Schlagwort-Archive: New York

Ein Satz mit „X“…

Es hätte so schön sein sollen: Sympathische uniformierte Damen und Herren lächeln mit anderen Menschen um die Wette. So ungefähr hatte es sich die New Yorker Polizei gedacht, als sie die Twitter-Idee #myNYPD ins Leben rief: Der Polizist als Freund und Helfer, smart, lächelnd, hilfsbereit und bürgernah. Dabei hatten Stadtverwaltung und Polizei sicher eine klare Vorstellung davon was passieren würde. Der Bürger würde zu einem Beamten gehen, beide würden wettgrinsen, ein Dritter macht ein Foto – und ab damit in die Twitterwelt.
So ungefähr würde das Ergebnis aussehen:
myNYPD-1Falsch gedacht: Es kam ganz anders. Weiterlesen

Der kurze Traum von einer Wasserlilien-Welt

WLANsAls ich und das Internet noch jünger waren, gab es keine WLANs. Man suchte sich eine Telefondose, fummelte mit diversen Kabeln und Adaptern rum, schloss sein Modem an und surfte – hoffentlich – los in einem Tempo, bei dem der heutigen Online-Jugend die Gesichtszüge vermutlich nach kurzer Zeit einschlafen würden.

Dann kamen die ersten WLANs auf. Es war eine unschuldigere Zeit, damals, und niemand wäre auf die Idee gekommen, sein WLAN per Passwort abzuschließen. Ich war damals gerade in New York, und die Leute setzten sich mit dem Laptop ins Café, suchten den nächstbesten privaten WLAN in der Nachbarschaft, loggten sich ein und surften los.

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Happy Birthday – happy Handy, du hemmungsloses Stück

Als am 3. April 1973 Michael Cooper, damals Motorola-Ingenieur bei AT&T anrief, war der Sensation perfekt. Cooper nämlich rief von unterwegs an…

Ein Kilo wog das erste Mobiltelefon, mit dem heute vor 40 Jahren eine Revolution in der Kommunikation eingeläutet wurde.  Cooper stand auf der Sixth Avenue in New York und hätte gut 20 Minuten sprechen können, dann wäre der Akku des Motorola Dynatac leer gewesen.   Doch so lange dauerte das Gespräch mit Joel Engel, dem Technikchef bei AT&T gar nicht. Es ging ja damals nicht darum, Informationen auszutauschen oder ein wenig zu plaudern. Es ging darum, der Welt zu beweisen: Es geht.

Briefmarke der Deutschen Bundespost von 1977, zum 100sten Geburtstag des Telefons nach einem Entwurf von Elisabeth von Janota-Bzowski.

Und es ging. Eine Mobilfunkstation auf dem Dach eines Hochhauses in der Nähe leitete das Gespräch in das Festnetz. Cooper und Engel konnten sich hören und miteinander reden. Und das war’s dann auch.

Damals. Erst zehn Jahre später gab die Federal Communiction Commisison das erste Netz für die Nutzung von mobilen Telefonen frei.  Das ist übrigens die gleiche Behörde, die verantwortlich ist für die Verhängung von Strafen für das Senden als obszön eingestufter Wörter wie Fuck, Motherfucker, Shit, Piss, Cunt, Cuntsucker, Tits im amerikanischen Radio.

Aus den Anfängen: Motorola International 1000 von 1992. Foto: Vodofone Pressearchiv.

40 Jahre später ist das Handy aus dem Alltagsleben nicht mehr wegzudenken. Und es ist längst kein „Knochen“ mehr, den man kaum mit sich herumschleppen konnte.

Aber wem erzählen wir das….

Moment. Handy klingelt.

Ich hätte gern weitergeschrieben, aber ich muss erst mal rangehen.

Verdammt, wo hab ich es denn.

Ups, das falsche. Wo ist das andere…