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Besitzen? Nein danke!

Manchmal ist Stagnation eine gute Nachricht: Zum Beispiel wenn die IT-Budgets in EMEA nicht um acht Prozent wie im Vorjahr fallen, sondern sich laut Gartner für 2010 bei 1,3 Prozent einpendeln. Damit nicht genug der guten Botschaften, die Gartneranalysten schieben nach, dass die CIOs trotz des niedrigen Budget-Niveaus – es entspricht in etwa dem des Jahres 2005 – recht gut klarkommen werden. Den Grund dafür sieht Gartner in einer Verschiebung des Einkaufsmodells: Der IT-Markt befindet sich demnach im Übergang von einem IT-Investment-Modell zu einem IT-Gebrauchs-Modell. Weiterlesen

Das Wachstumsmärchen

Heute morgen meldet der IT-Branchenverband BitKOM, dass die ITK-Branche in Westeuropa im kommenden Jahr um zwei Prozent wachsen werde. Das würde bedeuten sie würde auf dem alten Kontinent weit stärker wachsen als in den USA, wo der BitKom bzw. sein europäisches Forschungsinstitut Eito lediglich ein Plus von 0,8 Prozent voraussehen. Die bemüht optimistische Analyse liest sich im Original so.

„Die IT-Ausgaben der Wirtschaft werden auch in einer wirtschaftlichen Flaute weiter wachsen“, sagte BITKOM-Präsident Prof. August-Wilhelm Scheer. „Die Informationstechnik ist für Unternehmen in einer Krisensituation von strategischer Bedeutung, weil sie die Betriebe effizienter und wirtschaftlicher macht.“ Mit einer steigenden IT-Nachfrage sei auch von Auftragnehmern der öffentlichen Hand zu rechnen, deren Investitionen kaum von konjunkturellen Schwankungen abhängig sind. Laut der neuen Prognose werden in Westeuropa die Anbieter von Software und IT-Services im kommenden Jahr mit einem Umsatzplus von 3,2 Prozent auf 228 Milliarden Euro kräftig zulegen können. Die Hersteller von IT-Hardware erwarten dagegen ein Minus von 1,3 Prozent auf 87 Milliarden Euro.

Herrn Scheers Analyse ist zwar richtig – IT ist ein Effizienztool – aber bisher haben die Erfahrungen gezeigt, dass die IT-Ausgaben den Konjunkturzyklen folgen und nicht gegenläufig sind. Außerdem gehen die meisten IT-Verantwortlichen davon aus, dass ihre Budgets im kommenden im besten Fall stabil bleiben. Bliebe als Wachstumsmarkt der Consumerbereich, aber da kann ich mir noch schwerer vorstellen, dass Endverbraucher in einer Wirtschaftskrise mehr Geld ausgeben als im guten Jahr 2008. Folglich wird sich der IT-Markt eher so verhalten entwickeln wie in den USA, vielleicht sogar noch schlechter.

Schnäppchenjagd im IT-Markt

Normale Geschäfte fangen erst nach Weihnachten mit dem Schlussverkauf an. IT-Hersteller, vor allem die, deren Geschäftsjahr mit dem Kalenderjahr endet, versuchen zurzeit noch ihre Auftragsbücher zu füllen beziehungsweise Umsätze zu realisieren. Weihnachtszeit ist also Kundenzeit. In diesem Jahr lastet wegen der Wirtschaftskrise sogar noch größerer Druck auf den Anbietern als sonst zum Jahresultimo üblich. Deshalb werden die Anbieter kaufinteressierten Kunden preislich noch eher entgegen kommen. Weiterlesen