Schlagwort-Archive: Internet-Analphabet

Für wen bloggen wir?

internet-stats2

Und wo liegt Deutschland?

Blogs sind Worte im Wind, ziellos in die endlose Freiheit des Netzes entlassene Gedankenfetzen, von der wir hoffen, dass sie wie Brieftauben irgendwann und irgendwie zum Empfänger gelangen. Doch wie groß ist die Chance? Etwa eins zu drei, wenn man der jüngsten Studie „(N)Onliner-Atlas 2009“ der Initiative D21 und TNS-Infratest glauben darf. Demnach sind bislang nur 26 Prozent der Deutschen „in der digitalen Alltagswelt angekommen“, wie es in der einschlägigen Pressemitteilung heißt. 30 Prozent zählen sich zu den „Gelegenheitsnutzern“. Und die bei weitem größte Gruppe – 35 Prozent – haben mit Internet & Co. überhaupt nichts am Hut. Sie bezeichnen die Studienschreiber als „digitale Außenseiter“.

Ist das eine gute oder eine schlechte Nachricht? Kommt wohl auf den Standpunkt an. Das ist so wie die Sache mit den Optimisten und den Pessimisten: Der Optimist sieht beim Schweizer Käse den Käse, der Pessimist die Löcher. Die gute Nachricht lautet doch: Wir Blogger können bis zu 56 Prozent der Deutschen erreichen, allerdings nur mit etwas Glück und viel Rückenwind. Ein Drittel unserer lieben Mitbürger sind – auch wieder eine Frage des Standpunkts – ausgeschlossen oder wehren sich erfolgreich gegen die digitale Aufdringlichkeit.

Übrigens liegt Deutschland damit ziemlich gut im europäischen Durchschnitt, jedenfalls wenn man der Website Internet World Stats glauben darf. Im Vergleich zum Internet-Stammland USA fällt die Alte Welt allerdings weit zurück: Jenseits des Atlantik waren Ende 2009 angeblich 252.908.000 Menschen mehr oder weniger regelmäßig online, macht satte 74,2 Prozent!

Weiterlesen

Macht Der Spiegel Doof?

Das große deutsche Nachrichten-Magazin schockte diese Woche die verbliebene, gerade nicht urlaubende Zielgruppe mit dem in Frageform gekleideten Gottseibeiuns: „Macht Das Internet Doof?“

Dabei ist nicht mal die Frage originell. Allerdings lieferte der Titel- und Stichwortgeber, das US-(Online-) Magazin „The Atlantic“ sie etwas präziser aus: „Macht Google uns dumm?“ Wahrscheinlich sind dessen Verwertungsbeziehungen zum Online-Marketing-Giganten weniger intim als die der Hamburger Kollegen. Aber das macht die Frage auch nicht besser.

Weiter auf www.urchs.de

Noch ein Internet-Analphabet im Weißen Haus?

Die US-Medien haben zur Zeit viel Spaß damit, das offenbar gebrochene Verhältnis von John McCain zu Computern und dem Internet durch den Kakao zu ziehen, wie dieser Clip von MSNBC beweist. Sein Vorgänger, der derzeitige Amtsinhaber, meinte einmal: „Eines der Dinge, die ich auf dem Google gemacht habe war Landkarten herunter zu laden.“ Doch Bush ist geradezu ein Super-Hacker gegen John McCain, der ihn gerne im Weißen Haus beerben möchte.

Auf die Frage eines Reporters der New York Times nach seinem Online-Verhalten sagte er wörtlich: „They go on for me.“ Er sei aber lernwillig: „I am learning to get online myself and I will have that down fairly soon, getting on myself.“ Man möge sich aber bittesehr keine allzu großen Hoffnungen machen: „I don’t expect to be a great communicator, I don’t expect to set up my own blog.“
Weiterlesen