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wer keinen dabei hat, der existiert nicht – zum tot der omd

am 18. september hat czyslansky es vorausgesagt: die verdiente düsseldorfer online-messe omd ist tot! die kölner dmexco hat dieser wunderbaren event, von alexander felsenberg mit großer leidenschaft über jahre erfolgreich aufgebaut, den todesstoß versetzt.

meinem abgesang vom september habe ich nichts hinzuzufügen:

„eine hightech-messe in deutschland mit zweistelligen zuwachsraten? mit vollen gängen und ständen? mit zum bersten übervollen vortragssälen? mit immer mehr ausländischen ausstellern und besuchern? mit einem funktionierenden match making-system? gibts nicht? gibts doch! noch! die “online marketing düsseldorf” – oder kurz omd – war … ein tolles ereignis. alle waren sie ins killepitschland gekommen: microsoft, yahoo, google, tommorow focus, springer und und und. die qualität der speaker und aussteller war hervorragend.“

einen killepitsch drüber 🙁

Barcamp statt Messe? Die Interaktivbranche sucht sich neu!

messe2 Innereien einer Messe in Hannover

Glaubt man den Ergebnissen einer aktuellen Studie zum Bedeutungswandel der Messen für die Interaktivbranche des HighText-Verlags, so stehen die traditionellen deutschen Messen vor einer neuen Herausforderung: nach RoadShows und Firmen-Events werden sich künftig auch von BarCmaps und regionalen Web-Stammtischen bedrängt.

Noch führt das aktuelle Ranking der wichtigsten Messen für die Branche die CeBIT an (33%), gefolgt von der OMD (28%) und der Internet World (28%), die ganz offensichtlich im vergangenen Jahr wieder Boden gut gemacht hat. Gespannt darf man sein, wie im nächsten Jahr die neue DMEX in Köln und der Nachfolge-Event der SYSTEMS in München abschneiden werden. Die Münchner werden am 2. Dezember den Vorhang öffnen und auf einer Pressekonferenz ihre Pläne erstmals detailliert der Öffentlichkeit vorlegen.

Für die Zukunft erwarten die Experten um Branchen-Guru Joachim Graf einen grundlegenden Bedeutungswandel der etablierten Messen: "Die Branchenmessen verlieren ihren Fokus als Branchentreff und werden zu Einkäufer- und Entscheidermessen". Ihre Rolle als Meetingpoint werden zunehmend Barcamps und regionale Stammtische übernehmen: "Der Wissenstransfer verlagert sich somit zunehmend von den überregionalen Leitmessen in die regional aufgestellten Web-2.0-Events."

Ich glaube, an diesem Trend ist viel Wahres dran. Die traditionellen Messeveranstalter zeigen ja auch hinreichend Bewegung: Die OMD spaltet sich in die Düsseldorfer Alt-Mannschaft und die Kölsch-Riege der DMEX, die CeBIT sucht unter dem Schlagwort webciety händeringend nach einer neuen Web 2.0-Strategie und was sich die Münchner ausgedacht haben erwartet die Branche mit Hochspannung. Aber soweit, dass der Nachfolger der SYSTEMS ein Stammtisch wird, werden sie wohl nicht gehen. Denk ich mal …