Schlagwort-Archive: Genderisierung

Berlin hat’s ja…

Berlin ist immer für eine Lachnummer gut. Dazu muss man weder den grandiosen Großflughafen BER bemühen, dessen Bauplanungsfehler die Eröffnung auf den St. Nimmerleinstag datieren lassen. Dazu muss man auch nicht die Anfrage der Berliner Piraten von 2013 in Erinnerung rufen, ob die Stadt für den Fall einer Zombie-Apokalypse einen Vorsorgeplan hat. Man muss auch nicht auf das jahrzehntelange Gerangel um das wiedererrichtete Berliner Stadtschloss verweisen und die Angst der Dahlemer Museen, in Zukunft verwaiste Räume ausstellen zu müssen oder den Streit um die zukünftige Verwendung der Flächen des ehemaligen Flughafens Tempelhof, die Diskussionen um die Landesbibliothek oder… oder… oder… Und schon gar nicht muss man an den Gentrifizierungswahn der Sprachwissenschaftler an der Berliner Humboldtuniversität erinnern, obwohl das in diesem Zusammenhang vielleicht gar nicht mal verkehrt wäre.
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Unsa Mutta… imma korrekt

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Reden wie bei Muttan… Weil’s besser ist.

Unsa Mutta – imma korrekt. Muss ich getz aba ma sagen! Hättze nich gedacht, oda?

Falls Sie jetzt denken, der Autor redet wirr: Keineswegs, der schreibt eben ausnahmsweise mal so, wie man in seiner Heimat redet. So sprach damals im Ruhrpott und an dessen Peripherie, als ich Kind war. Und heute ist das wohl auch nicht anders.
„Ey! Hömma! Alta! Watt is’n daran voll korrekt. Und watt geht mich dat an?“
Es geht – und damit las sich mal die Katze aus dem Sack – um die Wortendung.  Das Schluss „-er“ vieler Wörter, so sieht man es im Beispiel oben –  wird in dieser Region Deutschlands durch ein „-a“ ersetzt. Einfach so. Das spricht sich einfacher, das spricht sich schneller – Entschuldigung: Is einfacha. Is schnella. Mutta statt Mutter, Vatta statt Vater, Alta statt Alter und so weiter.
Ergo hat man daheim Drucka und Computa, in der Küche Messa und Tella und einen  Wäschetrockna im Kella. Is klar, oda?
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Vicky Liecks deckt auf: Nutella ist geschlechtslos

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5 Kilo geschlechtsloser Masse

Seit Jahr und Tag tobt in deutschen Haushalten der Streit, ob es die oder das Nutella heißt. Dabei stehen sich die Fronten unversöhnlich gegenüber. Und beide haben schlagkräftige Argumente.
Derweil haust im äußersten Westen der Republik eine Minderheit, die allen Ernstes behauptet, dass Twitters liebste Nahrung  der Nutella heißt. Das ist natürlich absurd und kann nicht mal mit dem schlechten Kalauer, es müsse ein männliches Produkt sein, schließlich enthalte die braune Masse Nüsse, begründet werden. Dass die braune Masse weder Nüsse noch Eier enthalten muss, hat die deutsche Geschichte ja wohl eindrucksvoll bewiesen. Das sei nur am Rande erwähnt, um den Kalaueristen zuvor zu kommen.
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Problemzone Porno im Internet… Jetzt wird hart durchgegriffen

Ausschnitt aus Hieronymus Boschs Gemälde „Garten der Lüste“: Bald wegen frauenfeindlicher, pornographischer Darstellung auf dem Index und im Netz nicht mehr ansehbar?

Pornographie…

Sie sind doch auch dagegen, oder? ODER?
Na also. Dann gehören Sie zu den Gutmenschen, die Pornographie aus moralischen, ethischen oder sonstigen Gründen ablehnen. Alles in bester Ordnung.
Wirklich?
Der schwedische EU-Parlamentarier Christian Engström, Abgeordneter der Piraten sieht das auch nicht anders. Trotzdem will er – so verkündet er in seinem Blog in der kommenden Woche gegen eine Anti-Porno-EU-Resolution stimmen: I will be voting against this resolution next week.
Die nämlich, also die Europäische Union, debattiert gerade über ein Verbot von Pornografie in allen Medien, das sie gern durchsetzen möchte.
Wie jetzt?
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