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Exzessives Urheberrecht – Axolotl Roadkill vs. Strobo

Da ist doch das Lieblingskind des deutschen Feuilletons, glatt beim Klauen erwischt worden und alle sind entsetzt. Üblicherweise werden siebzehnjährige Mädchen wie Helene Hegemann beim H&M mit einer zusätzlichen Schicht Blusen unter dem Pulli gestellt. Dieses Kind hat einen Roman mit dem Titel „Axolotl Roadkill“ geschrieben und dabei einige Passagen kackdreist beim Blogger und Autor Airen abgeschrieben. Ja genau abgeschrieben, nicht zitiert, nicht geremixt, nicht gemashupt, einfach geklaut und als Eigenes ausgegeben.

Gute Mädchen kommen in den Himmel, böse Mädchen ins Feuilleton.

Als der Kaufhausdetektiv sie überführt hatte, hat sich sich auch sehr zerknirscht gezeigt, sich artig entschuldigt, dann aber auch ganz frech die Flucht nach vorne angetreten und gemeint

Ich suspendiere das Urheberrecht und überwinde so den Exzess.

Das ist cool und erinnert  auch so ein bisschen ans Ende der 1960er Jahre, als Ladendiebstahl noch politisch war. Man hat nicht geklaut, sondern den übermächtigen Feind, den Kapitalismus bekämpft …

Wenn ihr mich fragt, Schwamm drüber, sie ist siebzehn: 50 Euro Strafe und eine Woche Fernseh- – äh – Youtube-Verbot.

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