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Kleine Notiz zum heutigen „Welttag des Buches“

(Bild: spacejunkie/photocase.de)

Heute ist also der „Welttag des Buches“. Da fällt mir eine schöne kleine Geschichte ein, die mir vor vielen Jahren einmal ein Lektor der Fischer Verlags über Jürgen Habermas erzählt hat. Der sicherlich wichtigste lebende deutsche Philosoph habe eine eigenartige Art ein Buch zu lesen: er reiße alle ihn nicht interessierenden Seiten einfach heraus und lasse nur den für ihn relevanten Inhalt stehen. Ob dies aus gerechtem Zorn oder aus dem Drang Übersichtlichkeit zu erzeugen geschieht, entzieht sich meiner Kenntnis.

Jedenfalls scheint Habermas der einzige zu sein, der das hübsche Bonmot Walter Benjamins ernst nimmt, demzufolge ein Bücherfreund sich ein Buch ebenso liebevoll zuzurichten habe, wie ein Kannibale einen Säugling. Dieses Bild habe ich immer geliebt.