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Penis, Peta, Panik… Hühnerflügel

Selten genug kommt es vor, dass ich anderen Menschen erlaube, in mein Kopfkino mitzukommen, aber diesen Film müssen Sie sehen. Heute also eine kleine Ausnahme. Kopfkino an:
Ich sitze in einer Sauna, sagen wir, nach einem anstrengendem Tag oder ausgiebigen Sportvergnügen. Um mich herum lauter andere Menschen. Sie alle sind, wDetail from Fountain of Neptune,  Florence, Italyie in den meisten europäischen Saunen, einfach nur nackt. Die Gespräche der meisten sind gedämpft, wenn überhaupt jemand im Schwitzkasten den Mund aufmacht. Aber  die Männer in der Sauna tun, was sie immer schon getan haben: Auf öffentlichen Toiletten, unter den Sammelduschen in Schwimmbädern oder Sporthallen. Sie vergleichen. Ein verschämter Blick auf die Genitalien der anderen – größer? Gleichgroß? Kleiner? Ha! Kleiner! Wusste ich es doch. So schön.
Kopfkino aus. Das reicht.

Schwanzvergleiche, das sei mal so ganz unverblümt gesagt, ist für Männer immer ein Thema. Gehen Sie mal über den Parkplatz eines angesagten Restaurants und schauen sich die Fahrzeuge dort an: Ich sag doch – der pure Schwanzvergleich. Und damit sind wir schon mitten im Thema. Denn Schuld am kleinen Freund sind nicht etwa Anabolika. Die nämlich sorgen „nur“ für die kleineren Hoden der muskelbepackten und gestählten Bodybuilder, das ist hinlänglich bekannt. Schuld aber am Kleinschwanz haben, glaubt man dem seriösen amerikanischen Women’s Health Magazine, unter anderem Phtalate.
Phatalate sind, so belehrt uns Wikipedia, als Weichmacher hauptsächlich bei Produkten aus PVC enthalten. Unter anderem bei Kinderspielzeug und Sexspielzeugen (genau so steht es dort) und hier schließt sich schon ein erstes Mal der Kreis?
Warum?
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Wetten, dass Sie auf diese Fragen auch keine Antworten haben?

Wetten Dass Screenshot

Nun also ist der größt anzunehmende TV Unfall passiert, den man sich vorstellen kann. Hat sich bei Thomas Gottschalks Sendung Wetten Dass Sebastian Koch mit einem waghalsigem Wettsprung in eine dauerhafte Querschnittslähmung befödert, muss Markus Lanz natürlich noch einen drauf setzen. Und das in seiner ersten Sendung und einer Quote von über 13 Mio Zuschauern, viele davon gemütsschwache Kinder.

Vor laufender Kamera und doch am Rande des Bühnengeschehens kam es am vergangenen Samstag zu einer schockierenden Katastrophe mit tödlichem Ausgang: Weiterlesen

Peta – Nur lustig, lustig, tralalala? Mitnichten, die meinen das ernst…

Steffen Groth gegen Fleischesser. Foto: Melissa Töller für Peta

Schon immer hat PETA (People for the Ethical Treatment of Animals) durch spektakuläre Kampagnen auf sich aufmerksam gemacht. Regelmäßig gelingt es den militanten Tierschützern, prominente Models, Sänger, Sportler und Schauspieler in ihre öffentlichkeitswirksamen Aktionen einzubinden.
Dabei ist Peta in der Wahl der Bildsprache und Werbebotschaften nicht gerade zimperlich – im Gegenteil. Während die meisten Tier- und Umweltschutzaktivisten wie z.B. der WWF in erster Linie auf die Bedrohung der Tierwelt hinweisen, die Tiere für sich sprechen und um Sympathie werben lassen, geht Peta den umgekehrten Weg. Sie polarisieren und polemisieren, indem sie immer wieder die gleiche Botschaft kommunizieren: Es gibt eine Gruppe Menschen, die Tiere töten, Tiere quälen, Tiere ausbeuten. Diese Menschen sind durch und durch schlecht – dazu gehören Pelzträger ebenso wie Zirkusbesucher, sofern in den Zirkussen Tierdressuren gezeigt werden.
Letztlich zählt – und damit stößt sich Peta auch an der Massentierhaltung – jeder dazu, der nicht vegetarisch lebt. All diese Menschen – so der Subkontext – sind moralisch fragwürdig, wenn nicht sogar ganz und gar verkommen.
Schon allein diese Art der Kampagnen, die unverhohlen Aggressivität schürt und sich zu Nutze macht, ist fragwürdig, fußt sie doch komplett auf das gegenseitige Ausspielen von Menschen verschiedener Ansichten, auf die moralische Überlegenheit des Einen über den Anderen. Das zielt unter die Gürtellinie, und das ist vollkommen beabsichtigt.
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