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Wie ein Belgier das Internet erfand

Willkommen im Web 1.0

Wer hat den Hyperlink erfunden? Na klar: TBL, natürlich! Tim Berners-Lee verwendete für sein „World Wide Web“ bekanntlich ein System namens „Hypertext“, um Verbindungen zu Inhalten auf anderen Rechnern herzustellen. Die Idee stammte allerdings nicht von ihm. Schon 1978 schufen die Macher des legendären Aspen Movie Map einen Video-Stadtführer, der mit Hyperlinks arbeitete. Ted Nelson verwendete das Wort „Hypertext“ in der Beschreibung eines Computermodells, das er später zusammen mit Andreas van Dam an der Brown University entwickelte. Die Idee, Informationen zu verbinden, taucht aber auch schon bei Jorge Luis Borges in seiner 1944 verfassten Erzählung „El jardín de senderos que se bifurcan“ („Der Garten der Pfade, die sich verzweigen“) auf.

Alles ein alter Hut! Der wahre Erfinder des Hyperlinks (und damit natürlich auch des Internets) war nämlich ein Belgier namens Paul Otlet. Weiterlesen

Mensch, der Computer!

Der Computer sei ein „ausgelagerter Teil des Körpers“, sagt Verfassungsrichter Winfried Hassemer in einem Interview der „Süddeutschen„. Fragt sich nur welcher?

Wie wäre es mit dem Bewegungsapparat? Ich träume schon lange von einem Gerät, das mir die Mühe des Fitnesstrainings abnimmt, etwa durch gezielte Stimulation von Muskelgruppen.

Und was ist mit den Geschlechtsorganen? Unterhalb der Gürtellinie hat die Computerrevolution ja längst begonnen: „Cyberdildonics“ nennt sich eine Unterdisziplin der Informationstechnologie, bei der es um die computerisierte Fernsteuerung des Lustempfindens mittels Sensoren und Stimulatoren an besonders empfindlichen Körperstellen geht. Ich erinnere mich an eine Cybersex-Messe in Frankfurt, auf der sich Paare, in Latex gehüllt und mit Drähten gespickt, sozusagen fernliebten. Für Sadomachoisten gab es damals schon die Variante mit spitzen Nadeln, um sich per Hyperlink gegenseitig am Po (oder sonst wo) zu pieksen.

An diesen Messebesuch denke ich nur fröstelnd zurück. Aber wenn wir schon beim Erinnerungsvermögen sind: Ich fände es toll, wenn wir Teile unseres Denkapparats auslagern könnten. In meiner aktuellen Lebensphase beginnt bekanntlich das Langzeitgedächtnis nachzulassen. Einfach in regelmäßigen Abständen eine Backup-Kopie machen! Fehlt dann nur noch der Stirnschlitz für die Memorycard. Am besten jeden Morgen das Gehirn mit Outlook synchronisieren!
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