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Digitale Transformation: Der perfekte Sturm

perfect-stormDigitale Transformation ist keineswegs ein einzelnes, alleinstehendes Phänomen, und das macht die Sache schwer zu verstehen. Sie entsteht vielmehr aus dem  Zusammenwirken von mindestens drei Entwicklungen, die jede für sich das Zeugs zum weltverändernden Megatrend hat: Digitalisierung, Vernetzung und Mobilität. Kommen sie, wie es jetzt geschieht, zusammen, dann sind die Folgen atemberaubend. Es entsteht sozusagen der perfekte Sturm – George Clooney lässt grüßen!

Der erste Megatrend ist die Digitalisierung. Sie mag ja heute in aller Munde sein, aber in Wirklichkeit ist sie ein alter Hut.

Mit der Digitalisierung kamen die Menschen massenweise Mitte der 80er Jahre in Berührung, als Philips und Sony gemeinsam die Audio-CD auf den Markt brachten. Was Akio Morita, Jan van Tilburg und ich (ich war allerdings nur für die Pressetexte und die Abstimmung der Reden zuständig, aber das ist eine ganz andere Geschichte…) damals am Rande der Salzburger Osterfestspiele 1981 der Weltpresse vorführten war in Wirklichkeit ein Zwischending zwischen Schallplatte und Digitaltonträger. Die digitale Information war in vielen Millionen Vertiefungen auf der Oberfläche einer Kunststoffscheibe gebrannt, die von einem Laser abgetastet und in (analoge) elektromagnetische Signale umgewandelt wurden. Das Ergebnis war vor allem eine störungsfreie Wiedergabe der Musik ohne die lästigen Kratzer, die oft beim Abspielen einer Vinylschallplatte entstanden. Ansonsten änderte sich aber nicht sehr viel. Der Preis einer Compact Disc entsprach ungefähr dem einer herkömmlichen Langspielplatte. Und es gab sogar Hifi-Puristen, die behaupteten, die Vinylplatte klinge irgendwie „wärmer“ und deshalb angenehmer als die „kalten“ Digitaltöne der CD. Das ist zwar technischer Blödsinn, hält sich aber bis heute hartnäckig in gewissen Kreisen, denen alles Digitale ohnehin eher Teufelszeugs ist. Weiterlesen