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Verwirrung ist gut fürs Geschäft – leider…

Handyfalle

Dreimal verflucht sollen sie sein!

Spieglein, Spieglein an der Wand, wer ist der beste Mobilfunkanbieter im Land? Diese Frage klingt ja eher wie der Einstieg in ein modernes Märchen, aber die Analystenfirma T3i Group wollen es tatsächlich sagen können. Mir flatterte jetzt eine Pressemeldung ins Haus, in der über die jüngsten Ergebnisse der jährlichen „Tarifica“-Studie berichtet wird, die von denen einmal im Jahr durchgeführt wird und in der es darum geht, Preise und Leistungen der unterschiedlichen Spieler im Mobilfunkgeschäft gegeneinander abzuwägen.

Ein solcher Dienst ist ja auch dringend notwendig, denn nach wie vor ist mobiles Telefonieren für den Verbraucher vor allem eines: verwirrend! Wenn man die Kombination der beiden Suchbegriffe „Mobilfunk“ und „Verwirrung“ bei Google eingibt, spuckt die Suchmaschiene mehr als 160.000 Fundstellen aus, von „Mobilfunk: Verwirrung um Mobilcom-Schulden“ über „Mobilfunk-Discounter – Verwirrung um Guthabengültigkeit“ bis „MOBILFUNK: Verwirrung im Netz“. Am schlimmsten ist es aber bei den Verträgen, bei denen eigentlich keiner mehr so richtig durchblickt. „Absolute Verwirrung um Vertragslaufzeit“ schreibt ein gewisser Wolfgang mit rührender Hilflosigkeit im Kundenforum von Vodafon. In der Schweiz muss es offenbar auch nicht viel besser aussehen, den die Bern erscheinende Zeitung „Der Bund“ warnt in einer Headline vor dem „Geschäft mit dem Handy-Wirrwarr“ und zitiert im Beitrag den Chef des Vergleichsportals iCompare.ch, Lukas Brüderlin, mit den Worten: „Durch die hohe Komplexität der Angebote hat die Transparenz massiv gelitten.“ Weiterlesen

Alice darf nicht sterben!

Telefonica will dieses schöne Kind verschwinden lassen!

Sie ist das Pinup-Girl der deutschen IT, die schöne Fee mit den blonden Locken und dem kurzen Kleidchen, die so aufreizend unbekümmert barfuß durch die virtuellen Lande hüpft, stets von einem wallenden roten Band umschwebt, der digital Darling, die Traumfrau aller Nerds – eben Alice, das Mädchen aus der DSL-Werbung von Hansanet. Der Hamburger Provider hat sie von der Stunde Null an als Werbeträger eingesetzt, hat die Großflächen in den Innenstädten mit ihr vollgekleistert und sie zum optischen Blickpunkt unzähliger Spots und Anzeigen gemacht. Eine Welt ohne Alice – man mag sie sich eigentlich gar nicht vorstellen.

Und doch: Alice muss jetzt sterben! Finstere Hidalgos aus Iberien können mit diesem Abbild nordischer Schönheit und Anmut (vergessen wir mal, dass die schöne Vanesse Hessler eigentlich Italienerin ist…) nichts anfangen und wollen sie einfach verschwinden lassen. Seit 2008 wirbt die stets im dünnen, tief ausgeschnittenen Kleid aus lila Seide beschürzte Dame für schnelles Internet, doch nun nach Übernahme von Hansanet durch Telefoncia O2 passt sie den Südländern nicht mehr in den Kram. Sie soll „schrittweise“ über einen Zeitraum von zwei Jahren ausgemustert werden, weil sich der Konzern laut Deutschlandchef Rene Schuster (ob der wirklich so deutsch ist, wie sein Name glauben lässt; wahrscheinlich heisst er in Wahrheit Zapatero) nur noch eine einheitliche DSL-Marke vertreiben will.

Alice soll also einen langsamen und quälenden Tod auf Raten erleiden. Wir sagen: Nein! Alice darf nicht sterben! Deshalb: Ab sofort massenweise Protestmails mit der Betreffzeile

Alice darf nicht sterben!

an: rene.schuster@o2.com

Vielleicht vorsichtshalber noch ein cc: an Stephan Becker-Sonnenschein, Vice President Corporate Communication von O2 (stephan.becker-sonnenschein@o2.com)