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Steve Jobs und das Recht auf Information

Okay, für einen, dessen Verhältnis zu Apple erklärtermaßen zerrüttet ist (siehe meinen Kommentar auf den Czyslansky-Blog von Christoph Witte vom 8. Juli („Springer kauft Apple-Geist„), beschäftigt mich die causa Steve Jobs im Moment vielleicht etwas übermäßig, aber was da gerade abgeht ist einfach zu faszinierend, als dass ich stillhalten könnte.

Vorgestern habe ich („Wie ein Arschloch Apples Börsenkurs runterzieht„) über Steves langes Schweigen zum Thema Krebs und die Folgen für Apples Marktwert gebloggt. Mein Punkt war, dass der Gesundheitszustand eines so exponierten Menschen wie Jobs keineswegs seine Privatsache ist, weil es unmittelbaren Einfluss auf den Aktienkurs des Unternehmens hat. Das glaubt auch der berühmte Wirtschaftskolumnist Joe Nocera, der das Thema heute in der New York Times noch mal aufgreift („Apple’s Cult of Secrecy„). „Jobs hat mehr Wert geschaffen und mehr Innovation angetrieben als irgendein anderer in der Branche“, sagt Nocera. Seiner Meinung nach wäre Apple sogar börsenrechtlich verpflichtet, den Anlegern eine Verschlechterung im Gesundheitszustand des CEOs zu melden, und zwar gleich aus drei Gründen:
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