanen Leben in den Vororten verdanken.

Das Schöne an den Häusern von Frank Lloyd Wright ist, dass sie nicht nur sehr schön sind (schöner, jedenfalls als die Millionen vorgestanzter Fertigvillas, die ihm gefolgt sind), sondern dass man bis heute in den meisten von ihnen noch wohnen kann, zumindest wenn man das nötige Kleingeld hat, denn die meisten der über 400 Einfamilienhäuser, die aus seiner Feder stammen, sind noch in Privatbesitz und bewohnt. Für rund 100 Dollar können Sie sogar im Arnold Jackson House in Beaver Dam (Wisconsin) übernachten: Es ist heute ein Bed & Breakfast. Sein dreieckiges Palmer House in Ann Arbor (Michigan) kann man für rund 2500 Dollar die Woche mieten.

Was Wright für Amerika war, ist für Europa Charles-Édouard Janneret (1887 – 1965), der sich später „Le Corbusier“ nannte. Der Schweizer, der meistens ins Frankreich lebte, hat nicht nur höchst umstrittene Bauwerke geschaffen, sondern auch eine Lebensphilosophie begründet, deren Ästhetik sich an der „neuen Realität“ der postindustriellen Formsprache orientiert. Seine Entwürfe sind zweckmäßig, funktional und vor allem wirtschaftlich. Er orientierte sich dabei an den reinen Zweckbauten der Technik und Industrie, und viele seiner Wohngebäude sehen auch fast aus wie Fabriken. Die von ihm 1927 zusammen mit Mies van der Rohe und anderen erbaute Weißenhofsiedlung, die ich aus meinen Jahren in Stuttgart kenne, erregt heute noch die Gemüter, vor allem dann, wenn der Besitzer eines solchen „Häusle“  es wagt, nachträglich Hand anzulegen.

Die Bauten Le Corbusiers gefallen also nicht jedem, aber wer sie liebt, der ist ihnen schnell verfallen. Weiterlesen

Ich heuchle jetzt mal Pinteresse

Der Name des Social-Network-Dingsbums Pinterest ist ein Bisserl gewollt und vordergründig: Ich pinne meine Interessen. Damit ist es auch schon erklärt – vielleicht ist er doch gar nicht so schlecht, der Name.

Zur Zeit kommt man nur durch Einladung, oder aber durchs geduldige Verharren auf der Warteliste zu einem Account, der  Betreiber wird vom Erfolg ein wenig überrollt, nehme ich an.

Wenn meine besonderen Freunde die Abmahn-Anwälte dieses Portal entdecken, wird es bei Porsche mal wieder ordentlich Umsätze geben, denn das Urheberrecht, kann dort unmöglich gewahrt werden, geht einfach nicht.

Ich mag das neue Ding, ist kein Geschwafel, wie Facebook und Google+ oder Business-Kasperkram wie Linkedin und wie hieß es noch gleich, ach ja Xing.

Es sind einfach Pinwände mit Fotos, denen man „Folgen“ kann, oder die man nach Interesse sortiert, aus basta.

Alexander Broy gefällt das!